"Blackout" kostet Podestplatz

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Pinter schrammt hauchdünn am Podest vorbei

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Die überraschend gut in die Saison gestarteten österreichischen Biathleten haben den nächsten Podestplatz im ersten von drei Heimbewerben in Hochfilzen am Freitag nur knapp verpasst.

Fritz Pinter wurde im Sprint über 10 km nach starker Laufleistung und einem Schießfehler Vierter.

Auf den dritten ÖSV-Stockerlplatz des Winters und den überhaupt ersten in einem Hochfilzen-Sprint fehlten dem wiedererstarkten Routinier elf Sekunden.

Krimi um den Sieg

Den Sieg bei strahlend-kaltem Winterwetter sicherte sich der Deutsche Andreas Birnbacher (0 Fehler), der Weltmeister Martin Fourcade (1) aus Frankreich um nur 0,4 Sekunden distanzierte.

Dritter wurde der Slowene Jakov Fak (1). Außer Pinter kam diesmal kein Österreicher in die Top 20. Damit ruhen die Hoffnungen der rot-weiß-roten Fans in der Verfolgung am Samstag (12.45 Uhr) vor allem auf dem 34-jährigen Wahl-Tiroler.

Stehend-"Blackout"

Der auch bereits zu Saisonbeginn überzeugende Pinter (6. und 12.) büßte den möglichen Stockerlplatz mit einem "Blackout" beim Stehendanschlag und insgesamt langsamer Schießzeit ein.

"Der eine Fehler war nicht einmal auf der Scheibe, keine Ahnung was da passiert ist, das ist natürlich schade."

"Aber ich genieße das richtig, ich hatte schon lange kein so gutes Rennen mehr vor heimischer Kulisse. Ich freue mich natürlich sehr", sagte der auch vor sechs Jahren im Hochfilzen-Sprint viertplatzierte gebürtige Kärntner, der im Gesamtweltcup auf Rang fünf vorrückte.

Sumann nicht im Verfolger

Dominik Landertinger (24./2 Schießfehler) und der fehlerfrei gebliebene Simon Eder (27.) haben am Samstag mit gut einer Minute Rückstand ebenfalls noch Aussicht auf Spitzenplätze.

Auch Julian Eberhard ist nach der zweitbesten Laufzeit, aber vier Fehlschüssen als 42. in der Verfolgung dabei. Der im ersten Sprint der Saison noch drittplatzierte Christoph Sumann schoss sich mit drei Fehlern als 61. hingegen aus dem 60er-Starterfeld.

Krug ist zufrieden

Der neue ÖSV-Cheftrainer Remo Krug zeigte sich mit dem Abschneiden im ersten Heimrennen zufrieden.

"Die Mannschaft ist gut in Form. Wir halten läuferisch vorne mit. Fritz (Anm.: 3. Laufzeit) hat sich hervorragend geschlagen und seine Aufwärtstendenz deutlich untermauert. Er ist schon seit geraumer Zeit sehr stabil, heute hat er sogar noch einen Zacken draufgelegt", erklärte der Deutsche.

Eder läuft hinterher

Topschütze Eder konnte wie schon in Östersund in der Loipe nicht mithalten.

"Das ist das Maximum momentan. Ich quetsche im Laufen alles raus, was geht", meinte der Saalfeldener, der über Weihnachten an seiner wegen einer Erkrankung im November noch nicht optimalen Laufform feilen will.

Landertinger zuversichtlich

Lokalmatador Landertinger verausgabte sich vor dem abschließenden Stehendschießen (2 Fehler) offenbar zu sehr.

"Man muss aber das Positive sehen, das Stehendschießen und das Laufen waren gut. Morgen greife ich wieder voll an", versicherte der beim Saisonauftakt im Einzel noch zweitplatzierte Ex-Massenstart-Weltmeister.

Sumann vergab indes alle Chancen mit drei "Nieten" bereits beim ersten Schießen. "Das ist ärgerlich. Läuferisch war ich heute aber auch nicht in Überform", meinte der neuerdings in Tirol lebende Steirer, der sich sein 300. Weltcuprennen sicher ganz anders vorgestellt hatte.

"Birnei" ist "glücklich"

Grund zur Freude hatte hingegen Tagessieger Birnbacher.

"Im Sprint hätte ich nicht damit gerechnet, weil ich mich gestern gar nicht gut gefühlt habe. Ich bin wahnsinnig glücklich über den Sieg", meinte der zum insgesamt fünften Mal erfolgreiche Bayer, der Weltcupspitzenreiter Fourcade mit einer starken Schlussrunde den dritten Saisonsieg noch weggeschnappt hatte.

Erste Niederlage für Berger

Die Norwegerin Tora Berger hat sich im vierten Saisonbewerb erstmals geschlagen geben müssen. Die Doppelweltmeisterin 2012 belegte am im Sprint nach einem Fehlschuss Platz drei.

Der Sieg ging an die beim Weltcupauftakt zweimal zweitplatzierte Weißrussin Darya Domracheva, die sich 4,7 Sekunden vor Kaisa Mäkäräinen (FIN/beide 1 Fehler) durchsetzte. Die Österreicherinnen zeigten nach eigenen Angaben "katastrophale " Leistungen.

Schwabl hat sich "gequält"

Iris Schwabl (vormals Waldhuber) qualifizierte sich mit einem Schießfehler als 60. gerade noch für die Verfolgung am Samstag (15.00 Uhr).

"Beim Laufen war es eine Katastrophe, ich habe mich sehr gequält", meinte Schwabl. Romana Schrempf erlebte am Schießstand ein Debakel und traf nur drei der zehn Scheiben, womit sie 100. wurde. "Beim Schießen war das eine Katastrophe, da braucht man nicht lange herumreden", konstatierte Schrempf.

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