Kommt Shooting-Star nach Linz?

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Ivanovic und Bouchard sollen die Linzer begeistern

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Schon vier Monate vor Turnierbeginn können die Veranstalter des Generali Ladies Linz mit einigen prominenten Namen aufwarten.

Als Aushängeschild wird  vom 4. bis 12. Oktober erneut Ana Ivanovic fungieren.

Das serbische Tennis-Model erwies sich bereits in den vergangenen Jahren als echter Publikumsmagnet und ist in der oberösterreichischen Landeshauptstadt bereits zum sechsten Mal zu Gast. 2008 und 2010 holte die 26-Jährige aus Belgrad jeweils den Titel.

„Eine Parade-Tennis-Spielerin“

„Sie ist eine der großartigsten Sportlerinnen, die ich kenne“, schwärmt Turnierdirektorin Sandra Reichel am Mittwoch bei einer Pressekonferenz in Wien von der ehemaligen Weltranglisten-Ersten. „Ivanovic verkörpert für mich eine echte Parade-Tennis-Spielerin.“

Bei der Verpflichtung weiterer Spielerinnen kam Reichel zu Jahresbeginn etwas ins Grübeln. „Wir haben uns die Weltrangliste angesehen und dabei entdeckt, dass von den Top 20 schon 16 Spielerinnen in Linz waren“, begab sich die Oberösterreicherin auf die Suche nach frischem Blut.

Shooting-Star Bouchard soll kommen

Fündig wurde sie in Kanada. Die Verhandlungen mit Shooting-Star Eugenie Bouchard stehen kurz vor dem Abschluss. „Wir sind im Endstadium“, verrät Reichel, die mit der 20-jährigen Kanadierin schon vor ein paar Wochen in Nürnberg gute Erfahrungen machte.

Das dortige WTA-Turnier wird wie Linz und Bad Gastein von „MatchMaker“, der Firma von Peter-Michael Reichel veranstaltet – in der chinesischen Hafenstadt Tianjin agiert das Unternehmen „nur“ als Lizenzgeber und Berater.

„Ich habe Genie in Nürnberg kennengelernt und sie ist wirklich extrem sympathisch und professionell. Außerdem spielt sie ein sehr variantenreiches, attraktives Tennis“, will sie die Halbfinalistin der Australian und der French Open unbedingt nach Linz holen.

Auf Nachfrage von LAOLA1 verrät Reichel, dass auch Garbine Muguruza ein Thema ist. Die 22-jährige Spanierin sorgte in Roland Garros mit ihrem Sieg über Superstar Serena Williams für eine Riesen-Sensation.

„Ich habe Muguruza schon vor zwei Jahren in Barcelona als tolle Persönlichkeit kennenlernen dürfen. Schon damals ist sie herausgestochen“, sieht Reichel in der Spanierin einen kommenden Top-Star.

„Weichen auf Weltklasse-Tennis gestellt“

Ein bekannter Name auf der Tour und in Linz ist hingegen Andrea Petkovic, die ebenfalls nach Oberösterreich kommen soll. Die Deutsche schaffte es nach langer Verletzungspause bei den French Open überraschend ins Halbfinale. „Auch bei ihr schaut es mit einer Verpflichtung gut aus.“

Für Reichel sind „die Weichen damit auf Weltklasse-Tennis gestellt.“ Zuversichtlich ist die Turnierdirektorin aber auch hinsichtlich österreichischer Beiträge.

Yvonne Meusburger sollte aufgrund ihrer Weltranglisten-Platzierung einen Fixplatz im Hauptfeld des Generali Ladies schaffen. Mit Patricia Mayr-Achleitner und Tamira Paszek haben zuletzt zwei weitere ÖTV-Damen aufstrebende Leistungen gezeigt.

Fragezeichen hinter Paszek

Während der Start von Meusburger und Mayr-Achleitner fix ist, steht hinter Paszek wie aus der Vergangenheit gewohnt ein Fragezeichen. Die 23-jährige Vorarlbergerin verzichtete schon des öfteren auf ein Antreten bei österreichischen Turnieren.

„Wenn sie weiter so spielt, wie sie derzeit spielt, wird sie aber auch in Linz spielen wollen“, ist Reichel zuversichtlich.

Außerdem hofft sie, auch etwas von dem Boom um Dominic Thiem zu profitieren. „Die Leute reden dadurch wieder mehr über Tennis. Wir helfen uns alle miteinander“, plädiert Reichel auf der Pressekonferenz, bei der übrigens auch Kitzbühel-Turnierdirektor Alex Antonitsch anwesend war.

„Generali Young Ladies Team“

Ein verstärktes Engagement wird es auch von Titel-Sponsor Generali geben. Der Vertrag mit dem Linzer WTA-Turnier wurde um drei Jahre verlängert. Zudem gibt der Vorstandsvorsitzende Peter Thirring bekannt, dass ein „Generali Young Ladies Team“ gebildet werde.

Fünf junge Mädchen werden vom Versicherungskonzern finanziell auf ihrem Weg in den Spitzensport unterstützt. „Die Betreuung umfasst Persönlichkeitsbildung und eine Berufseinstieg-Hilfe“, erklärt Thierring, der selbst einen der fünf Plätze vergibt. Die übrigen vier Mädchen werden von einer Fachjury ausgewählt, der auch Sandra Reichel angehört.

Und mit etwas Glück darf sich vielleicht auch das rot-weiß-rote Damen-Tennis über einen weiblichen Widerpart von Dominic Thiem freuen.

Christian Frühwald

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