Die Leader der Hinrunde

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Halbzeit in der Bundesliga. Nach der Hinrunde ist es Zeit, statistisch eine Zwischenbilanz zu ziehen.

In einigen Kategorien sind einzelne Spieler ihren Konkurrenten weit voraus. Was die Ballkontakte angeht, lässt Austrias Raphael Holzhauser alle anderen Bundesliga-Kicker meilenweit hinter sich. Die mit Abstand meisten Torvorlagen liefert indes ein Mattersburger.

LAOLA1 hat sich durch diverse Statistiken gewühlt und präsentiert die spannendsten Zahlen der Hinrunde:

Die Goalgetter

Deni Alar ist drauf und dran, seine bisher beste Bundesliga-Saison - 2012/13 traf er für Rapid 15 Mal - zu erleben. Nicht minder überraschend ist Dimitri Oberlin mit neun Toren auf dem zweiten Platz der Schützenliste zu finden. Jonatan Soriano, der in der vergangenen Spielzeit mit 21 Treffern Schützenkönig wurde, belegt gemeinsam mit drei anderen Spielern nur den fünften Rang - der spanische Salzburg-Kapitän hat bisher sechs Treffer erzielt. WAC-Leihspieler Philipp Prosenik hat übrigens jetzt schon so viele Treffer erzielt wie in seinen beiden Bundesliga-Saisonen für den SK Rapid insgesamt.


Männer mit Köpfchen

Gerade einmal 1,76 Meter ist Larry Kayode groß, doch der Nigerianer erweist sich in dieser Saison als brandgefährlich mit dem Kopf - mehr als die Hälfte seiner sieben Treffer hat der Austria-Angreifer per Kopfball erzielt. Noch mehr Spezialisten sind Rapid-Hüne Christoph Schösswendter und Mattersburg-Stürmer Patrick Bürger, die alle ihrer Saisontore nach Kopfbällen bejubeln durften - jeweils drei. Mit dem linken Fuß hat übrigens Deni Alar am öftesten getroffen - nämlich acht Mal. Experte mit rechts ist Dimitri Oberlin - sieben Tore. Die meisten Tore mit Schüssen außerhalb des Strafraums sind Alexander Grünwald und Nikola Dovedan gelungen - je drei.


Die Dauerbrenner

Keine einzige Minute verpasst? Jedes Mal von Anpfiff bis Schlusspfiff auf dem Feld? Nicht weniger als zehn Spielern ist dieses Kunststück gelungen. Interessanterweise sind mit Alexander Walke, Christian Gratzei und Thomas Gebauer nur drei Tormänner darunter. Der Super-Joker schlechthin ist Austrias Ismael Tajouri, der elf Mal von der Bank gekommen ist, auf Platz zwei in dieser Kategorie folgt Jacobo vom WAC. Am häufigsten ausgewechselt wurde Nikola Dovedan, der 15 Mal in der Startelf gestanden ist, zwölf Mal vorzeitig runter musste. Deni Alar und Raphael Holzhauser wurden elf Mal ausgetauscht. Die meisten Torschützen eingewechselt hat Damir Canadi - seine Joker sorgten für neun Treffer.


Die besten Goalies

Insgesamt waren im Bundesliga-Herbst nicht weniger als 17 verschiedene Tormänner im Einsatz, lediglich Salzburg, Ried und der SK Sturm haben nie gewechselt bzw. waren nie zum Wechseln gezwungen. Die beste Fangquote hat Sturms Christian Gratzei gefolgt von Admiras Andreas Leitner. Je sechs Mal zu Null haben Andreas Lukse, Alexander Walke, Gratzei und Osman Hadzikic gespielt - wobei Letzerer lediglich neun Partien absolviert hat. Die meisten Gegentore hat Rieds Thomas Gebauer kassiert (26). Der Tormann mit der besten Passquote ist übrigens Austrias Robert Almer - 78,6 Prozent seiner Zuspiele kamen bei seinen Mitspielern an.


Die Vielbeschäftigten

Wenn es um die Ballkontakte geht, kann Raphael Holzhauser kein Bundesliga-Spieler auch nur annähernd das Wasser reichen. 1515 Mal war der Austrianer im Herbst am Ball - das ergibt 99,6 Ballkontakte pro 90 Minuten. Von den Offensivspielern ist Salzburgs Valon Berisha (1165, Platz 10) am weitesten vorne zu finden. Die meisten Ballverluste gehen auf die Kappe von Sturms Charalampos Lykogiannis - 411 Mal war der Gegner am Ball, nachdem der Grieche das Spielgerät hatte. Das Stockerl dieser Kategorie komplettieren Salzburgs Stefan Lainer (390) und Mattersburgs Alois Höller (356).


Die Vorbereiter

Mattersburgs Jano ist die klare Nummer eins in Sachen Torschussvorlagen - an seine 43 kommt kein anderer Spieler auch nur annähernd heran. Die passsichersten Spieler von jenen, die zumindest 300 Pässe gespielt haben sind Rapids Christoph Schösswendter (88,3% angekommen) sowie die beiden Austrianer Richard Windbichler (86,9%) und Petar Filipovic (86,5%). Die meisten Fehlpässe spielen Rieds Dennis Chessa (39,8% nicht angekommen), Mattersburgs Alois Höller (38,1%) und Admiras Maximilian Sax (37,4%). Flankenkönig der Liga ist Rapids Thomas Schrammel mit 89 Hereingaben (19 zum Mitspieler).


Die Scharfschützen

Niemand hat es so oft probiert wie Joelinton. Der Rapidler schießt im Schnitt alle 38 Spielminuten aufs gegnerische Tor - getroffen hat er aber erst drei Mal. Eiskalt ist hingegen Ismael Tajouri, der im Schnitt nur 1,83 Torschüsse für einen Treffer braucht. Auch der Wert von Deni Alar (3,09 Schüsse/Tor) ist nicht zu verachten. Die größten Pechvögel sind Sturms Charalampos Lykogiannis und Salzburgs Valon Berisha, die jeweils drei Mal am Aluminium gescheitert sind. Der Grieche in Diensten der Steirer hat ebenso wie Nikola Dovadean am häufigsten aus Standards direkt aufs Tor geschossen - jeweils elf Mal.


Die Bad Boys

Alois Höller sollte man besser nicht in die Quere kommen - der Mattersburg-Profi begeht im Schnitt alle 35 Spielminuten ein Foul. Der meistgefoulte Spieler der Liga ist der Rieder Peter Zulj - gegen ihn wurde 47 Mal nicht regelkonform vorgegangen. Larry Kayode, der immer wieder kritisiert wird, zu leicht zu fallen, hat nur 16 Freistöße herausgeholt. Der "Handballer" der Bundesliga ist Stefan Schwab - fünf Mal nahm der Rapidler unerlaubterweise die Hand zur Hilfe. Die meisten Gelben Karten haben Austrias Peter Filipovic und Sturms James Jeggo kassiert - je sieben. Kein einziger Spieler wurde öfter als einmal ausgeschlossen.


Die Zangler

Dayot Upamecano traut sich was! Der 18-jährige Salzburger hat die meisten erfolgreichen Dribblings absolviert - nämlich 44. Erstaunlich: Nur elf Mal verlor er bei Dribble-Versuchen den Ball. Damit ist seine Quote weitaus besser als jene der Konkurrenz - Sturms Uros Matic (41/38) und Dimitri Oberlin (36/45). Am öftesten den Ball im Dribbling verloren hat Lucas Venuto - Austrias Brasilianer hat es 88 Mal versucht, ist aber nur 25 Mal durchgekommen.


Die Frühstarter

Schon in der vergangenen Saison hat sich Larry Kayode den zweifelhaften Titel des "Abseitskönig" geholt - er ist auf dem besten Weg, die Krone zu verteidigen. 18 Mal wurde der Nigerianer bisher zurückgepfiffen - allerdings nicht jedes Mal zu Recht, einige Male übersahen die Referees aber auch Abseitsstellungen des Austrianers. Sein Landsmann bright Edomqonyi ist ihm auf den Fersen, der Sturm-Kicker ist 15 Mal zu früh gestartet.


Textquelle: © LAOLA1.at Zum Seitenanfang »

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