FAC als Dritter: "Das konnte keiner ahnen"

FAC als Dritter: Foto: © GEPA
 

"Als wir am 20. Juni gemeinsam das Training aufgenommen haben, konnte keiner ahnen, wo wir bis zur Winterpause stehen würden", sagt Aleksandar Gitsov. Gemeinsam mit seinem Trainerkollegen Mitja Mörec hat er es geschafft, dass der FAC Wien auf dem dritten Tabellenplatz der Admiral 2. Liga überwintert.

Damit konnte zum Saisonstart wahrlich niemand rechnen. Doch das Trainerduo hat aus dem neu zusammengestellten Kader - elf der 20 eingesetzten Spieler sind Neuzugänge - schnell eine Mannschaft geformt.

Mörec berichtet: "Der Mannschaft ist es sehr schnell gelungen, einen super Teamgeist zu entwickeln. Wir haben heuer vor der Saison gemeinsam mit Sportdirektor Lukas Fischer sehr darauf geachtet, Spieler zu verpflichten, die vor allem charakterlich überzeugen."

Gute Mischung

Goalie Lukas Gütlbauer, Leihgabe von der SV Ried, hat sich zu einem der besten Keeper der Liga gemausert und den Sprung ins U21-Nationalteam geschafft. Patrick Puchegger, aus Amstetten gekommen, erweist sich als absoluter Leistungsträger in der Innenverteidigung. Der Portugiese Joao Oliveira ist mit sechs Toren bester Torschütze, hätte er nicht vier Spiele verletzungsbedingt verpasst, sähe seine Bilanz wohl noch besser aus. Linksverteidiger Jan Gassmann blüht nach seinem Slowenien-Intermezzo in der Vorsaison wieder auf.

Gemeinsam mit routinierten Kräften wie Mirnes Becirovic, Christian Bubalovic, Marco Krainz und Martin Rasner sorgen eher jüngere, trotzdem schon durchaus erfahrene Kicker für eine gute Mischung.

Der FAC-Weg

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Und dann wäre da noch etwas, wie Gitsov verrät: "Entscheidend ist für mich gewesen, dass wir uns vor gut einem Jahr dazu entschieden haben, einen gemeinsamen Weg, eine Identität und Spielidee zu entwickeln, die zum FAC passt und die von allen getragen wird. Das ist das Geheimnis des jüngsten Erfolges für mich. Es ist nicht der Weg von Mitja Mörec, Aleksandar Gitsov oder Lukas Fischer, sondern der FAC-Weg."

"Ziel muss es sein, den eingeschlagenen Weg weiterzugehen. Ein Vorteil ist sicherlich, dass wir uns als Mannschaft schnell gefunden haben und ein eingespieltes Team sind. Wir wissen, wo wir als Verein stehen und auch, was wir voneinander erwarten können. Wenn die Leute uns sehen, sollen sie wissen, dass das der FAC ist, der da auf dem Platz steht", so der 34-jährige Bulgare, der seit Sommer 2019 beim Verein arbeitet.

Ein funktionierendes Duo

Seit einem Jahr ist auch Mörec an Bord. Die Zusammenarbeit funktioniert. Gitsov berichtet: "Mitja und mich verbindet mittlerweile auch außerhalb des Platzes eine Freundschaft, auch wenn wir ganz unterschiedliche Charaktere sind und meiner sicher nicht sehr einfach ist. Für mich persönlich ist es immer klar gewesen, dass ich einen Trainer an meiner Seite brauche, der Erfahrungen als Spieler auf Profiniveau mitbringt. Das unterstützt mich in meiner Arbeit sehr und hilft mir, mich weiterzuentwickeln. Umgekehrt glaube ich, dass auch Mitja von meinen Erfahrungen als Trainer profitieren kann. Am Ende ist es wohl die Mischung, die scheinbar auch für die Mannschaft passt."

Das Duo hat es über den gesamten Herbst hinweg geschafft, mit einer überaus stabilen Defensive zu operieren - lediglich elf Gegentreffer haben die Floridsdorfer in 16 Runden kassiert, neun Mal stand beim Abpfiff die Null.

Wohin soll die Reise im Frühjahr gehen? Mörec sagt: "Luft nach oben gibt es im Fußball immer. Ich glaube aber auch, dass man sich immer hohe Ziele stecken sollte. Wir werden versuchen, im oberen Bereich der Tabelle zu bleiben, das wird eine große Herausforderung werden. Im Fußball kann es schnell gehen, daher ist es wichtig, dass wir als Mannschaft auch zusammenhalten, wenn einmal ein oder zwei Niederlagen in Serie kommen. Gerade dann müssen wir als Team stark bleiben. Wenn die Mannschaft ihren Teamgeist so beibehalten kann, bin ich sicher, dass wir auch in schwierigen Momenten bestehen können."

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