Erst zwei von acht Etappen der 65. Internationalen Österreich Rundfahrt sind absolviert worden, doch trotzdem ist bereits eine Vorentscheidung gefallen.
Die Anstiege nach Kühtai und zum Alpenhaus am Kitzbüheler Horn haben die Spreu vom Weizen getrennt.
Der Kreis der Sieganwärter hat sich merklich gelichtet, aber das Astana-Trio Kevin Seeldraeyers, Aleksandr Dyachenko (+43 Sek.) und Fabio Aru (+1:29) sowie Lokalmatador Riccardo Zoidl (Gourmetfein/+59 Sek.) und der Belgier Dries Devenyns (Omega Pharma – Quick-Step/+1:10 Min.) sind allesamt noch innerhalb von eineinhalb Minuten.
LAOLA1 stellt die Topfavoriten vor:
Andreas Grossek, sportlicher Leiter beim Team Gourmetfein, ist froh, dass Seeldraeyers in Dyachenko seinen größten Konkurrenten sieht. „Das passt, dass sie so denken. Ich glaube an meine Fahrer und ich weiß, dass Ricci im Zeitfahren stark ist.“ Überhaupt üben sich die Welser gerne in der Rolle des David. „Wenn du als Continental-Team bei einer HC-Tour vorne mitfährst, dann sind alle ProTour-Teams gegen dich. Das ist für sie schon ein Schlag ins Gesicht. Gastgeschenke gibt es da keine.“
Wohl auch deswegen sieht Seeldraeyers in Dyachenko den Topfavoriten. „Er ist der bessere Zeitfahrer, aber Stallorder gibt es keine“, stellt der Mann im Gelben Trikot klar. Dyachenkos Platz neun bei der WM 2011 kann sich tatsächlich sehen lassen, letztes Jahr katapultierte er in Podersorf Thomas Rohregger aus den Top Fünf. Dass zwei Astana-Fahrer an der Spitze des Gesamtklassements stehen, ist sowieso ein taktischer Vorteil und die Tatsache, dass mit Edelhelfer Fabio Aru noch ein Mann an Rang fünf klassiert ist, eröffnet weitere Möglichkeiten. Wie wichtig eine gute Mannschaft sein kann, bewies RadioShack auf der Glockner-Etappe im Vorjahr.
Vom Kitzbüheler Horn berichten Máté Esterházy und Jakob Faber