Lewandowski war kein BVB-Fan

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Lewandowski trifft auf den Klub seiner Heimatstadt

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Lewandowski funktioniert in Dortmund, Lewandowski funktioniert aber auch in Leverkusen. Robert Lewandowski entwickelte sich bei Borussia Dortmund zu einem Stürmer von internationalem Format. Sein Namensvetter Sascha sitzt auf der Trainerbank von Bayer 04 Leverkusen und steht weniger im Rampenlicht als der BVB-Star, an Erfolg mangelt es aber auch ihm nicht.

Verwandt sind die beiden Lewandowskis nicht, eine besondere Verbindung zum BVB hat Sascha Lewandowski trotzdem – er ist in Dortmund geboren und aufgewachsen. Und beinahe hätte es den 41-Jährigen auch zur Borussia verschlagen.

Lewandowski, der erfolgreiche Nachwuchstrainer

Im Gegensatz zu den meisten Bundesligatrainern hat  Sascha Lewandowski keine Laufbahn als Profikicker vorzuweisen. Er lernte das Trainerhandwerk von Grund auf und machte sich im Nachwuchsfußball einen Namen. Nach seiner ersten Station als Coach des TSC Eintracht Dortmund übersiedelte Lewandowski zum VfL Bochum.

Dort betreute er zwischen 2003 und 2006 die U19-Mannschaft und legte mit dem Team unter anderem eine Serie von 50 ungeschlagenen Spielen hin. Zweimal in Folge schaffte es die Mannschaft um Dennis Grote und Marvin Matip unter Lewandowski ins Finale um die  deutsche Meisterschaft, zog aber gegen Bayern und Stuttgart jeweils den Kürzeren.

2006 übernahm Lewandowski für ein anderthalb Jahre die zweite Mannschaft des VfL, ehe Leverkusen an seine Tür klopfte.

Dortmund hatte das Nachsehen

Zu diesem Zeitpunkt war auch der BVB schon auf ihn aufmerksam geworden und unterbreitete Lewandowski ein Angebot. „Aber Bayer war schneller“, verriet  Lewandowski dem „Express“.

In Leverkusen übernahm der 41-Jährige 2007, wie schon bei Bochum, zu Beginn die A-Jugend und trainierte diese bis April 2012. Nach der Trennung von Robin Dutt schenkte ihm Bayer das Vertrauen und betraute ihn mit der Betreuung der Bundesliga-Truppe.

Gemeinsam mit Sami Hyypiä führte er die Werkself wieder in die Erfolgsspur und so wurde aus der vermeintlichen Interimslösung ein Trainergespann für die Leverkusener Zukunft. Am Ende der Saison schaffte es das Team auf Platz fünf und sicherte sich damit die Teilnahme an der Europaleague.

Lewandowski-Hyypiä funktioniert

Das Duo Lewandowski-Hyypiä passt bei Bayer wie die Faust aufs Auge. Der ruhige und sachliche Lewandowski harmoniert mit dem ehemaligen Weltklassespieler, der unter anderem FA-Cup-Siege und einen Champions-League-Triumph vorzuweisen hat, steht für Erfolg und attraktiven Fußball.

Das Team hat in dieser Spielzeit einen weiteren großen Schritt in seiner Entwicklung gemacht und steht nicht zu Unrecht auf dem zweiten Tabellenrang.

Einen Zähler haben die Leverkusener mehr auf dem Konto als der BVB, bevor es am Sonntag zum direkten Aufeinandertreffen kommt. Die Meisterschaft hat Dortmund bereits abgeschrieben – Klopp: „Der BVB in dieser Saison Meister? Das ist lächerlich.“ – so ist das klare Ziel für die Bundesliga der zweite Platz.

Leverkusen will Platz zwei halten

Diesen machen die Leverkusener der Borussia bisher aber streitig. Zwar konnte der BVB das erste Saisonduell in beeindruckender Art und Weise mit 3:0 für sich entscheiden, seither ging Bayer allerdings nur noch zwei Mal als Verlierer vom Platz. Vor allem zuhause ist die Werkself mittlerweile eine Macht, die letzten fünf Spiele vor heimischem Publikum wurden allesamt gewonnen.

Doch auch Dortmund präsentiert sich in bestechender Form. Der Rückrundenstart hätte kaum besser verlaufen können, zwei Siege, 8:0 Tore. Zudem strotzen die Mannen von Trainer Jürgen Klopp nur so vor Spielfreude.

Die Duelle mit Leverkusen waren in den vergangenen Jahren zumeist enge Angelegenheiten, die Statistik spricht aber klar für den BVB. Leverkusen konnte nur eines der letzten elf Aufeinandertreffen für sich entscheiden.

"War kein Fan der Borussia"

Mit einem Sieg könnte sich Leverkusen etwas Luft verschaffen und Dortmund auf Abstand halten. Nicht nur deshalb hat die Partie besondere Bedeutung.

Lewandowski wohnt mittlerweile in Bochum, das Duell mit dem Klub aus seiner Heimatstadt ist nichtsdestoweniger etwas Besonderes für ihn. "Ich habe nur drei Kilometer vom Stadion entfernt gewohnt. Und wenn du dort lebst, kommst du automatisch mit dem BVB in Verbindung. Die Borussia lässt in dieser fußballverrückten Stadt keinen kalt", erklärt Lewandowski, der aber klarstellt: „Ich war zwar ab und zu im Stadion, aber ich war kein Fan der Borussia.“

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