FC Juniors OÖ: Auf den Spuren von Red Bull

FC Juniors OÖ: Auf den Spuren von Red Bull Foto: © GEPA
 

Drei Amateur-Teams sind in der neuen 2. Liga zugelassen.

In der Premieren-Saison sind vorerst zwei mit dabei: Die Young Violets von Austria Wien sowie die Amateure des FC Wacker Innsbruck.

Beim FC Liefering handelt es sich bekanntlich nur um einen Kooperationsklub des FC Red Bull Salzburg, der juristisch gesehen als eigenständiger Klub gilt.

Wer damit Erfolg hat, wird naturgemäß kopiert. Die Kopie des FC Liefering heißt FC Juniors OÖ – ebenfalls ein eigenständiger Verein, der wiederum mit dem LASK kooperiert.

Trainer Ronald Brunmayr erklärt im Gespräch mit LAOLA1 die Hintergründe.

SV Lafnitz vs. FC Juniors OÖ - Freitag, 19:10 Uhr LIVE bei LAOLA1.tv (HIER >>>)

"Wissen, woher wir kommen"

Während beim FC Liefering auf die künstliche Distanz zu Salzburg auch im Wording speziell geachtet wird, macht Brunmayr keinen Hehl daraus, worum es beim FC Juniors OÖ geht.

"Wir sind ein eigenständiger Verein, aber natürlich in sehr enger Kooperation mit dem LASK, was das Sportliche anbelangt. Von den Strukturen sind wir losgelöst. Wir wissen aber, woher wir kommen und wollen auch Spieler für den LASK ausbilden", hält der frühere Stürmer fest.

Die LASK Juniors wurden vergangene Saison Vierter in der Regionalliga. Das hätte für den Aufstieg gereicht, weil Gleisdorf (2.) auf eine Zulassung für die neue 2. Liga verzichtete.

Weil aber während der Saison auch die Sturm Amateure gut im Rennen lagen und überhaupt unklar war, wie viele Amateur-Teams aus dem Osten bzw. Westen aufsteigen würden, entschied man sich für den "Liefering-Weg".

Deswegen hielten noch im Dezember 2017 die Verantwortlichen fest, dass die Juniors als eigenständiger Verein aufsteigen wollen.

Durchgängigkeit mit Akademie und Juniors

Seit Herbst 2016 ist der LASK Gesellschafter in der hiesigen Fußball-Akademie Linz, deren sportlicher Leiter Brunmayr ist. Auf diese Weise soll eine Durchgängigkeit erzielt werden.

"Wir haben sicher zwei, drei Generationen verloren, weil es keinen Verein über der Akademie gegeben hat. Spieler sind dann über Horn nach Lustenau herumgetingelt. Jetzt wollen wir die Durchgängigkeit nach oben bieten, deswegen wollten wir auch in die 2. Liga", erklärt Brunmayr.

Wie in Salzburg sollen die Akademie-Spieler via Kooperationsklub Spielpraxis sammeln.

Brunmayr: "Die Hälfte meiner Feldspieler sind nach 2000 geboren, wären also noch in der Akademie Linz spielberechtigt. Wir wollen jungen Spielern die Plattform 2. Liga bieten."

Tormann Tobias Lawal und die Feldspieler Nemanja Celic, David Bumberger und Inpyo Oh können etwa als Kooperationsspieler beim LASK sowie bei den Juniors eingesetzt werden.

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Verhaltensweisen als gemeinsamer Nenner

Die Spielphilosophie ist freilich ähnlich, Brunmayr verwendet diesbezüglich auch jenes Wort, das LASK-Trainer Oliver Glasner gerne in den Mund nimmt, wenn es um fußballerische Ausrichtung geht.

"Es sollten dieselben Verhaltensweisen wie beim LASK sichtbar sein", hält der frühere Stürmer, der 2002 Bundesliga-Torschützenkönig wurde (GAK) und auch 70 Spiele für die Austria machte, fest.

Glasner und Brunmayr kennen sich freilich aus ihrer gemeinsamen Ried-Zeit. Wenn es die Zeit zulässt, sieht sich der Cheftrainer auch die Spiele der Juniors an. Am vergangenen Sonntag ging das nicht.

Denn da verloren beide Teams zeitgleich – der LASK in Salzburg 1:3, die Juniors gegen die Amateure von Wacker Innsbruck mit 0:3. Bereits im Vorfeld hielt Brunmayr punkto Resultate Folgendes fest.

"Ergebnisse werden hier anders bewertet, weil wir wollen, dass einzelne Spieler weiterkommen. Resultate gehören aber natürlich dazu, es geht auch ums Siegen, das muss man entwickeln."

Ex-Stürmer Brunmayr sucht nicht das Rampenlicht

Der Klassenerhalt ist das Ziel, "aber noch viel wichtiger wäre es, wenn wir zwei, drei Spieler entwickeln, die für die Profis in Frage kommen."

Selbst hat Brunmayr nicht zwingend die Ambitionen ganz nach oben zu müssen.

"Das war für mich nie das Ziel oder der Antrieb. Ich wollte im Nachwuchs-Fußball Fuß fassen, das ist mir ganz gut gelungen, nachdem ich sieben Jahre dabei bin. Natürlich schaut man aber, dass man sich entwickelt. Dafür bin ich immer bereit."

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