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Wiegele: "Olesen wird schwer zu schlagen sein"

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Auch am zweiten Tag sind die Lyoness-Golf-Open in Atzenbrugg unterbrochen worden.

Das mit einer Million Euro dotierte Turnier der European Tour musste am Nachmittag zunächst gestoppt werden, weil sich Gewitter in der Nähe befanden.

Starker Wiesberger

Zu diesem Zeitpunkt führte der Däne Thorbjörn Olesen mit beachtlichen zwölf unter Par nach zwei Runden, der Österreicher Bernd Wiesberger war mit sieben unter Par ausgezeichneter Vierter.

Allerdings waren da die Nachmittagsgruppen noch allesamt unterwegs. Darunter auch der Spanier Pablo Larrazabal, der am ersten Tag mit 64 Schlägen den Platzrekord eingestellt hatte.

Zwar blieb es nach dem Abbruch zunächst noch trocken und warm, eine Stunde später setzte aber heftiger Regen ein. Der Meterologe der PGA-Tour hatte das vom Norden heranziehende und heftige Unwetter über der Anlage des Diamond Country Club im Tullnerfeld vorhergesagt. Um 18.00 Uhr wurde der Tag endgültig abgebrochen.

Angst vor Blitzeinschlag

Im Golf ist Regen an sich kein Problem. Auch am Mittwoch hatte man bei strömendem Regen so lange weiterspielen lassen, bis der Platz kein Wasser mehr aufnehmen konnte.

Grund für einen Abbruch im Golf ist eher die Blitzschlaggefahr, nachdem die Spieler mit Eisen-Schlägern agieren und den Unwettern auf den freien Fairways meist schutzlos ausgeliefert sind.

1974 wurde beispielsweise der US-Major-Sieger Lee Trevino bei einem Turnier vom Blitz getroffen und dabei schwer verletzt.

Pfau und Trappel auf Cut-Kurs

Berechtigte Hoffnungen auf den Cut machten sich in Atzenbrugg auch noch Christoph Pfau und Manuel Trappel.

Der Salzburger Profi Pfau hatte im Vorjahr bei der Austrian PGA Championship mit der tiefsten jemals in Österreich erzielten Golfrunde von 58 Schlägen (13 unter Par) für Furore gesorgt, danach aber sogar mit dem Aufhören spekuliert. Nach 27 Löchern lag der Salzburger auf eins unter Par und damit im Cut.

Auch Amateur-Europameister Trappel durfte nach einer Par-Runde am Donnerstag (72 Schläge) und einem Gesamtscore von 145 (+1) noch hoffen.

Der 22-jährige Vorarlberger hat in der Vorwoche als erster ÖGV-Amateur bei den British Open gespielt, dort den Cut aber klar verpasst.

"Umso wichtiger war es, hierherzukommen und gleich wieder Selbstvertrauen zu tanken. Es wäre schön, wieder einen Cut bei einem Profiturnier geschafft zu haben", sagte Trappel nach seiner zweiten Runde.

"Olesen schwer zu schlagen"

In den Kampf um die absoluten Spitzenplätze werden aber weder Pfau noch Trappel eingreifen können.

Zu stark agieren Olesen oder der Franzose Thomas Levet. Vor allem Olesen ist in einer Traumform, was Platz neun bei den Open bewies.

"Er ist dort im Rampenlicht gestanden, hat mit Tiger Woods gespielt und kommt mit ganz breiter Brust hierher. Er wird schwer zu schlagen sein", war Österreichs derzeit verletzter Top-Golfprofi Martin Wiegele überzeugt.

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