Horn kann Sekt schon kaltstellen

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Kein Zweifel am Aufstieg Horns

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Schon nach dem Relegationshinspiel zwischen Wattens und Horn steht der erste Aufsteiger in die "Heute für Morgen"-Erste-Liga praktisch fest, denn die Niederösterreicher gewannen im Wattener Alpenstadion 5:1 (3:0).

Nur noch ein Wunder könnte die Tiroler retten, waren sich nach dem Schlusspfiff die Trainer Roland Kirchler (Wattens) und Michael Streiter (Horn) einig. Sie stimmten aber ebenso darüber überein, dass die Relegation endlich abgeschafft gehört.

"Wir haben jetzt nicht nur einen Fuß, sondern gleich eineinhalb in der Tür zur ersten Liga", betonte Streiter, der zusammen mit Kirchler in den glorreichen FC Tirol-Zeiten drei Meistertitel in Folge gefeiert hatte.

"Fünf Tore schießt uns in unserem Stadion keiner. Ich habe immer gesagt, schießen wir ein Tor in Wattens, schaut es gut aus, bei zwei sehr gut. Jetzt sind es fünf, das ist natürlich super."

Konrad bringt Horn in Führung

Als Grund für die fulminante Horner Leistung im Hinspiel nennt Streiter, dass seine Mannschaft viel mehr den Fußball gesucht hat. Dazu kam auch der Spielfilm des Relegationsspiels.

Nach vier Minuten schossen die Tiroler einen Elfmeter über das Tor, vergaben noch eine Riesenchance auf die Führung ehe Horn mit dem ersten gefährlichen Schuss, ein Weitschuss aus 20 Metern ins Kreuzeck durch Mario Konrad, in Führung ging.

Auch Kirchler ist zu 99,9 Prozent vom Erfolg der Niederösterreicher überzeugt: "Dass wir sagen, wir gewinnen 5:0, wäre vermessen und respektlos den Hornern gegenüber. Wir werden trotzdem versuchen eine ordentliche Partie abzuliefern, das ist nicht nur ein Ausflug nach Horn."

Abschaffung der Relegation

Die Enttäuschung nach der 1:5-Schlappe war bei den Wattenern und den 3.000 Zuschauern groß, doch Kirchler relativierte auch: "Wir sind zwar eine Amateurmannschaft, die versucht professionell zu arbeiten, eine Vollprofi-Mannschaft wie Horn können wir einfach nicht stellen. Und was das für ein Unterschied ist, das weiß jeder Trainer."

Wattens hatte zuvor in den 30 Meisterschaftsrunden der Regionalliga West keine Niederlage kassiert und steht jetzt, so wie im Vorjahr nach der Relegationsniederlage gegen BW Linz mit leeren Händen da. "Ich sage schon seit drei Jahren, dass die Relegation abgeschafft gehört. Es kann nicht sein, dass man eine überragende Saison spielt und trotzdem nicht aufsteigt", betonte Kirchler.

Mitleid mit den Tirolern

Ins selbe Horn stieß auch Michael Streiter und forderte die Abschaffung der Relegation: "Der ÖFB muss sich endlich etwas einfallen lassen. Mit dieser Relegation verursacht er sehr viel Schlimmes. Die Relegation muss endlich verschwinden."

Streiter hatte dabei nicht nur Mitleid mit seinem ehemaligen Teamkollegen, sondern betonte auch, dass es für die eigene Mannschaft sehr schwierig sei, die kommende Saison "in die Luft" zu planen.

Mehr Teams in Erste Liga

Streiters Lösungsvorschlag: "Warum sollte man nicht mehr Mannschaften in der Ersten Liga haben. Man sucht immer Plattformen für die Amateurmannschaften, da wäre die Erste Liga interessant. Talente gibt es genug."

Im zweiten Relegationsspiel empfängt am Dienstagabend Regionalliga Mitte Meister GAK Hartberg. Beide Rückspiele finden am kommenden Freitag statt.

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