Herbst 2017: Gewinner und Verlierer Admira Wacker

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Admira Wacker ist die große Überraschung der bisherigen Bundesliga-Saison.

Die Südstädter haben es geschafft, trotz Abgängen von Christoph Monschein oder Eldis Bajrami weiter einen Schritt nach vorne zu machen.

Der vierte Platz nach 20 Runden im Herbst ist der beste Beweis dafür, dass mittlerweile seit vielen Monaten sportlich einwandfreie Arbeit bei den Niederösterreichern geleistet wird.

Junge Spieler übernehmen Führungsrollen, andere explodieren. Und dann wäre da auch noch Ernst Baumeister.

Das Urgestein kam wie die Jungfrau zum Kind - plötzlich war er (wieder) Cheftrainer, der von Sieg zu Sieg eilt.

Der Abgang von Damir Buric machte es möglich. Viele vermuteten einen Einbruch, nachdem der Kroate nach nur acht Monaten dem Lockruf des deutschen Zweitligisten Greuther Fürth nicht widerstehen konnte.

Doch Baumeister fing dies ab. In seinen ersten neun Spielen kassierte die Admira nur eine Niederlage, nach 13 Runden unter ihm stehen 6 Siege, 4 Remis und 3 Niederlagen zu Buche.

Die Admira spielt ansehnlichen Fußball, die Spieler vertrauen Baumeister. Da wäre etwa Christoph Knasmüllner, der im Herbst explodierte und plötzlich an der Spitze der Torschützenliste zu finden ist. Maximilian Sax spielte sich in die Notizblöcke einiger Klubs und wird wohl zur Austria wechseln.

Alles eine Bestätigung für den guten Herbst der Admira.

DAUERBRENNER:

Spieler Position Spielminuten Einsätze Startelf
Andreas Leitner Tor 1800 20 20
Markus Lackner Mittelfeld 1791 20 20
Stephan Zwierschitz Abwehr 1710 19 19
Thomas Ebner Abwehr 1698 19 19
Markus Wostry Abwehr 1620 18 18

GEWINNER:

CHRISTOPH KNASMÜLLNER:

Was ist denn mit Christoph Knasmüllner passiert? Trainer Ernst Baumeister brachte es erst kürzlich gegenüber LAOLA1 auf den Punkt: "Knasmüllner spielt nicht besser oder schlechter als vorige Saison - der einzige Unterschied ist, dass er nun auch Tore macht, was er zuvor nicht so gemacht hat. Gespielt hat er vorher auch schon hervorragend. Wenn ein Spieler einen Lauf hat, dann macht er auch seine Tore. Als Mittelfeldspieler in der Schützenliste vorne zu sein, zeichnet ihn schon aus", erläutert der Coach. 12 Volltreffer, teils sehenswerte Tore, steuerte der mittlerweile 25-Jährige bei und leistete drei Assists - eine ganz starke Quote. Wenn es gefährlich wurde, hatte der ehemalige Bayern- und Inter-Legionär meist den Fuß im Spiel. Für die Admira ist ein Goalgetter dieser Qualität Gold wert. Diese enorme Leistungssteigerung ruft jedoch zahlreiche Interessenten auf den Plan. Schenkt man Baumeisters Worten Glauben, ist dieser aber sehr davon überzeugt, dass Knasmüllner zumindest bis Sommer noch bei der Admira bleibt.

DOMINIK STARKL:

Der Ex-Rapidler war vergangene Saison beinahe weg vom Fenster. Stammplatz verloren, meist nur wenige Minuten Spielzeit und nur zwei Saisontreffer bei einem Assist. Doch der quirlige, antrittsschnelle Offensivspieler hat sich eindrucksvoll zurückgekämpft und ist bei der Admira heuer nicht wegzudenken. Starkl weist 18 Einsätze vor, davon stand er nur zwei Mal nicht in der Startelf. Doch der meist über links kommende oder ganz vorne aufgebotene Wirbelwind hat auch maßgeblichen Anteil am starken Herbst der Südstädter. Mit bereits fünf Toren und vier Assists ist er der zweitbeste Scorer im Team von Ernst Baumeister und sorgt mit seiner Schnelligkeit und Technik immer wieder für Gefahr im gegnerischen Strafraum. Eine klare Reaktion auf die nicht nach Wunsch verlaufene Vorsaison, ebenso wie die Vertragsverlängerung bis 2021.

SASA KALAJDZIC:

Der 20-jährige Nachwuchsstürmer hat unstrittig den größten Aufstieg bei der Admira hingelegt. Vor zwei Jahren spielte der einmalige ÖFB-U21-Teamspieler noch in der Wiener Stadtliga bei Donaufeld, vergangene Saison dann mit den Juniors in der Regionalliga Ost. Im Sommer folgte dann die Beförderung zu den Profis, der Durchbruch gelang ihm relativ rasch. In seiner Premierensaison steht der Youngster nach 20 Spieltagen schon bei 12 Einsätzen, auch wenn er bisher nur ein einziges Mal durchspielte. Außerdem ist er durchaus effektiv und ein Versprechen für die Zukunft. In 485 Spielminuten leistete Kalajdzic seinen Beitrag mit einem Tor und vier Assists - stark!

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TOPSCORER:

Spieler Position Tore Assists Scorerpunkte
Christoph Knasmüllner Mittelfeld 12 3 15
Dominik Starkl Mittelfeld 5 4 9
Marin Jakolis Angriff 3 4 7
Lukas Grozurek Mittelfeld 4 2 6
Maximilian Sax Mittelfeld 1 4 5
Sasa Kalajdzic Angriff 1 4 5

VERLIERER:

DANIEL TOTH:

Es ist nicht die Saison des langjährigen Admira-Kapitäns - noch! Der Mittelfeldmotor spielte anfangs noch regelmäßig, verlor aber nach und nach seinen Stammplatz, der ihm davor zumeist sicher war. Eine Gelb-Rot-Sperre nach dem WAC-Spiel kam auch noch dazu. Und seit Ende Oktober fehlt der mittlerweile schon 30-Jährige mit Hüftproblemen. Toth wird aber wieder stärker zurückkommen, zumindest bauen die Südstädter darauf. Sonst hätten sie den Vertrag nicht vorzeitig bis 2019 verlängert und die Aktion folgendermaßen begründet: "Daniel Toth ist seit Jahren ein ganz wichtiger Eckpfeiler unserer Mannschaft. Er leistet auch neben dem Platz einen ganz wertvollen Beitrag im Verein. Deshalb ist es uns ein Anliegen, gerade jetzt während seiner Verletzung, ein klares Zeichen zu setzen, dass wir weiter auf ihn bauen", erklärte Admira-Manager Amir Shapourzadeh.

MANUEL MARANDA:

Der 20-jährige Innenverteidiger war definitiv schon näher dran an der ersten Mannschaft. Lediglich fünf Einsätze sind für die bereits gezeigten Qulitäten des ÖFB-U21-Teamspielers zu wenig. Vor allem, weil er im Frühjahr so richtig zum Zug kam, insgesamt 13 Einsätze zum Vorweisen hatte und zum Saisonende acht Spiele in Folge von Beginn an spielte. Mitverantwortlich dafür war auch die damalige Fußverletzung von Fabio Strauss. Dieser eroberte sich im Herbst seinen Stammplatz wieder zurück, wirkte aber in einigen Phasen alles andere als souverän. Trotzdem schaffte es Maranda nicht, in die Startelf zu drängen und öfters seine Qualitäten auf dem Platz zu zeigen.

PATRICK SCHMIDT:

Die Admira hat viele Youngster mit Potenzial in den eigenen Reihen. Einigen davon fehlt jedoch noch die Konstanz - so auch Patrick Schmidt. Der Nachwuchs-Stürmer ist zwar noch immer erst 19 Jahre, hat aber vergangene Saison schon in 15 Bundesliga-Spielen bewiesen, dass er das Potenzial für die erste Mannschaft mitbringt. Auch seinen ersten Bundesliga-Treffer markierte er bereits in der Saison 2016/17. Die bisher magere Bilanz 2017/18: Sieben Einsätze, ein Treffer. Schwer wiegt in dieser Hinsicht, dass Neuzugang Marin Jakolis meist den Vorzug bekommt und ihn in der internen Rangordnung auch noch Sasa Kalajdzic überholt hat. Ein kleiner Rückschritt, aber nicht das Ende der Welt.

Textquelle: © LAOLA1.at

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