Historisches Gold für Segeldamen

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Historisches Gold für Österreichs Segel-Damen

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Jubel bei Österreichs Segel-Flotte in Santander. Lara Vadlau und Jolanta Ogar gewinnen nach EM-Gold auch den Weltmeistertitel in der 470er-Damen Klasse.

15 Jahre nach Roman Hagara und Hans-Peter Steinacher (Tornado) gibt es für den OeSV wird ein WM-Gold. Österreich freut sich über die erste Medaille im Damen-Segelsport. "Von so einem Tag träumt jeder Spitzensportler, am Start war kurz ein kritischer Moment dabei, aber wir haben unsere Strategie auch heute perfekt umgesetzt und waren praktisch nie gefährdet", freuen sich Vadlau und Ogar.

Die 20-jährige Lara Vadlau zeigt eine unglaubliche Entwicklung. Jugend-Olympiasiegerin 2010 und nach dem Wechsel in die Elite darf sie die junge Kärntnerin bereits Europa- und Weltmeisterin nennen. Nun gilt alle Konzentration den Olympischen Spielen 2016 in Rio.

Windstille verzögert finalen Start

Wie so oft lässt sich der Wind an der spanischen Atlantik-Küste auch am Finaltag der 470er-Damen Zeit, eher er schwach aber doch in die Gänge kommt.

Mit einem Punkt Vorsprung auf die Olympiasiegerinnen und Titelverteidigerinnen Jo Aleh und Polly Powrie aus Neuseeland startet Österreichs Duo ins Medal Race. Dort behalten Vadlau/Ogar die Nerven und den Überblick, entscheiden sich windtaktisch für die rechte Seite des Kurses und erreichten die Luv-Tonne als erstes Schiff. Die schärfsten Konkurrentinnen vom anderen Ende der Welt kommen mit Verspätung an, die Führung des rot-weiß-roten Bootes ist nie gefährdet.

Vadlaus unheimliche Erfolgs-Geschichte

Die Kärntnerin setzt damit ihren unglaublichen Erfolgslauf fort. 2010 gewinnt die Feldbacherin Gold bei den Olympischen Jugendspielen in Singapur, ein Jahr später wird sie mit Tanja Frank Jugend-Weltmeisterin im 420er. Anschließend erfolgt der Umstieg in die 470er-Klasse, Vadlau qualifiziert sich nach lediglich einer Saison für die Olympischen Spiele und startet mit Eva Maria Schimak in London.

Das Debüt unter den fünf Ringen endet mit Platz 20, Olympia-Gold holen Aleh/Powrie, Silber geht an die Britinnen Mills/Clark. Anschließend wechselt Vadlau die Vorschoterin und beginnt mit der mittlerweile eingebürgerten Polin Jolanta Ogar (32) die Weltspitze aufzumischen.

Größter Triumph mit Jolanta Ogar

2013 sichert sich das Duo Silber bei der Welt- und Europameisterschaft und stürmt an die Spitze der Weltrangliste. Eine Kreuzband-Operation und die anschließende Therapie kann Vadlau nur kurzfristig bremsen, die Athletin vom Kärntner Yachtclub Klagenfurt kehrt nach vier Monaten wieder auf das Wasser zurück und sichert sich vor Athen den Europameistertitel.

Mit WM-Gold folgt in Spanien der größte Erfolg für die beiden OeSV-Damen.

24-stündige Autofahrt wartet

"Damit haben wir unseren Weg neuerlich bestätigt, jetzt gilt es weiter zu arbeiten, wir haben mit Rio und den Olympischen Spielen 2016 unsere größte Aufgabe noch vor uns", erklärt die 20-jährige Skipperin und meint: "Heute werden wir sicher noch feiern, leider nicht allzu lange, da wir morgen nach Hause fahren und uns eine 24-stündige Autofahrt bevorsteht."

Delle Karth/Resch fallen auf Rang fünf zurück

Auch die 470er-Herren Matthias Schmid/Florian Reichstädter sowie das 49er-Gespann Nico Delle Karth/Niko Resch sicherten sich vor Santander das Nationenticket für Rio 2016

Delle Karth/Resch fallen am Samstag zwar auf Platz fünf im Zwischenranking zurück, haben am Sonntag aber noch Chancen auf Silber und Bronze.

Benjamin Bildstein/David Hussl beenden die 49er-WM auf Rang 49. Bei den 470ern belegen Schmid/Reichstädter Platz 13, Stefan Scharnagl/Helmut Schulz werden 61., David Bargehr/Lukas Mähr 72.

Thomas Zajac/Tanja Frank - ebenfalls eine heiße Aktie für Olympia - fallen im Nacra17-Bewerb noch auf Rang 14 zurück, holen aber noch ein OeSV-Nationenticket.

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