Parndorf macht es spannend

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Parndorf feiert Last-Minute-Sieg im Derby

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Der SV Mattersburg zittert in der Ersten Liga um den Klassenerhalt. Im Burgenland-Derby gegen den SC/ESV Parndorf setzte es für den letztjährigen Bundesliga-Absteiger am Dienstag ein 2:4 (1:0).

Parndorf verkürzte den Rückstand auf den Achten eine Runde vor Saisonende damit auf drei Punkte. Der Neunte spielt in der Relegation gegen Regionalliga-Mitte-Meister LASK um den Ligaverbleib.

Der bereits lange als Aufsteiger fest stehende SCR Altach gewann in Horn ungefährdet 4:2. ÖFB-Cup-Finalist SKN St. Pölten, am Sonntag im Endspiel gegen Salzburg im Einsatz, kam in Hartberg zu einem 0:0.

Die Niederösterreicher rutschten in der Tabelle damit hinter den neuen Dritten Liefering zurück, der sich in Pasching gegen den noch lizenzlosen Kapfenberger SV 1:0 durchsetzte. Die zweitplatzierte Lustenauer Austria gewann gegen Absteiger Vienna 2:1.

Im Pappelstadion zu Mattersburg fackelten beide Teams nicht lange. Marjan Markic profitierte in der 3. Minute beinahe von einem Fehler von SVM-Verteidiger Nedeljko Malic, deutlich näher war dem ersten Treffer dann aber die nur auf ein Unentschieden angewiesene Mannschaft von Ivica Vastic.

Ivica Majstorovic traf nach einem Eckball die Stange (6.), Ingo Klemen scheiterte an Parndorfs kurz vor der Pause verletzt ausgewechselten Torhüter Bartolomej Kuru (7.).

Ein haarsträubender Fehler von Parndorfs Patrick Baumeister ebnete Mattersburg schlussendlich die Pausenführung. Alexander Ibser ließ sich die Chance nicht entgehen, nachdem Baumeister mit der Ferse klären wollte, den Ball aber nicht voll traf (40.).

Nach dem Seitenwechsel schlugen die Gäste aber überraschend zurück. Markic war aus einer Einzelaktion erfolgreich (49.), ehe Patrick Kienzl aus rund 25 Metern genau ins Kreuzeck traf (57.).

Starkes Finish der Parndorfer

Mattersburg konnte den Doppelschlag des Lokalrivalen nur schwer verdauen. Nach einer ungestümen Attacke von Felix Wendelin an Michael Mörz verwertete Majstorovic aber den Elfmeter zum 2:2 (76.). Im Finish warfen die Parndorfer noch einmal alles nach vorne und wurden belohnt: Nach einem Rempler von Malic an Julian Salamon verwertet Kapitän Roman Kummerer in der 91. Minute per Elfer.

Salamon gelang nach Gelb-Rot für Malic kurz darauf sogar noch der vierte Treffer der Gäste.

Parndorf liegt nach dem ersten Erfolg nach drei Niederlagen in Serie vor dem Finale am 23. Mai nun drei Punkte hinter Mattersburg und hat auch das etwas schlechtere Torverhältnis. Die Mattersburger gastieren zum Abschluss in Altach, Parndorf spielt zu Hause gegen Lustenau.

Altach benötigte in Horn nur 50 Sekunden, um durch einen Kracher von Patrick Seeger vorzulegen. Die Vorarlberger blieben auch danach am Drücker, Torjäger Hannes Aigner schraubte seine Ausbeute dank eines Triplepacks (5., 45./Elfmeter, 76./Elfmeter) auf 22 Saisontore hoch.

Für die Horner konnten Bernd Gschweidl (64.) und der Spanier Candela (80.) die Niederlage einigermaßen in Grenzen halten.

Fixabsteiger Vienna legte in Lustenau durch Marco Miesenböck (31.) nach einer halben Stunde vor und verteidigte den Vorsprung zunächst erfolgreich.

In der zweiten Halbzeit kamen dann aber die klar favorisierten Lustenauer auf.  Zunächst konnte Galvao (55.) mit einem abgefälschten Distanzschuss zum 1:1 ausgleichen. In der 83. Minute war es schließlich der eingewechselte Seifeddin Chabbi der das 2:1 erzielte und die Partie damit zugunsten der Vorarlberger drehte.

Ein besonderes Spiel war es für Jürgen Patocka, der Lustenau im Sommer verlassen wird und noch ein letztes Mal vor heimischen Publikum am Feld stand.

Im Spiel zwischen dem FC Liefering und dem Kapfenberger SV kam es zum Duell um den vierten Tabellenplatz. Zwei Punkte fehlten den Steirern vor der Partie auf Liefering.

Es gelang ihnen allerdings nicht, die Salzburger zu überholen. Vielmehr konnte Liefering in Pasching durch einen Freistoß von Lukas Gugganig (33.) zum vierten Dreier in Folge einfahren und somit St. Pölten in der Tabelle überholen.

In Hartberg kam es für SKN St. Pölten zur Generalprobe für das bevorstehende Cupfinale gegen Red Bull Salzburg. Coach Gerald Baumgartner wollte demnach kein allzu großes Risiko eingehen und gönnte einigen seiner Akteure in Hartberg eine Pause. Unter anderem kamen Andreas Dober, Marcel Holzmann, Lukas Kragl und Martin Grassegger nicht zum Einsatz.

Den Zuschauern in Hartberg wurde von Beginn an kein wirklicher Fußball-Leckerbissen geboten. Schlussendlich trennten sich die beiden Mannschaften mit einem torlosen Unentschieden.

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