Aus is', wenn's aus is'

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Der VSV jubelte zu früh

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Den Black Wings Linz gelang in der 11. EBEL-Runde eine wahre Meisterleistung. Nach 0:3-Rückstand drehten die Oberösterreicher die Partie gegen den VSV und feierten am Ende noch einen 5:3-Sieg. 

Zwei Powerplay-Doppelschläge von P. Lukas (43./PP2), Latendresse (44., 52.) und Kozek (52.) schockten die Villacher, die dank Johner, Schofield und Petrik schon klar voran waren.

Salzburg feierte bei den Capitals dank drei starken Minuten ein 3:0, Ferriero (31., 34.) und Duncan (34.) trafen für den Meister. Graz kam mit einem 4:3 in Bozen zum zweiten Auswärtssieg und gab damit die rote Laterne an Ljubljana ab, das zeitgleich eine 3:4-Schlappe gegen Dornbirn hinnehmen musste.

Tabellenführer Znjomo feierte einen klaren 5:0-Sieg über Innsbruck. Lattner (17.) brachte die Tschechen in Führung, Sedivy (26.) und Sulak (33.) erhöhten. Boruta machte in Minute 41 alles klar, in Minute 52 erzielte Topscorer Yellow Horn den Schlusspunkt.

Der KAC verlor in Fehervar 1:2 n. P., nachdem Lundmark (52.) die Klagenfurter spät ins Spiel zurückgeholt hatte. Den entscheidenden Penalty verwertete Chris Francis.
 

LAOLA1 hat alle Facts zur 11. EBEL-Runde:

Black Wings Linz - Villacher SV 5:3 (0:2, 1:1, 4:0)

Tore: Göhringer (36.), P. Lukas (43./PP2), Latendresse (44./PP, 52./PP), Koze (52.); Johner (6./PP), Schofield (10./PP), Petrik (36.).

Linz, 3.950 Zuschauer. Strafminuten: 12 bzw. 18.


Das Spiel dauert 60 Minuten: Man sah ein sensationelles Comeback der Black Wings, die das Match nach einem 0:3-Rückstand noch auf den Kopf stellten. Kopflos dabei die Adler, die sich im Schlussdrittel gleich vier Stück einfingen - und das in Führung liegend.

Im Mittelmaß hängen geblieben: Die kleine, aber vor allem feine Siegesserie der Villacher ging damit jäh zu Ende. Nach dem 3:1 bei Meister Salzburg, dem 4:2 über Tabellenführer Znojmo sowie einem 5:1 über Erzrivalen KAC galten die Blauen als das Team der Stunde. Umso überraschender, dass sich der VSV in Linz trotzdem die Butter noch vom Brot nehmen ließ.

Undiszipliniert und unrund: Linz schlug vor allem aus den vielen Villacher Strafen im Schlussdrittel Kapital. Unterluggauer, Johner sowie jeweils zweimal McKiernan und Pance haben den VSV im Finish zu sehr außer Tritt gebracht.

 Vienna Capitals - Red Bull Salzburg 0:3 (0:0, 0:3, 0:0)

Tore: Ferriero (31., 34.), Duncan (34.).

Wien, 3.900 Zuschauer. Strafminuten: je 30.

 

Die Sirene blieb stumm: Erstmals in dieser Saison blieb die zweitstärkste Offensive - jetzt gleichauf mit Salzburg - ohne eigenen Torerfolg. Auch die Punkteserie von Derek Whitmore, der in den acht Partien zuvor stets scoren konnte, riss damit logischerweise. Die Capitals zeigten sich zu berechenbar, das Team von Dan Ratushny war gut auf den Gegner eingestellt.

Das Beamtentum schlug zu: So kleinlich wie im Eissportzentrum Kagran wurde in der Erste Bank Eishockey Liga noch nicht oft gepfiffen. Zwar war die Partie schon aufgrund der Natur der Paarung nicht ohne Emotionen geführt, trotzdem sprachen 30 Strafminuten beiderseits eine deutliche Sprache. Erstaunlich, dass sich beide Penaltykilling-Einheiten nichts zu Schulden kommen ließen.

Hat man kein Glück...: Die ersten beiden Gegentreffer fielen aus Sicht der Hausherren denkbar unglücklich. Ein abgefälschter Weitschuss, der vor dem leeren Tor liegen blieb, markierte das 0:1. Drei Minuten später klingelte es nach einem Missverständnis in der eigenen Zone. Dann war das Momentum klar verteilt, Ferriero brauchte nur Sekunden für die Entscheidung.

 HC Znojmo - HC Innsbruck 5:0 (1:0, 2:0, 2:0)

Tore: Lattner (17.), Sedivy (26.), Sulak (33.), Boruta (41.), Yellow Horn (52.).

Znojmo, 2.312 Zuschauer. Strafminuten: 21+Spieldauer Csamango bzw. 23.


Er scort und scort: Colton Yellow Horn, seines Zeichen Top-Scorer der EBEL, ist derzeit nicht zu stoppen. Den ersten Treffer von Lattner leitete er geschickt ein, den Schlusspunkt zum 5:0 setzte er selbst. In der heurigen Saison hat noch niemand ein Mittel gegen den treffsicheren Kanadier gefunden.

41:23: Nein, keine halbwegs spannendes NFL-Ergebnis, sondern die Strafminuten der beiden Teams. Ab Minute 30 wechselten sich beide Teams lustig mit den jeweiligen Powerplays ab - die Treffer fielen aber alle bei Gleichzahl auf dem Feld. Die Schlägerei zwischen Csamango und Saringer beim Stand von 5:0 in Minute 57 gehört in die Kategorie "äußerst unnötig".

HC Bozen - Graz99ers 3:4 (0:2, 0:0, 3:2)

Tore: Vause (41., 58.), Insam (47./PP) bzw. Poulsen (10./PP), Brophey (11.), Fornataro (42.), Werner (49.).

Bozen, 1.575 Zuschauer. Strafminuten: je 10.

 

Der verspätete Trainereffekt: Im dritten Spiel unter Neo-Coach Ivo Jan klappte es für die Grazer, damit riss die acht Spiele andauernde Negativserie. Das 4:3 in Bozen war der zweite Auswärtssieg der Saison. Erst zum vierten Mal trafen die Steirer öfter als ein Mal, in den vorhergehenden drei Partien, in denen dies der Fall gewesen war, verließ man die Eisfläche aber als unterlegene Mannschaft.

Der Hexer im Tor: Bozen war offensiv die präsentere Mannschaft, aber mit einem Mann wie Sebastian Dahm im Tor brennt so schnell nichts an. Es dauerte bis zum Schlussdrittel, ehe der Däne mit drei der insgesamt 50 Torschüsse bezwungen werden konnte. Aber: Die Gäste hatten immer eine Antwort parat und stellten den Zwei-Tore-Vorsprung stets innerhalb von Momenten wieder her.

Die rote Laterne abgegeben: Mit diesem Dreipunkter haben sich die Murstädter vom letzten Tabellenplatz verabschiedet. Diesen hat nun Olimpija Ljubljana inne. Ein gewohntes Bild aus der vergangenen Spielzeit.

 Fehervar AV19 - KAC 2:1 n. P. (1:0, 0:0, 0:1, 0:0 - 1:0)

Tor: Sziranyi (4.), Francis (GWP) bzw. Lundmark (52.).

Fehervar, 1.000 Zuschauer. Strafminuten: 6 bzw. 4.

Ungarische Mauer: Fehervar geizt in dieser Saison zwar mit Toren, aber die Verteidigung der Ungarn ist alle Achtung wert. In den letzten 240 Minuten kassierten sie bei Gleichzahl auf dem Eis nur drei Gegentreffer. Nach einem Durchhänger in den letzten Partien mauerte man sich so - erfolgreich - zu Punkten.

Brauchen wir nicht: Würde ein KAC-Fan auf der Straße einem verwandelten Penalty begegnen, würde er ihn nicht grüßen, weil er ihn nicht kennt. "Penalty mias ma noch üben" heißt es auf der Facebook-Seite des KAC - ja, entweder das, oder man sollte zumindest eine der zahlreichen Möglichkeiten (47 Schüsse aufs Tor!) in der regulären Spielzeit nutzen.

Olimpija Ljubljana - Dornbirner EC 3:4 (2:1, 1:1, 0:2)

Tore: Kaspitz (3.PP), Selan (17.), Music (27.PP) bzw. Sylvester (14., 24.), Greentree (53.), Siddall (58.).

Ljubljana, 1.031 Zuschauer. Strafminuten: 12 bzw. 10.


Aus is', wenn's aus is': Ljubljana konnte den Sack nicht zumachen. Zwei Tore durch Greentree und Siddall reichten den Gästen, um die Partie noch zu drehen.

Serie verlängert: Es war der achte Erfolg der Bulldogs gegen die Drachen en suite. Der letzte Sieg Ljubljanas über Dornbirn datiert nach wie vor auf auf den 26. Jänner 2014 zurück (5:2).

Greentree blühte auf: Der Dornbirner hat bei allen vier Treffern seiner Mannschaft den Schläger im Spiel (ein Tor, drei Assists). Mit insgesamt zwölf Punkten übernahm er damit die Spitze in der vereinsinternen Scorer-Wertung.

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