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Vienna-Freude: "Haben echt den nächsten 'Step' gemacht"

Zwei Einwechslungen in der zweiten Halbzeit bringen die Heimmannschaft auf die Siegerstraße, während die Gäste mit Momentum und dem Schiedsrichter hadern.

Die Wiener nutzen das Unentschieden von Blau-Weiß Linz aus und ziehen in der Tabelle nun mit den Stahlstädtern gleich.

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Im IMMOunited-Spiel der 8. Runde in der ADMIRAL LigaZwa gewinnt die First Vienna FC 3:1 gegen den SKN St. Pölten. Die Siegtreffer werden jeweils durch zwei Jokertor erzielt. (Zum Spielbericht >>>)

Kaderbreite als Trumpf

Mit der Einwechslung von Tobias Anselm und Bernhard Zimmermann in der 57. Minute bewies Vienna-Trainer Patrick Enengl ein goldenes Händchen. Anselm trifft in der 63. Minute, Zimmermann legt kurz darauf selbst mit einem Treffer nach.

Der breit aufgestellte Kader von Enengl scheint die Döblinger zu einem ernsthaften Titelkandidaten geformt zu haben.

Der Torschütze zum zwischenzeitlichen 2:1 meint im "ORF"-Interview, dass sie hier einen Vorteil haben: "Genau, das sagt auch der Trainer immer, egal wer bei uns spielt. Wir haben einen breiten Kader und haben heute nochmal super nachlegen können. Zum Glück ist es geglückt, dass wir nochmal einen Schwung in der zweiten Halbzeit gebracht haben."

Der Torschütze zollt auch dem Gegner Respekt und betont, dass das Spiel auch anders hätte enden können: "Hut ab vor der Mannschaft, es war ein richtig enges Spiel. St. Pölten hat mehr Ballbesitz gehabt und hatte spielerisch super Lösungen. Wir waren heute einfach effizienter und haben dann Mitte der zweiten Halbzeit das Spiel für uns entschieden."

Vienna hat "den nächsten Schritt gemacht"

Vor der Länderspielpause waren die Döblinger sechs Spiele am Stück ungeschlagen. Es scheint, als wäre der Schwung erfolgreich durch die spielfreie Zeit mitgenommen worden.

Coach Enengl betont, wie sich seine Mannschaft weiterentwickelt hat: "Wenn ich mir die Jungs heute anschaue, haben wir echt noch einen nächsten 'Step' gemacht, vor allem athletisch. Ich bin extrem stolz auf die Mannschaft, wie sie das heute umgesetzt haben und natürlich sehr happy."

SKN wieder unbelohnt

SKN wieder unbelohnt
Foto: ©GEPA

Auf der St. Pöltner Seite hat man erneut mit einer ansprechenden Leistung keine Punkte gewinnen können. Nun rutscht man sogar auf den 12. Tabellenrang zurück.

"Am Ende war der Unterschied, dass wir bei zwei Gegentoren vielleicht ein bisschen naiv verteidigt haben", resümiert SKN-Coach Cem Sekerlioglu.

Sein Kapitän Marc Stendera stimmt dem zu: "Es war ein umkämpftes Spiel: Es war ein gutes Spiel, es war auch kein schlechtes Spiel von uns. Ich glaube, wir hatten auch unsere Möglichkeiten, etwa nach dem 1:1 kurz vor der Halbzeit eine Riesenchance. Mit ein bisschen Glück geht der Freistoß rein und dann ein unglücklicher Konter zum 2-1, den wir nicht gut verteidigen."

"Schiedsrichter entscheidet Spiel mit"

Den Frust über die strittigen Schiedsrichterentscheidungen kann er jedoch nicht zurückhalten: "Für mich entscheidet auch ein bisschen der Schiedsrichter die Partien, weil ich glaube, dass man in der ersten Halbzeit schon Gelb-Rot geben kann."

Besonders ein nicht gegebenes Foul vor dem 3:1 von Zimmermann ärgert den Trainer: "Auch vor dem 3:1 war ein klares Foul, was nicht geahndet wird. Ich tu jetzt nicht jammern, aber der Schiedsrichter entscheidet schon das Spiel mit."

Auch hier ist Stendera mit seinem Trainer einer Meinung und wünscht sich ein Umdenken der Schiedsrichter bei der Handhabung solcher Situationen: "Ich würde mir in den Momenten manchmal einfach wünschen, dass die Schiedsrichter vielleicht auch mal ihre Fehler eingestehen, weil das ist ein klares Foulspiel. Das ist unser letzter Mann und das killt uns dann mit dem 3-1."

In der nächsten Runde kann St. Pölten im Heimspiel gegen Rapid II versuchen das Ruder wieder herumzureißen und in der Tabelle aufzuschließen. Die Vienna will auswärts in Voitsberg weiter Druck auf Blau Weiß Linz ausüben.

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