Schick(er) Fall fürs ÖFB-Team?

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"Haben Gefühl, dass Schick Teamspieler werden kann"

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Schick(e) Kombination, Schick(es) Tor.

Die Admira sammelte nach dem misslungenen Auftakt mit dem 1:1-Unentschieden gegen Rapid neues Selbstvertrauen.

Im Mittelpunkt: Thorsten Schick. Allerdings nicht nur aufgrund seines wichtigen Führungstreffers, sondern aufgrund seiner Präsenz am Platz.

Denn Leader sind bei den Südstädtern gefragt, um in dieser Saison nicht in den Abstiegsstrudel hineingezogen zu werden. Für Trainer Walter Knaller wäre der 24-jährige Grazer für diese Rolle prädestiniert, und noch viel mehr.

Enorme Entwicklung spricht für Schick

Mittlerweile startete der dreifache ÖFB-U20-Teamspieler mit der Admira in die dritte Spielzeit. In dieser Zeit standen jedoch vorerst andere im Vordergrund.

„Thorsten hat eine enorme Entwicklung durchgemacht. Am Anfang war es wirklich so, dass er mehr Joker gespielt hat, aber er hat sich enorm gesteigert“, lobte Knaller seinen Schützling in den höchsten Tönen.

Schon in der vergangenen Saison steigerte Schick seine Einsatzstatistik auf 3. Liga- und drei ÖFB-Cup-Einsätze, bei denen ihm insgesamt sechs Pflichtspieltreffer sowie sechs Assists gelangen.

In der noch jungen Spielzeit 2014/15 schrieb er nach seinem Tor im Cup in Lendorf im Duell mit Rapid bereits zum zweiten Mal im dritten Spiel an.

Tor gegen Rapid kein Zufall

Die zwischenzeitliche 1:0-Führung war eine Mischung aus Intuition, Schnelligkeit, Durchsetzungsvermögen und Effizienz vor dem Tor.

„Das war eine perfekte Kombination“, freute sich der Steirer im Gespräch mit LAOLA1, dass der extra ausgetüftelte Masterplan tatsächlich erfolgreich war.

„Das Tor spricht perfekt für unseren Plan. Wir wollten kompakt stehen, Rapid auf Fehler an der Mittellinie einladen und dann mit zwei, drei Kontakten in die Schnittstelle spielen.“

Aufgrund des Knackpunkts der Gelb-Roten Karte für Richard Windbichler und der Chancenvielfalt der Hütteldorfer war er schlussendlich mit dem Punkt zufrieden.

„Er ist einfach immer gefährlich“

Dies änderte aber nichts daran, dass die Kurve des rechten Mittelfeldspielers weiterhin nach oben zeigt. Sein Trainer erklärt wieso:

„Er ist einfach immer gefährlich, weil man ihn schicken kann und weil er die letzte Linie attackiert. Und jetzt trifft er sogar mit links“, musste Knaller über den eigentlichen Rechtsfuß lachen.

Spieler wie Stefan Schwab, Christopher Dibon, Philipp Hosiner und Co. haben es in den vergangenen Jahren vorgezeigt, wie man von der Admira aus den Sprung zu einem Top-Team schaffen kann.

Laut Knaller hat auch Schick noch lange nicht sein Potenzial ausgeschöpft und könnte sogar ein Thema für den ÖFB werden.

„Thorsten ist ein unterschätzter Spieler“

„Thorsten ist ein unterschätzter Spieler, der hat viel drauf. Wir haben bei ihm immer das Gefühl, dass er ein Teamspieler werden kann“, ließ Admiras Übungsleiter aufhorchen.

Allerdings müsse er dafür noch ein, zwei Dinge verbessern. Neben dem Durchsetzungsvermögen im 1:1 sei auch das Ballhalten noch ausbaufähig.

„Im Dribbling fehlt noch das Kompromisslose, da zieht er noch ab und zu zurück und traut sich nicht so wirklich. In der Ballsicherung muss er ähnlich wie Louis Schaub und Co. zwischen die Linien kommen und kaum einen Ball verlieren.“

Sollte Schick dies umsetzen können, stehe einer großen Zukunft nichts mehr im Wege, davon ist Knaller überzeugt.

Schick konzentriert sich auf das Hier und Jetzt

„Wenn er das auch noch hat und Druck auf die letzte Linie macht, hat er wieder ein Mosaikstück dazu gekriegt. Ohne diese Punkte kann er nicht Teamspieler werden, mit denen schon.“

Der Spieler selbst macht sich freilich noch keine Illusionen, irgendwann möglicherweise ein Thema für das rot-weiß-rote Nationalteam zu werden.

Viel mehr konzentriert sich der Mittelfeld-Akteur auf das Hier und Jetzt und den erfolgreichen Start in die Saison.

„Das 1:1 gegen Rapid gibt auf jeden Fall Mut. Wir haben schon gegen den WAC gesehen, dass wir keine tote Mannschaft sind. Wir wissen, was wir können.“

Sein Trainer will hingegen wissen, dass Schick in seiner Karriere noch Großes bewirken könnte.


Alexander Karper

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