Rogan peilt 10. EM-Medaille an

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Rogan peilt zehnte Kurzbahn-EM-Medaille an

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Die Kurzbahn-Europameisterschaften in Szczecin (Stettin) beginnen am Donnerstag aus österreichischer Sicht mit einem absoluten Novum.

Alle 20 Athleten des Teams sind in der 1.760 Zuschauer fassenden "Floating Arena" schon in der ersten Vorlauf-Session im Einsatz, so viele Österreicher waren es bei einem Großereignis an einem Tag noch nie.

Zudem steht mit 22 Vorlauf-Starts bereits mehr als ein Drittel der gesamten 64 auf dem Programm. Absoluter Höhepunkt sind die 200 m Lagen der Herren.

"Serie soll halten"

Da haben gleich zwei der vier gemeldeten OSV-Aktiven Medaillenchancen. Markus Rogan tritt als Europarekordler an, an seine 2009 in Istanbul fixierte Kontinental-Bestmarke könnte er herankommen.

2010 war der Wiener nicht dabei, da ist Dinko Jukic zu Bronze geschwommen. Zumindest das gilt es zu verteidigen. Für Rogan ist es die bei diesen Titelkämpfen größte Chance auf einen Podestplatz, ein solcher fehlt ihm heuer bei einem Großereignis noch. Größter Rivale ist wohl wieder einmal der Ungar Laszlo Cseh.

Um seine seit 2001 anhaltende Medaillen-Serie nicht abreißen zu lassen, hat Rogan viel in die Vorbereitung auf diesen Event investiert.

"Die Serie soll halten, das Ziel ist eine Medaille", erklärte er. Sogar sein US-Co-Trainer Jeremy Kipp ist für ihn in Stettin dabei. Eine Art Motivation bezog Rogan auch aus seiner Rede am vergangenen Freitag vor der Deutschen Bank.

"Es war eine tolle Herausforderung und ich bin stolz, vor einem so tollen Publikum reden zu dürfen", meinte er gegenüber der "APA".

Rede über Olympia-Sieg

Außer dem OSV-Ass haben Ex-Europastaatssekretärin Brigitte Ederer und ein Ex-Direktor der Europäischen Zentralbank Reden gehalten. Rogan:

"Eine Ehre." Sein Thema: "Wie man Olympische Spiele gewinnt und wie man sie verliert."

Dafür ließ der Hakoah-Athlet sogar die 200 m Lagen in Eindhoven aus. Dort hat er sich dann nach den 400 m Lagen im Sprint versucht.

"Ich glaube, ich würde in einer kasachischen Landwirtschaftsdebatte eine bessere Figur machen als ich es im 50-m-Sprint tue", twitterte Rogan danach.

Finaleinzug als Ziel

Rogan würde mit seiner zehnten Kurzbahn-EM-Medaille ein kleines Jubiläum feiern. Jukic wiederum könnte über 200 m Lagen bereits zum sechsten Mal Edelmetall auf der 25-m-Bahn holen und damit im Hinblick auf seine Titelverteidigung über 200 m Delfin einigen Druck von seinen Schultern nehmen.

Für alle anderen OSV-Athleten werden die Medaillen - zumindest am Donnerstag - zu hoch hängen. Für Sebastian Stoss über 200 m Rücken und David Brandl über 400 m Kraul ist der Endlauf aber allemal drinnen. Für beide wäre es keine Premiere. Stoss: "Ich weiß, ich kann ins Finale kommen."

Zweiter OSV-Teilnehmer über 400 m Kraul ist Christian Scherübl, der 17-Jährige gibt sein EM-Debüt. Im Vorjahr war er zwar auch qualifiziert gewesen, für ein Antreten aber zu jung. Trotz seiner Jugend kann der zweifache Jugend-Europameister im Bereich Brandls schwimmen.

Gespannt darf man auch auf die 17-jährige Lisa Zaiser über 200 m Lagen sein. Auf dieser Distanz wurde die Kärntnerin im August Junioren-WM-Vierte. Jördis Steinegger und Uschi Halbreiner sind die weiteren OSV-Damen auf dieser Strecke.

Rege Beteiligung

Halbreiner tritt auch über 100 m Rücken an, so wie Fabienne Nadarajah. Die Sprinterin erhofft sich vom Training unter Zeljko Jukic im längeren Bewerb einen Fortschritt.

"Ich spüre mehr Kraft und Stehvermögen", stellte die 26-Jährige fest. Eher wenig zu erwarten ist von Christina Strigl und Sandra Swierczewska im Brust-Sprint, schon mehr über 200 m Delfin von Birgit Koschischek und Nina Dittrich sowie über 100 m Kraul von Koschischek und Eva Chaves Diaz.

Für Hunor Mate und Maxim Podoprigora sind die 100 m Brust mehr ein Aufwärmen für 200 m Brust, Martin Spitzer und Bernhard Wolf sind für 100 m Delfin gemeldet. Spitzer erhofft sich Aufschluss in Richtung Olympia-Norm.

Schließlich starten neben Rogan und Jukic Dominik Dür und Jakub Maly über 200 m Lagen, beide überzeugten beim Qualifying Ende November. Mit den 50 m Brust, Rücken und Kraul der Herren gehen bei diesen Titelkämpfen nur drei der 34-Einzel-Bewerbe ohne OSV-Beteiligung ins Szene.

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