Endstand
2:2
0:1 , 2:1
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First Vienna FC: Eine "coole Truppe" im Findungsprozess

Die Vienna zeigte gegen die "Jungbullen" in Hälfte zwei ein anderes Gesicht und kam in der Nachspielzeit noch zum Ausgleich.

Der First Vienna FC wandte die zweite Saisonniederlage bei der Sonntagsmatinee gegen den FC Liefering im letzten Moment ab (Spielbericht >>>).

Im IMMOunited Spiel der 3. Runde der ADMIRAL 2. Liga kamen die Wiener gegen die "Jungbullen" spät aber doch zum 2:2-Ausgleich. Benjamin Rosenberger (90.+2) und Youssouf Soukouna (90.+3) retteten der Vienna in der Nachspielzeit einen Punkt.

Fehlende Grundtugenden

"Mich freut es für die Mannschaft, dass wir am Ende des Tages den Punkt geholt haben. Das kann für die Moral richtig wichtig sein", sagte Vienna-Coach Patrick Enengl nach dem Spiel beim "ORF".

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Vienna-Trainer Patrick Enengl sah eine verbesserte zweite Hälfte seiner Mannschaft.
Foto: ©GEPA

Der 32-Jährige sah am Sonntag gute erste 15 Minuten seiner Mannschaft. "Dann gab es einen Leistungsabfall, den ich mir selbst schwer erklären kann", sagte Enengl. Vor allem rund um den Gegentreffer in der 34. Minute hätten die Grundtugenden gefehlt.

Anderes Gesicht in der zweiten Hälfte

Nach der Pause zeigte die Vienna ein anderes Gesicht, im zweiten Abschnitt könne er seiner Mannschaft nicht viel vorwerfen. "Mit dem Spiel, das wir in der zweiten Halbzeit gezeigt haben, kann ich leben und das wollen auch die Leute hier sehen. Wenn wir unser Spiel auf maximalem Anschlag durchziehen, können wir jedem Gegner in der Liga wehtun."

Torschütze Rosenberger unterstrich die Worte seines Trainers: "Unser Anspruch ist der, dass sich jede Mannschaft an uns messen muss und nicht wir an ihnen. Wir können schon sagen: 'Wir sind die Vienna und wir wollen jedes Spiel gewinnen.'"

"Wir haben gezeigt, dass wir eine richtig coole Truppe sind", sagte Rosenberger – eine Truppe, die sich aber offenbar noch finden muss. Enengl sprach die große Umstrukturierung im Sommer an: "Uns war bewusst, dass es nicht von heute auf morgen geht und der Prozess dauern wird."

Galm lobt seine Mannschaft

Auch Liefering-Trainer Danny Galm wollte die positiven Momente aus dem Spiel mitnehmen. "Wir hatten eine Top-Energie auf dem Feld, haben das umgesetzt, was wir uns vorgenommen hatten, und sind sehr verdient in Führung gegangen", sagte der Deutsche.

"Unsere Mannschaft hat einem Aufstiegsaspiranten, einer sehr erfahrenen Truppe, in einem Heimspiel bei gefühlt 40 Grad riesige Probleme bereitet. Das war unser Ziel, gleichzeitig haben wir fußballerisch unser Spiel aufs Feld gebracht."

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Lieferings Danny Galm fand Lob für sein Team.
Foto: ©GEPA

Nach dem späten 2:2-Ausgleich der Vienna sei man allerdings auch enttäuscht über die verpassten drei Punkte. Die Salzburger waren nach der Gelb-Roten gegen Filip Matijasevic fast die gesamte zweite Hälfte in Unterzahl.

Wurde Liefering Elfmeter vorenthalten?

"Ich habe noch keine Bilder gesehen", sagte Galm zu der Gelb-Rot-Szene. "Für mich ist es so, dass beide Spieler zum Ball gehen und es eine unglückliche Situation ist. Weder der Vienna-Spieler noch unser Spieler hatte eine Verletzungsabsicht."

Die Reaktion auf den Platzverweis war dafür "genau das, was ich von meiner Mannschaft erwarte. Das wird sie in den nächsten Wochen und Monaten stärker machen", sagte Galm.

Bitter für die Salzburger: In der 73. Minute hätte es durchaus Elfmeter für Liefering geben können. Jürgen Bauer hatte Torschütze Kenneth Tejiri im Strafraum am Fuß getroffen. Die Pfeife von Schiedsrichter Stefan Ebner blieb stumm.

So blieb das Spiel offen und die Vienna schaffte das Comeback. Damit wandte die Enengl-Truppe nach dem 1:4 bei Austria Salzburg die zweite Niederlage in Folge ab. Liefering musste sich in der Vorrunde gegen Hertha Wels geschlagen geben (2:3). Beide Teams halten nun bei vier Punkten und sind Tabellennachbarn.

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