"Queen Lindsey" Klasse für sich

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Krönender Schlusspunkt unter Traumsaison

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Neue Piste, frühlingsweicher Schnee, ungünstige Startnummer - alles kein Problem für Lindsey Vonn.

Die US-Amerikanerin gewann am Mittwoch die WM-Abfahrtsgeneralprobe in Schladming und fixierte mit dem zwölften Saisonerfolg einen neuen persönlichen Rekord, Allzeit-Beste ist die Schweizerin Vreni Schneider mit 14.

Vonn setzte sich bei ihrem 53. Karriereerfolg vor der Französin Marion Rolland (0,92 Sekunden zurück) und der Slowenin Tina Maze (1,22) durch, beste Österreicherin war Elisabeth Görgl als enttäuschende Neunte (1,92).

Auf Rekordjagd

Vonn hält nun bei 1.908 Zählern, sie kann nach dem 26. Abfahrts-Weltcupsieg, mit dem sie auch Franz Klammer überflügelte (25), noch die Saison-Punkte-Rekordmarke von 2.000 des Flachauers Herrmann Maier knacken.

"Das ist definitiv meine beste Saison", jubelte Vonn im strahlenden Sonnenschein am Fuße der Planai.

"12 Siege sind wirklich unglaublich. Das wird morgen noch ein Kampf, ich werde schauen, dass ich die 2.000 Punkte noch schaffe, das ist mein Ziel. Aber ich habe nie daran gedacht, dass ich so viele Punkte machen kann."

Die Österreicherin Annemarie Moser-Pröll hat in ihrer Karriere 62 Weltcuprennen gewonnen, dahinter folgen Schneider (55) und Vonn, die die Schweizerin schon bald erreichen könnte. Auf deren 36 Abfahrtssiege fehlt aber noch ein bisschen.

Görgl mit fehlerhaftem Abschluss

In der Abfahrts-Saisonwertung landete Görgl hinter Pokalgewinnerin Vonn und der Liechtensteinerin Tina Weirather auf Rang drei, mit ihrer Tagesleistung war die Steirerin nicht unzufrieden, obwohl sie weit weg von der Spitzenzeit war.

"Bei der letzten Kurve habe ich gewusst, dass ich da draußen gewesen bin, und dass das nicht schnell war. Aber der Grundspeed war sehr gut, auf dem kann ich gut aufbauen für die nächste Saison", sagte die 31-Jährige, die meinte, dass die Piste nicht mehr viel zugelassen habe.

"Wenn es härter ist, dann passt es", merkte die Bad-Kleinkirchheim-Siegerin mit Blick auf die WM 2013 an.

Keine Punkte für Fischbacher und Fenninger

Andrea Fischbacher hatte als 16. bereits 2,75 Sekunden Rückstand und schaffte damit auch am Saisonende nicht die Kehrtwende nach einer verkorksten Saison.

Anna Fenninger wurde 19. mit einer 2,81-Sekunden-Packung. "Es ist einfach ein bisserl zu flach, da tue ich mir so schwer. Der Schnee ist so tot", meinte die Salzburgerin, die am Donnerstag im Super-G noch eine Mini-Chance auf die kleine Kristallkugel hat.

Weirather mit Saison zufrieden

Als Tagesvierte an ihre sehr guten Saisonleistungen knüpfte Weirather an.

Ihr Vater Harti Weirather hatte 1982 bei der WM in Schladming für Österreich Abfahrtsgold gewonnen und war am Mittwoch unter den Zuschauern, als seine Tochter über die "Streicher" raste.

"Nach ihrem letztem Kreuzbandriss habe ich ihr empfohlen aufzuhören, aber sie hat zum Glück nicht auf mich gehört. Skifahren ist ihr Leben", sagte der stolze Vater.

Und die Tochter meinte: "Ich bin total zufrieden und hätte mir nie träumen lassen, dass ich Zweite im Abfahrtsweltcup werde."

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