Ipoua bringt die Super-Talente nach Österreich

Ipoua bringt die Super-Talente nach Österreich Foto: © GEPA
 

Die Top-Stars der Zukunft findet man nicht so einfach auf der Straße.

Trotz bemühter Scouting-Abteilungen sind vielen österreichischen Vereinen aufgrund fehlender Finanzstärke oft die Hände gebunden, da internationale Spitzenklubs schon für Jung-Kicker viel Geld fließen lassen und sich die Rechte für die Besten der Besten bereits im Kindesalter sichern.

Ein neues Konzept könnte den heimischen Bundesliga-Klubs nun helfen. Mit dem Kameruner und Ex-Rapidler Samuel Ipoua lädt im Juli ein "alter Bekannter" zur Casting-Show und bringt ablösefreie französische Talente zum Vorspielen nach Österreich - diese wollen sich für ein Engagement zu empfehlen.

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Ipoua lässt Talente in Österreich vorspielen

Seit etlichen Jahren bietet sich der ehemalige Stürmer bei seiner einzigen Österreich-Station Rapid (Jänner 1997 bis Juni 1998) als Scout an, traf dabei aber stets auf Ignoranz und Ablehnung seitens der Vereinsführung.

Erst der aktuelle Sportchef Fredy Bickel hatte ein offenes Ohr, seither agiert der 45-jährige Afrikaner als freier Mitarbeiter im internationalen Scouting, aber nicht in offizieller Funktion. Obwohl er den Grün-Weißen in der aktuellen Situation gerne mit einem Stürmer ausgeholfen hätte.

Das ist auch der Grund, warum er Spieler nun im breiteren Rahmen anbietet - und zwar für ganz Österreich.

Casting ohne Verpflichtungen, dafür als Chance

Ipoua agiert aktuell als Akademie-Leiter von Top-Klub Paris Saint Germain in Miami und hat sich zusammen mit Claude Anelka, Bruder des ehemaligen Weltklasse-Stürmers Nicolas Anelka (Anm.: kümmert sich ums Marketing), jenen französischen Talenten verschrieben, denen in der Ligue 1 der Durchbruch bisher verwehrt blieb.

Mit einer Auswahl an vielversprechenden Akteuren kommt Ipoua im Juli in jenes Land, dem er fußballerisch unter die Arme greifen will. Sein Motto: Alles ist möglich, aber nichts muss sein. Für die Klubs stellt das Schaulaufen keine Verpflichtung dar, auch die Kosten sind gedeckt.

Ist ein brauchbarer Spieler für den einen oder anderen Verein dabei, können diese einen Transfer anstreben. Wenn nicht, dann eben nicht.

Rapid, Austria, Ried und LASK absolvieren Testspiele

Das Angebot beläuft sich auf zwei Altersgruppen, die dann als Mannschaften gegen Bundesliga-, Erste-Liga-Teams oder deren Amateure antreten. Ipoua reist sowohl mit einer U16- bis U18-Auswahl sowie einer U18- bis U25-Auswahl an.

Die beiden französischen Mannschaften weilen vom 2. Juli bis 9. Juli 2018 in Österreich und spielen um einen zukünftigen Arbeitgeber, der am Weg nach oben zum Sprungbrett werden könnte. Bis auf eine Ausnahme finden alle Test-Spiele in Baden bei Wien statt.

Am 3. Juli gastiert die Wiener Austria mit einer Auswahl in Niederösterreich. Am 4. Juli geht es gegen die 1. und 2. Mannschaft der SV Ried. Am 6. Juli lädt der LASK Ipouas Talente in die TGW-Arena nach Pasching ein, um sich dort mit den Profis und Amateuren zu messen.

Am 7. Juli wird sich ein Team des SK Rapid auf den Trainingsplätzen beim Happel-Stadion mit den französischen Talenten duellieren, am 8. Juli wird Gastgeber Badener AC zum Abschied und zur Belohnung für das Camp mit einem Spiel belohnt.

Win-win-Situation für alle Seiten?

Der Großteil der österreichischen Klubs zeigte schon bei der Präsentation des Plans großes Interesse an der originellen Idee des Scoutings und ist gespannt, mit wie viel Qualität Ipoua anreist.

Der Ex-Rapidler ist überzeugt, dass "seine Spieler" das Niveau in der österreichischen Bundesliga durchaus heben würden.

Für Ipoua soll die Aktion eine Win-win-Situation für alle Seiten darstellen. Zum einen für die Vereine, die sich mit Talenten verstärken können, die ansonsten wohl unter ihrem Radar gelaufen wären. Zum anderen für die Spieler selbst, denen bisher möglicherweise der große Sprung verwehrt blieb und die über den Umweg Österreich ihre Karriere vorantreiben können. So wie einst Ipoua in Hütteldorf.

Nach Rapid folgten Stationen beim FC Toulouse, 1860 München, LR Ahlen oder auch St. Truiden. Österreich hat er jedoch nie vergessen.

Textquelle: © LAOLA1.at Zum Seitenanfang »

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