Winter-Check Admira: Neu - aber auch besser?

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Die Winter-Vorbereitung begann bei der Admira mit einem Knalleffekt.

Oliver Lederer wurde entlassen, Damir Buric als neuer Trainer präsentiert. Vom neuen Mann erwarten sich die Südstädter neue Impulse, diese wurden auf dem Spielersektor aber nicht gesetzt.

Einzig die Leihen von Markus Blutsch und Ante Roguljic wurden beendet, beide spielten im Herbst aber keine Rolle bei den Profis. Neuzugänge? Fehlanzeige. Für die Admira ist es aber schon als Erfolg zu werten, dass sämtliche Leistungsträger gehalten wurden.

Zugänge Abgänge
- Ante Roguljic (Leih-Ende/via RB Salzburg zu Wacker Innsbruck)
- Markus Blutsch (Leih-Ende/via LASK zu BW Linz)

In der Tabelle liegen die Niederösterreicher im Plansoll. Platz sechs entspricht den Ansprüchen, womöglich wäre ohne den holprigen Start aufgrund der Europa-League-Quali sogar mehr möglich gewesen. Beruhigend ist, dass der Vorsprung auf Schlusslicht SV Mattersburg neun Punkte beträgt und dazwischen noch drei andere Mannschaften als "Puffer" liegen.


ANALYSE: Diese drei Spieler stehen bei der Admira im Fokus!

Spannend wird sein, ob Neo-Coach Buric grobe Änderungen an der Stammformation vornimmt oder er auf ähnliche Spieler wie Vorgänger Lederer baut. Ein paar Personal-Veränderungen zeichnen sich schon ab - Srdjan Spiridonovic wird etwa eine neue Chance erhalten.

Am unter Lederer praktizierten 4-2-3-1-System wird sich vorerst nichts ändern, Buric scheint aber auch eine andere Variante (4-1-4-1) im Hinterkopf zu haben.

LAOLA1 hat die Wunschelf und Kaderbewertung der Admira:

TOR:

Nach dem holprigen Saisonstart entschied sich Lederer zu einem Wechsel im Tor - Andreas Leitner übernahm für Manuel Kuttin. Der einstige Buhmann avancierte zum Garanten für Punkte. Ohne ihn feierten die Südstädter in acht Spielen nur zwei Siege, mit ihm gleich einmal zwei Siege in den ersten beiden Spielen. Leitner zeigte konstant gute Leistungen, was die zweitbeste Fanquote (73,21 Prozent) aller Bundesliga-Goalies beweist. Und wenn der 22-Jährige einbrechen oder sich verletzen sollte, lauert mit Kuttin ein ebenfalls noch junger Torhüter (23 Jahre), der aber schon Bundesliga-Erfahrung gesammelt hat, dahinter. Auch die beiden Youngsters Dennis Vermüster (18) und Jakob Meierhofer (19) zeigen Potenzial.

LAOLA1-Bewertung: Nach dem Abgang von Jörg Siebenhandl im Sommer schien auf der Torwart-Position ein Loch zu entstehen, das wurde aber schnell gestopft. Spätestens seitdem Leitner zwischen den Pfosten steht, ist die Admira gut abgesichert. Nach einer schweren Karriere-Phase (Leihe zu Austria Klagenfurt) blüht der Youngster jetzt wieder auf.

ABWEHR:

In der Abwehr dürfte alles beim Alten bleiben. Stephan Zwierschitz ist rechts gesetzt, Markus Wostry im Zentrum ebenfalls. Beide sind auf ihren Positionen absolute Leistungsträger und könnten wohl sogar bei einem größeren Verein eine Rolle spielen. In der Innenverteidigung wird wohl Fabio Strauss starten, links Markus Pavic. Der 21-Jährige hatte zuletzt immer wieder mit Verletzungen zu kämpfen - wenn er fit ist, zeigt er aber stets auf. Daneben gibt es noch die Option, Sechser Markus Lackner im Abwehrzentrum aufzubieten. Jungspund Manuel Maranda (19) ist aktuell beim Bundesheer, Oldie Ione Cabrera wird wohl keine Rolle spielen. Mit Philipp Posch und Patrick Wessely stehen noch weitere Akteure parat, sollte der Verletzungsteufel zuschlagen.

LAOLA1-Bewertung: Zwar kassierte die Admira im Herbst mit 35 recht viele Gegentore, ganz so schlecht ist die Hintermannschaft aber nicht. Der Abgang von Kapitän Christoph Schößwendter hinterließ natürlich Spuren, seine Fußstapfen waren im wahrsten Sinne des Wortes groß. Auf dem Papier können die "Panther" aber auf eine solide Verteidigung bauen.

MITTELFELD:

Die beiden Sechser-Positionen sind hart umkämpft. Ersatzkapitän Thomas Ebner ist ein Fixstarter, hat aber nach seiner Leisten-Operation noch etwas Trainingsrückstand. So könnten zu Saisonbeginn Kapitän Daniel Toth und Markus Lackner starten. Im Fortlauf der Meisterschaft muss einer der beiden entweder auf die Bank oder ausweichen (Lackner in die Innenverteidigung). Eine Reihe davor drängen sich mehrere Spieler für die drei Positionen auf. Christoph Knasmüllner wäre wohl gesetzt, ist aber zurzeit beim Bundesheer in der Grundausbildung. Srdjan Spiridonovic wird eine neue Chance erhalten, das Verhältnis zu Lederer war nicht mehr sonderlich gut. Max Sax wurde endlich einmal von Verletzungen verschont und zeigte, dass mit ihm zu rechnen ist. Eldis Bajrami und Dominik Starkl sind auf dem Flügel Alternativen, Ilter Ayyildiz könnte von seiner Knieverletzung zurückkehren. Möglicherweise gibt Buric aber auch Youngsters wie Nico Löffler (19) oder Daniel Hautzinger (18) eine Chance. Florian Fischerauer (18), von dem in der Südstadt alle schwärmen, fällt nun mit einem Kreuzbandriss (bereits sein zweiter in kurzer Zeit) erneut aus.

LAOLA1-Bewertung: Quantität und Qualität stimmen, im Mittelfeld herrscht eher ein Überangebot. Konkurrenz belebt aber bekanntlich das Geschäft, alle Spieler wollen sich aufdrängen und für einen Platz in der ersten Elf empfehlen. Gut möglich, dass die Admira auf diesen Positionen rotieren wird.

ANGRIFF:

Lange sah es nach einem Abgang von Christoph Monschein aus, ehe Sportdirektor Ernst Baumeister bei LAOLA1 ein Transferverbot aussprach. Er ließ seinen Worten Taten folgen und den pfeilschnellen Angreifer weder zur Austria noch nach Würzburg ziehen. Somit wird der begehrte Mann, der in 13 Saisonspielen sieben Tore erzielte, weiter ganz vorne gesetzt sein. Dahinter wartet Toni Vastic auf seine Chance, ist in der Südtadt aber nicht mehr wirklich gefragt. Lukas Grozurek ist nach seiner Hüftverletzung noch nicht fit, Dominik Starkl könnte zur Not auch in der Spitze agieren. Bleibt noch Patrick Schmidt, der gute Ansätze zeigt, aber mit seinen 18 Jahren noch sehr jung ist.

LAOLA1-Bewertung: Keine Frage, Monschein bewies Treffsicherheit - aber ob er seinen Lauf in dieser Form fortsetzen kann, bleibt abzuwarten. Sollte er "abkühlen" und nicht mehr aus so gut wie jeder Chance ein Tor erzielen, gehen der Admira die Alternativen aus.

TRAINER:

Damir Buric - dieser Name ist dem Großteils der österreichischen Fußballfans noch kein Begriff. Für den 52-Jährigen ist es nach Hajduk Split erst der zweite Job als Cheftrainer, nachdem er zuletzt ein halbes Jahr lang arbeitslos war. Zuvor war er jahrelang Co-Trainer von Robin Dutt und bewies im Nachwuchs des SC Freiburg, dass er mit jungen Spielern arbeiten will und kann. HIER gibt es noch mehr Informationen zum neuen Admira-Coach.

LAOLA1-Bewertung: Wie soll man jemanden bewerten, der seinen Job noch nicht einmal richtig begonnen hat? Sehr schwer, deswegen haben wir die Bewertung erst einmal niedriger angesetzt. Die Erwartungen der Fans sind hoch, hat sein Vorgänger Oliver Lederer die Admira doch von der "Grauen Maus" zu einem konstanten Mittelständer geformt.

PROGNOSE:

Wohin geht die Reise der Admira? Der Weg nach vorne scheint zu, einzig Rapid Wien auf Rang fünf wäre mit vier Punkten Abstand noch in Reichweite. Sollten die Südtstädter Platz sechs halten, wäre dies wohl schon ein Erfolg - denn mit Lederer fällt ein wichtiger Erfolgsfaktor der letzten Jahre weg. Auf der anderen Seite müssen die "Panther" aufpassen, nicht unten hineinzurutschen. Neun Punkte sind zwar ein guter Polster, können aber bei einem schlechten Start schnell verspielt sein. Was wohl los wäre, wenn der Verein nach Platz sechs im Winter und folgendem Trainerwechsel noch um den Klassenerhalt zittern müsste - nicht auszudenken. Dies ist aber lediglich das "Worst-Case-Szenario", die Qualität im Kader sollte allemal zu Platz sechs bis acht ausreichen.

Die besten Vorbereitungs-Pics der Admira:

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Fünf Fragen an Trainer Damir Buric:

Wer wird Meister?

Es werden mehrere Mannschaften um den Titel spielen: Salzburg, Altach, Austria Wien - aus drei wird eins.

Wie bewerten Sie die Situation im Abstiegskampf?

Wir sind auch in dieser Situation drinnen, und es wird sehr spannend werden. Die Punkte in der Tabelle sagen auch nicht die Wahrheit. Es wird bis zum Schluss ein spannender Abstiegskampf bleiben.

Wie lauten die Ziele mit Ihrer Mannschaft?

Unser Ziel ist es, die Mannschaft weiterzuentwickeln - gruppentaktisch und individuell - und in der Liga zu bleiben.

Wie zufrieden sind Sie mit den Transferaktivitäten bzw. der Kaderplanung Ihres Clubs?

Wir sind in unserem Rahmen geblieben und das ist unser Plan.

Was halten Sie von den jüngsten Reformen und Reformvorschlägen des Weltverbandes FIFA?

Alles sollte so sein, wie es war.

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