Der KAC rettet sich gegen Znojmo in die Overtime, wo Lammers die Kärntner mit dem Treffer zum 4:3 erlöst. In der Tabelle überholen die Rotjacken den Vierten Ljubljana, der bei Nachzügler Graz überraschend mit 2:4 verliert.
Der Dritte Zagreb unterliegt dem VSV 1:2 n.P.. Fehervar gewinnt 5:4 n.V. auswärts bei Schlusslicht Jesenice.
RB Salzburg - Black Wings Linz 2:5
Die Black Wings Linz sind weiterhin das Maß aller Dinge. Der Tabellenführer setzte sich im großen Schlager bei Meister RB Salzburg mit 5:2 (2:1,1:1,2:0) durch. Die Linzer bauten ihren Vorsprung auf den ersten Verfolger, der zuletzt auf internationaler Ebene mit dem Gewinn der European Trophy überzeugt hat, damit auf sieben Punkte aus.
Die Salzburger wirkten nach ihrem Sieg beim Salute-Turnier, das sie zu einem ihrer Höhepunkte erklärt hatten, müde. Die Linzer sahen nach dem 100. EBEL-Tor des US-Legionärs Patrick Leahy, der seit 2007 für die Black Wings spielt, zum 3:1 bereits wie die sicheren Sieger aus (28.). Die Bullen agierten ideenlos, bis sie der Anschlusstreffer durch einen platzierten Flachschuss von Doug Lynch von der blauen Linie ins Spiel zurückbrachte (37.).
Salzburg drängte danach auf den Ausgleich, Ex-Teamstürmer Philipp Lukas sorgte mit einem Gegenstoß in Unterzahl aber für die Vorentscheidung (52.). Leahy erzielte mit seinem zweiten Treffer ins leere Tor den Endstand (60.). Die Linzer haben damit alle drei Saisonduelle mit den Salzburgern gewonnen. Die Bullen bleiben zwar das beste Heimteam der Liga, haben aber zwei ihrer drei Niederlagen im Volksgarten gegen die Black Wings kassiert.
RB Salzburg - Black Wings Linz 2:5 (1:2,1:1,0:2)
Eisarena Volksgarten, 3.200, SR Aumüller/Bogen
Tore: Bois (7.), Lynch (37./PP) bzw. Baumgartner (4.), Keller (8.), Leahy (28.,
60./EN), P. Lukas (52./SH)
Strafminuten: 6 plus Spieldauer-Disziplinar Bois bzw. 10
KAC - HC Znojmo 4:3 n.V.
Österreichs Eishockey-Rekordmeister KAC hat einen mühevollen Heimsieg gefeiert. Die ersatzgeschwächten Klagenfurter erkämpften gegen den Tabellenvorletzten Znojmo ein 4:3 (2:1,0:1,1:1 - 1:0) nach Verlängerung und stießen damit auf Rang vier vor.
Dabei begann die Partie mit dem 0:1 durch Havlik schon nach 55 Sekunden denkbar schlecht für die Kärntner. Acht Minuten später folgte für lange Zeit das einzige echte Highlight aus KAC-Sicht: Nach dem Ausgleich durch Hundertpfund kam es zum traditionellen "Teddy Bear Toss" - ein Großteil der 4.179 Zuschauer warf anlässlich des ersten Treffers der Heimmannschaft im letzten Match vor Weihnachten Plüschtiere aufs Eis, die an gemeinnützige Institutionen verteilt werden.
Diese Aktion führte zu einer rund zehnminütigen Unterbrechung. Danach schien der KAC kurzfristig besser in die Gänge zu kommen und stellte durch Hager (20.) im Powerplay auf 2:1, doch wenig später schien sich die Partie dank Toren von Haman (28.) und Stehlik (45.) jeweils in Überzahl in Richtung Gästeteam zu drehen. Brandner (52./PP) rettete die über weite Strecken enttäuschenden Klagenfurter schließlich in die Overtime, wo sie mit dem Treffer von Lammers (63./PP) das bessere Ende für sich hatten.
KAC - HC Znojmo 4:3 n.V. (2:1,0:1,1:1/1:0)
Klagenfurter Stadthalle, 4.179, SR Fussi, Potocan
'Tore: Hundertpfund (9.), Hager (20./PP), Brandner (52./PP), Lammers (63.) bzw. Havlik (1.), Haman (28./PP), Stehlik (45./PP)
Strafminuten: 10 bzw. 12 plus Spieldauer Kanko
VSV - Medvescak Zagreb 2:1 n.P.
Der VSV hat im Rennen um Platz sechs und die direkte Play-off-Qualifikation einen 2:1-Heimsieg nach Penaltyschießen gegen den Tabellendritten Medvescak Zagreb gelandet. Zum Matchwinner für die Kärntner avancierte Kevin Mitchell, der nicht nur im Mitteldrittel mit einem Gewaltschuss den Ausgleich erzielte (32.), sondern auch den entscheidenden Penalty verwertete.
Der VSV hat damit sieben seiner vergangenen acht Heimspiele gewonnen. Lediglich gegen den Lokalrivalen KAC setzte es eine 1:4-Pleite. Zudem gelang den Villachern nach zuletzt zwei Niederlagen in dieser Saison der erste volle Erfolg gegen Zagreb. Den Kärntnern fehlen allerdings wie den Vienna Capitals immer noch fünf Punkte auf Platz sechs, den derzeit Fehervar und Ljubljana einnehmen.
Die Villacher gaben in einer rassigen Partie vor 3.500 Zuschauern nur in der Anfangsphase den Ton an, scheiterten aber an Michael Ouzas, der den wegen zu vieler Einsätze geschonten Topgoalie Robert Kristan im Zagreb-Tor würdig vertrat. Kapitän Alan Letang brachte die Gäste unter Mithilfe des ansonsten starken VSV-Goalies Bernhard Starkbaum in Führung (28.). Mitchell gelang in 5:3-Überzahl aber der verdiente Ausgleich.
VSV - Medvescak Zagreb 2:1 n.P. (0:0,1:1,0:0-0:0,1:0)
Villacher Stadthalle, 3.500, SR Trilar/Jelinek
Tore: Mitchell (32./PP2, entscheidender Penalty) bzw. Letang (28.)
Strafminuten: 6 bzw. 12 plus 10 Disziplinar Zanoski
Graz99ers - Olimpija Ljubljana 4:2
Die Graz 99ers haben gegen Olimpija Ljubljana in der Eishalle Liebenau vor nur 950 Zusehern mit 4:2 (1:0,1:2,2:0) gewonnen. Die Steirer machten damit ihren ersten Heimsieg seit einem Monat perfekt. Matthias Iberer avancierte mit zwei Treffern zum Matchwinner.
Gleich vom Start weg übernahmen die 99ers gegen die favorisierten Laibacher das Kommando und spielten Chance um Chance heraus. Es dauerte aber bis zur 15. Minute, ehe Iberer zum 1:0 für die Grazer traf. Im Mitteldrittel erhöhte Bisaillon auf 2:0. Die Slowenen konterten jedoch und stellten durch Treffer von Fraser (29.) und Hughes (36.) noch im mittleren Spielabschnitt auf 2:2.
Im Schlussdrittel legten die Steirer einen Blitzstart hin. Wieder war es Iberer, der mit seinem zweiten Tor nur 22 Sekunden nach dem Start zum 3:2 einschoss. Die Gäste aus Ljubljana drängten danach vehement auf den Ausgleich, die Hausherren brachten den Vorsprung aber mit einer soliden Abwehrleistung über die Distanz. Zehn Sekunden vor dem Ende stellte Blatny den Endstand von 4:2 her, als er ins leere Laibacher Tor traf.
Graz 99ers - Olimpija Ljubljana 4:2 (1:0,1:2,2:0)
Eishalle Liebenau, 950, SR Gebei, Jelinek
Tore: Iberer (15., 41.), Bisaillon (25.), Blatny (60./EN) bzw. Fraser (29.), Hughes (36.)
Strafminuten: 10 bzw. 14
HK Jesenice - Fehervar AV 19 4:5 n.V.
Wie schon in den letzten beiden Heimspielen stand der Sieger in Jesenice nach drei Dritteln noch nicht fest. Bis zum 5:4-Sieg von Fehervar dank eines Overtime-Treffers von Pratt (65.) wurde den knapp 800 Eishockey-Fans in Jesenice aber wieder einiges geboten.
Die Anfangsphase gehörte Antti Pusa. Der Finne eröffnete den Torreigen bereits in der vierten Minute nach Dolinsek-Zuspiel und erhöhte in Minute sechs bei Zwei-Mann-Überzahl auf 2:0. Die im ersten Drittel harmlosen Ungarn nutzten ihrerseits ein Powerplay zum Anschlusstreffer durch Sofron (17.). In den zweiten 20 Minuten kamen die Gäste besser in die Partie und erzielten durch Vas (33.) den Ausgleich.
Im Schluss-Drittel ging es dann Schlag auf Schlag. Zunächst stellten Manfreda (44.) und Grahut (45.) innerhalb von 50 Sekunden auf 4:2, Mihaly (47.PP) und Sille (48.) glichen aber binnen weniger Minuten wieder aus. Es ging in die Verlängerung, aus der die Ungarn als glücklicheres Team hervorgingen.
Jesenice - Fehervar 4:5 n.V. (2:1,0:1,2:2,0:1)
Jesenice, 887, SR Altersberger
Tore: Pusa (4., 6.PP2), Manfreda (44.), Grahut (45.), bzw. Sofron (17.PP), Vas (33.), Mihaly (47.PP), Sille (48.), Pratt (65.)