Die Graz99ers und HC Znojmo waren am Sonntag in der Erste Bank Eishockey Liga die großen Gewinner in der vorletzten Runde der Qualifikationsrunde.
Graz besiegte die Vienna Capitals mit 2:1, Znojmo setzte sich gegen den VSV mit 3:2 durch. Damit führt Znojmo vor der abschließenden Runde am Dienstag mit 11 Punkten vor Graz (10) sowie den Capitals und dem VSV (je 9).
Rechenspiele
Znojmo und Graz haben vor den Dienstag-Spielen VSV-Graz und Capitals-Jesenice nun die besten Karten auf die zwei noch offenen Tickets für das Viertelfinale, auch wenn die Caps und der VSV noch nicht aus dem Rennen sind.
Graz kann mit einem Auswärtssieg alles klar machen. Die spielfreien Tschechen würden nur dann ausscheiden, wenn Graz gewinnt und die Capitals gegen Jesenice mit zumindest fünf Toren Differenz gewinnen.
Villach benötigt einen Sieg nach 60 Minuten gegen Graz und Schützenhilfe von Jesenice in Form eines Sieges gegen die Capitals. Die Wiener müssen Jesenice schlagen und würden zudem entweder einen Sieg des VSV nach 60 Minuten benötigen oder brauchen bei einem Grazer Erfolg einen hohen Sieg gegen Jesenice (plus 5).
Losentscheid möglich
Sollten alle vier Mannschaften nach den Dienstag-Spielen bei 11 Punkten halten (Sieg der Capitals und Sieg von Villach nach Verlängerung oder Penaltyschießen), wären aufgrund der direkten Duelle Znojmo und Graz weiter.
Selbst ein Losentscheid könnte nötig sein, um am Dienstag den letzten Aufsteiger ins Viertelfinale zu ermitteln. Sollte Graz gegen den VSV gewinnen und die Vienna Capitals gegen Jesenice mit 9:5 siegen, müsste zwischen Znojmo und den Caps das Los entscheiden. Dann hätten beide Clubs nämlich jeweils 11 Punkte, in den direkten Duellen in der Qualifikationsrunde jeweils einen Sieg und 8:8 Tore und in weiterer Folge auch jeweils 28:22 Tore.
KAC mit Frustbewältigung
In der Platzierungsrunde verloren am Sonntag die schon als Sieger feststehenden Black Wings Linz bei Fehervar mit 3:6 und damit erstmals in dieser Saison gegen die Ungarn. Medvescak Zagreb besiegte zu Hause Titelverteidiger Red Bull Salzburg mit 5:3, der KAC fertigte Olimpija Ljubljana mit 7:3 ab.
Fehervar AV19 - Black Wings Linz 6:3
Ohne Kapitän Philipp Lukas, der sich am Freitag verletzt hatte und voraussichtlich vier Wochen ausfällt, führten die Linzer durch Treffer von Justin Keller (7.), Martin Mairitsch (12.) und Jan-Axel Alavaara (32.) bis zur zweiten Pause mit 3:1. Doch Palkovics mit zwei Treffern (43., 55./PP), Sofron (45./PP2), Kovacs (48.) und Pihaly (59./empty net) drehten die Partie noch.
Fehervar - Black Wings Linz 6:3 (1:2,0:1,5:0)
Szekesfehervar, 3.500, SR Dremelj/Jelinek. Tore: Kovacs (16., 48.), Palkovics (43., 55./PP), Sofron (45./PP2), Mihaly (59./empty net) bzw. Keller (7.), Mairitsch (13.), Alavaara (32./PP)
Strafminuten: 10 bzw. 18 plus Spieldauerdisziplinar Irman.
Medvescak Zagreb - RB Salzburg 5:3
Medvescak Zagreb - RB Salzburg 5:3 (2:2,1:1,2:0)
Zagreb, Dom Sportova, 6.500, SR Fussi
Tore: Zanoski (8.), Letang (19.), Waugh (22.), Kinasewich (41.), Kostovic (60.) bzw. Pöck (9.), Kristler (15.), Heinrich (38.)
Strafminuten: 20 plus 10 Prpic bzw. 10 plus 10 Schiechl
KAC - Olimpija Ljubljana 7:3
Auf dem Eis gaben sich die Kärntner keine Blöße. Der Rekordmeister dominierte nach Belieben, erzielte mehr Treffer als in den vergangenen sechs Partien, von denen er nur eine einzige gewonnen hatten, zusammen. Drei Tore gingen alleine auf das Konto von Thomas Hundertpfund (30., 45., 59./SH). Dazu trafen Gregor Hager (7./PP), Thomas Koch (28.) und Markus Pirmann (36.). Auch der neue russische Verteidiger Andrej Sjusin trug sich erstmals für den KAC in die Schützenliste ein (44.).
Der Kantersieg reduzierte auch den Druck auf KAC-Trainer Manny Viveiros, der zuletzt bereits in die Kritik geraten war. Trotz ansteigender Form haben die "Rotjacken" aber keine Chance mehr auf Heimrecht im Viertelfinale. Die KAC-Fans protestierten gegen die verteuerten Play-off-Tickets. In der 15. Minute verließen rund zwei Drittel der fast 4.000 Zuschauer die Tribünen, kehrten erst im zweiten Abschnitt zurück. "Ab(o)zocker - euer Dank für unsere Treue", stand auf einem Transparent zu lesen.
KAC - Olimpija Ljubljana 7:3 (1:0,3:1,3:2)
Klagenfurter Stadthalle, 3.912 Zuschauer, SR Gebei/Graber
Tore: Hager (7./PP), Koch (28.), Hundertpfund (30., 45., 59./SH), Pirmann (36.), Sjusin (44.) bzw. Pance (22./PP, 44.), Taylor (49./PP). Strafminuten: 14 bzw. 8
HC Znojmo-VSV 3:2
Am Sonntag verspielten die Adler im Schlussdrittel eine bessere Ausgangsposition. Nach der Führung durch Petr Kanko (20./PP) gelang Rob Shearer in der 31. Minute der Ausgleich, doch Martin Podesva (41.) und Antonin Boruta (49./PP) schossen die Tschechen noch zum Sieg. Peintners-Anschlusstreffer zehn Sekunden vor der Schlusssirene kam zu spät. Znojmo führt damit die Tabelle vor der Schlussrunde an, ist aber am Dienstag spielfrei und noch nicht ganz durch. Sollte Graz am Dienstag in Villach gewinnen und die Caps mit mindestens fünf Toren Differenz gegen Jesenice, wären Graz und die Capitals weiter.
HC Znojmo - VSV 3:2 (1:0,0:1,2:1)
Znaim, 2.654, SR Kincses/Trilar
Tore: Kanko (20./PP), Podesva (41.), Boruta (49./PP) bzw. Shearer (31.), Peintner (60./PP)
Strafminuten: 16 bzw. 22 plus 10 Disziplinar Weller.
Graz99ers - Vienna Capitals 2:1
Im ersten Drittel lieferten sich die beiden Teams einen offenen Schlagabtausch, wobei die 99ers den besseren Start erwischten. Bereits in der vierten Minute sorgte Olivier Lattendresse für die 1:0-Führung der Gastgeber. Die Wiener gaben aber Kontra und konnten in der 17. Minute durch Francois Fortier den Ausgleich zum 1:1 herstellen. Im Mitteldrittel, das torlos blieb, hatten die Capitals mehr vom Spiel und fanden auch die besseren Chancen vor. Nathan Robinson vergab in der 37. Minute sogar einen Penalty für die Gäste aus Wien.
Im letzten Spielabschnitt blieb es dem Grazer Manuel Ganahl vorbehalten, das Goldtor für die 99ers zu erzielen. Der Stürmer fasste sich in der 46. Minute ein Herz und traf von der blauen Linie zum entscheidenden 2:1.
Graz 99ers - Vienna Capitals 2:1 (1:1,0:0,1:0)
Eishalle Liebenau, 3.820, SR Kellner, Smetana
Tore: Dahlman (4.), Ganahl (46.) bzw. Fortier (17./PP)
Strafminuten: 6 bzw. 2