Die torreichsten Spiele der EBEL-/ICE-Geschichte

Die torreichsten Spiele der EBEL-/ICE-Geschichte Foto: © GEPA
 

Die bet-at-home ICE Hockey League geizt in der laufenden Spielzeit nicht mit Toren. Bereits zehn Spiele mit zehn oder mehr Treffern gab es zu sehen, den bisherigen Höhepunkt lieferten der VSV und die Graz99ers.

Elf bzw. 16 Tore wurden in den bisherigen beiden Aufeinandertreffen erzielt, auch im dritten Saisonduell (Dienstag, 19:15 Uhr im LIVE-Ticker) ist ein ähnliches Torspektaktel zu erwarten. Der 9:7-Erfolg für den VSV am 29. Oktober reihte sich in den torreichsten Begegnungen der EBEL- bzw. ICE Hockey League-Geschichte ein.

Seit der Liga-Neugründung im Jahr 2001 fanden 13 Partien statt, in denen 15 oder mehr Tore bejubelt wurden. Welche Begegnung den Torrekord hält, welches Team am öftesten an Torspektakeln beteiligt war und wo sich das 9:7 zwischen dem VSV und den Graz99ers einreiht, zeigt LAOLA1 auf:

Vienna Capitals - Graz99ers 7:8

Datum: 12. November 2006

Tore: Setzinger (5., 59.), Werenka (6./PP), Schuller (11./PP), Wren (40., 52./PP), Lakos (47.) bzw. Jakobsen (15.), Göttfried (17.), K. Kraxner (19./PP), Washburn (31.), Schildorfer (33.), Iberer (43.), Herzog (45.), Day (58./PP).

Strafminuten: je 22.

Wir beginnen in der 20. Runde der EBEL-Spielzeit 2006/07. Die Capitals gingen mit einer vier Spiele andauerenden Niederlagen-Serie in die Begegnung, die 99ers warteten ihrerseits seit zwei Spielen auf einen vollen Erfolg.

In einer kuriosen, von vielen Fehlern beider Mannschaften geprägten Partie lagen die Wiener nach elf Minuten bereits 3:0 in Führung. Setzinger sorgte für das 1:0, Werenka und Schuller erhöhten jeweils im Powerplay. Durch Unaufmerksamkeiten und nachlässige Spielweise der Capitals gelang den Grazern jedoch innerhalb von vier Minuten der Ausgleich.

Im zweiten Drittel trafen Washburn und Schildorfer mit einem Doppelschlag innerhalb von eineinhalb Minuten zur 5:3-Führung der Grazer. Wren glückte in der letzten Spielminute des Mitteldrittels das 4:5. Iberer in der 43. und Herzog in der 45. Minute erhöhten auf 7:4 für die 99ers. Lakos und Wren brachten die Capitals auf ein Tor heran, ehe Day im Powerplay für die Vorentscheidung zu Gunsten der Grazer sorgte. Setzinger gelang in der Schlussminute nur noch der Anschlusstreffer.

Es sollte jedoch bei weitem nicht das trefferreichste Spiel der Saison werden - dazu später mehr.

Graz99ers - HC Innsbruck 7:8 n.P.

Datum: 14. Oktober 2007

Tore: Day (3.), Herzog (24.), Mössmer (25., 39.), Washburn (26., 40.), Iob (28./PP) bzw. Unterluggauer (10., 47.), Pare (20./SH), Pewal (23.), Dagenais (43.), Larocque (49.), Helfer (54.), Lindner (entscheidender Penalty).

Strafminuten: 10 bzw. 18.

Rund ein Jahr später waren die Murstädter erneut an einem Torspektakel beteiligt. Der HC Innsbruck musste in den ersten drei Auswärtsspielen der neuen Saison jeweils Niederlagen einstecken, danach sah es auch nach 40 absolvierten Minuten aus.

Nach einem zerfahrenen ersten Drittel, in dem die drei Tore durch den Grazer Day (3.) und die Innsbrucker Unterluggauer (10.) und Pare (20.) eher zufällig gefallen waren, rüttelte erst der kuriose dritte Treffer der Innsbrucker die Spieler auf. Pewal klopfte den auf dem Tor liegenden Puck vom Netz, alle hielten das Spiel bereits für unterbrochen. Das war es aber nicht, der heutige ÖEHV-U20-Teamchef überzuckerte die Situation als erster und scorte.

Den Grazern gelang jedoch während des restlichen zweiten Drittels alles: Herzog (24.), zweimal jeweils Mössmer (25.,39.) und Washburn (26.,40.) sowie ein Powerplaytreffer von Iob (28.) brachte die 99ers mit 7:3 in Front.

Im Schlussabschnitt schienen die Steirer zu sicher, die Gäste holten Tor um Tor auf. Dagenais (43.), Unterluggauer (47.), Larocque (49.) und Helfer (54.) erzwangen die Verlängerung. Im Penaltyschießen behielt Innsbruck-Stürmer Lindner die Nerven und bescherte den "Haien" den ersten Auswärtssieg.

HK Jesenice - HDD Olimpija Ljubljana 7:8

Datum: 4. Dezember 2009

Tore: Makrov (22./PP, 33./PP, 60.), Manfreda (25./SH), Robar (42.), Robins (47./PP), Hebar (57./PP) bzw. Pance (7., 59.), Kuznik (8./PP), Brigley (10./PP, 30.), Banham (37., 39., 42.).

Strafminuten: 16 bzw 22.

Rund zwei Jahre später lieferten sich der HK Jesenice und HDD Olimpija Ljubljana im Slowenien-Derby das bis dato torreichste Spiel zweier ausländischer EBEL-Teams. Beide Mannschaften zählten in der Saison 2009/10 zu den Nachzüglern, sollten die Spielzeit als Letzter bzw. Vorletzter abschließen.

Dennoch entwickelte sich früh eine attraktive Begegnung mit Vorteilen für die Haupstädter. Pance (7.), Kuznik (8./PP) sowie Brigley (10./PP) sorgten per Tripleschlag für eine 3:0-Führung nach dem ersten Drittel für die "Drachen". Nachdem Makrov (22./PP) und Manfreda (25./SH) Jesenice wieder ins Spiel brachten, stellte Brigley den Abstand auf zwei Tore her.

Erneut blieben die Hausherren durch Makrov (33./PP) dran, doch ein Doppelschlag von Banham (37., 39.) sorgte für eine komfortable 6:3-Führung für Ljubljana. Im Schlussdrittel drehten die Gastgeber aber nochmal auf: Banham (42.) erzielte zwar seinen dritten Treffer, daraufhin stellten Robar (42.), Robins (47./PP) sowie Hebar (57./PP) auf 6:7.

Jesenice warf alles nach vorne - und kassierte das entscheidende 6:8 durch Pance (59.). Makrovs Überzahltreffer in der Schlussminute war somit nicht mehr als Ergebniskosmetik.

EC Red Bull Salzburg - Vienna Capitals 8:7

Datum: 12. Dezember 2010

Tore: Lynch (11., 54./PP), Pewal (13./PP, 47./PP), Lakos (21., 24.), Trattnig (46.), Latusa (49.) bzw. Gratton (4./PP, 41.), Larose (5.), Fortier (14./PP, 33., 42./PP), Oraze (32.).

Strafminuten: 8 bzw. 18.

Red Bull Salzburg gegen die Vienna Capitals - seit jeher ein Kracher in der EBEL bzw. der ICE Hockey League. Schon vor der Begegnung zeichnete sich ein Spektakel ab. Die Vienna Capitals beendeten wenige Tage zuvor den Siegeslauf des KAC, fuhren acht Siege in Folge ein. Meister Salzburg konnte die vergangenen neun Heimspiele für sich entscheiden.

Obwohl die Capitals nicht nur ohne den Langzeit-Gesperrten Rafael Rotter, sondern mit einer wahren Rumpftruppe angetreten waren, profitierten sie lange Zeit davon, dass ihre eigene Verteidigung zunächst hervorragend stand, während jene der Salzburger nicht immer optimal positioniert war. Am Ende einer Begegnung der beiden Teams mit dem besten Angriff stand ein verrücktes Torfestival mit 15 Treffern.

Salzburg benötigte aber zwei gewaltige Zwischenspurts, um die Partie noch herumzureißen. Zunächst stellten sie mit zwei Toren innerhalb von 2:58 Minuten von 2:3 auf 4:3. Ein quasi geschenktes Tor durch Rottmann (als offizieller Torschütze wurde aber Oraze angegeben, auch das erste Tor der Salzburger dürfte eher Latusa als Lynch erzielt haben), brachte die Wiener wieder heran. Dank dreier weiterer Tore führten sie am Beginn des Schlussdrittels sogar schon mit 7:4.

Was wie die Entscheidung für die Gäste aussah, war aber nur der Auftakt zur endgültigen Wende zugunsten Salzburgs. Sie begann mit einem von Oraze ins eigene Tor abgelenkten Trattnig-Glücksschuss zum 5:7. Danach waren die Hausherren vor allem dank einiger Ex-Wien-Spieler nicht mehr zu halten. Die längst am Zahnfleisch gehenden Capitals hingegen hatten mit ihren nur drei Linien nichts mehr nachzulegen, nahmen zudem so viele Strafen, dass der Siegestreffer für Salzburg fast noch logisch kam.

EC Red Bull Salzburg - Dornbirner EC 12:3

Datum: 21. Dezember 2012

Tore: Schremp (4., 14., 36./PP), Heinrich (18./PP), Regier (22.), Duncan (27.), Duco (33.), Puschnik (47.), Di Benedetto (47.), Trattnig (49., 51.), Komarek (57.) bzw. Kozek (5.), Wilfan (43.), Printz (44.).

Strafminuten: 14 bzw. 16 plus je 10 Disziplinar Bois, Kozek.

Auch am nächsten Torfestival waren die "Eisbullen" aus der Mozartstadt beteiligt. Diesmal musste der Dornbirner EC dran glauben, der seine bis dato bitterste Nacht erleben sollte. Während ein 3:1 nach 20 absolvierten Minuten noch nicht das Ende der Welt bedeutet, wurde die Angelegenheit in den folgenden zwei Dritteln deutlich.

Regier (22.), Duncan (27.), Duco (33.) sowie Schremp (36./PP) mit seinem bereits dritten Treffer an diesem Abend sorgten für einen furiosen Mittelabschnitt, im Schlussdrittel setzte Salzburg sogar noch fünf weitere Treffer oben drauf und bescherte den Cracks aus dem Ländle ein wahres Debakel.

Nach den jüngsten vier Heimspielen hielt Salzburg nun bei vier Siegen und einem Torverhältnis von 28:9. Generell war es jedoch nicht die Saison der "Eisbullen", die sich zwar über die Zwischenrunde in die Playoffs retteten, dort allerdings im Halbfinale den Vienna Capitals unterlagen.

HC Innsbruck - HC Bozen 8:7

Datum: 16. September 2016

Tore: Bishop (5./PP), Ross (10.), Smith (23./PP, 50.), Stach (49.), Lamoureux (50., 57.), Spurgeon (53./SH) bzw. Glira (10.), Kearney (18./PP), Reid (24., 40./PP), Root (30./SH, 59.), Oberdörfer (58.).

Strafminuten: 15 plus Spieldauer (Lindner) bzw. 6.

In der ersten Runde der EBEL-Saison 2016/17 lieferten sich der HC Innsbruck und der HC Bozen einen wahren Schlagabtausch. 15 Treffer sahen die 2.150 Zuschauer im Tiroler Derby, 46 Tore in der gesamten Runde bedeuteten EBEL-Auftaktrekord.

Die TIWAG-Arena bebt nach Treffern von Bishop (5.) und Ross (10.) früh, doch Bozen kam noch bis zur ersten Pausensirene auf 2:2 heran. Im Zwischenabschnitt entglitt den "Haien" die Kontrolle über das Spiel - es ging mit 3:5-Rückstand ins Schlussdrittel.

Dort drehten die Hausherren aber auf: Stach, Smith mit seinem zweiten Treffer und Lamoureux machten innerhalb von 61 Sekunden aus einem 3:5 ein 6:5. Spurgeon in Unterzahl (53.) und wieder Lamoureux (53.) schossen ein 8:5 heraus, das die Mannschaft von Neo-Trainer Rob Pallin nach zwei Bozen-Treffern über die Zeit rettete.

Beide Mannschaften legten eine gute Saison hin, qualifizierten sich bereits nach dem Grunddurchgang für die Playoffs. Dort scheiterten jedoch erst die Innsbrucker, dann die "Foxes" am späteren überlegenen Meister, den Vienna Capitals.

Graz99ers - HC Bozen 8:7 n.P.

Datum: 29. September 2017

Tore: Setzinger (3./PP), Unterweger (37./PP), Brophey (39., 56.), Carlsson (43.), Oberkofler (58./PP), Buzzeo (60.), Woger (entscheidender Penalty) bzw. DeSousa (12.), Smith (20., 53.), Halmo (20.), Petan (24./PP2, 54.), Carlisle (26./PP).

Strafminuten: 11 plus Spieldauer McLean bzw. 14.

Rund ein Jahr später spielte sich in Graz ein ähnliches Spektakel ab. Graz und Bozen starteten eher mäßig in die neue Spielzeit, hatten nach sechs absolvierten Runde je zwei Siege am Konto. Die 99ers verhinderten die dritte Niederlage in Serie mit einer heroischen Leistung in den Schlussminuten.

In einem kuriosen Match lagen die Steirer bereits mit 1:5 bzw. 4:7 zurück. Das 7:4 für die Gäste hatte Petan erst in 54. Minute erzielt, dennoch steckten die Hausherren vor fast 1.800 Fans nicht auf. Brophey (56.), Oberkofler (58.) sowie Buzzeo aus einem Gestocher nur sechs Sekunden vor der Sirene retteten das 7:7.

Nach einer trefferlosen fünfminütigen Overtime ging es ins Penaltyschießen, in dem Woger für die verdienten zwei Punkte für die Grazer sorgte. Es sollte ein denkwürdiges Jahr für Bozen werden. Die "Foxes" standen zwischenzeitlich klar am Tabellenende, mit der Bestellung von Neo-Trainer Kai Suikkanen festigten sich die Südtiroler jedoch und feierten am Ende der Saison den zweiten und bisher letzten Titel.

EC KAC - HK Jesenice 9:7

Datum: 24. Jänner 2008

Tore: Norris (4., 20.), Schneider (7., 35., 60./EN), Tory (25.), Craig (34.), Rebek (47.), Valicevic (58./PP) bzw. Strömberg (15./PP, 17., 21.), Remar (18.), Hafner (28.), Hebar (42.), Kranjc (56.).

Strafminuten: je 18

Spiele mit 15 erzielten Treffern gab es also zuhauf, der KAC und der HK Jesenice legten bereits in der Spielzeit 2007/08 eine Schippe drauf und schossen 16 Tore in einem Spiel.

Die "Rotjacken" standen im neuen Jahr noch ohne Heimsieg da, dies sollte sich am siebenten Spieltag der Platzierungsrunde ändern. Der KAC erzielte beim 9:7-Erfolg erstmals in dieser Saison mehr als sieben Treffer. Beide Teams boten ein wahres Offensivfeuerwerk, vernachlässigten dabei aber auch die Defensive kläglich.

Dennoch überwog bei den 3.800 Zuschauern die Freude über zum Teil äußerst sehenswerte Tore. Der Kanadier Andrew Schneider trug sich für den KAC ebenso dreimal in die Schützenliste ein wie der Schwede Conny Strömberg für Jesenice.

Im Schlussdrittel glichen die Slowenen zweimal aus, ehe Robert Valicevic im Powerplay die Vorentscheidung gelang (58.). Den Endstand fixierte Schneider, der von der eigenen blauen Linie ins leere Tor verwertete (60.).

Nur ein Monat später war für beide Mannschaften die Saison bereits wieder vorbei, sowohl der KAC (gegen Olimpija Ljubljana, Anm.) als auch Jesenice (gegen die Black Wings Linz, Anm.) mussten sich im Playoff-Viertelfinale geschlagen geben.

Vienna Capitals - HC Innsbruck 7:9

Datum: 15. November 2016

Tore: Cuma (22./SH), Ferland (25.), Sharp (28.), Wukovits (45.), Holzapfel (56.), Nissner (57.), McKiernan (59./PP) bzw. Bishop (24.), Stach (34.), Ross (39.), Lammers (40., 60./EN), Clark (42./PP), Lamoureux (46.), Sedivy (47.), Smith (48.).

Strafminuten: je 10

Über acht Jahre später ereignete sich die nächste Begegnung mit 16 erzielten Toren. Den Erfolg Innsbrucks bei den Caps muss man allerdings als glücklich bezeichnen.

Mit sieben Siegen in neun Matches in der eigenen Halle eine Macht, kassierten die Wiener eine unnötige Niederlage. In einem Match mit drei völlig unterschiedlichen Dritteln mussten sie als Verlierer vom Eis.

Ein nach doppeltem Videostudium aberkannter Treffer von Tessier 8,1 Sekunden vor Schluss, der das 8:8 bedeutet hätte, mag als Pech gelten, die katastrophale Defensivleistung mussten die Wiener aber auf die eigene Kappe nehmen.

Die Capitals ließen im ersten Abschnitt zahlreiche Chancen aus, schienen nach einer 3:1-Führung zur Hälfte der Spielzeit aber einem sicheren Erfolg entgegenzusteuern. Doch die Gäste glichen aus (39.) und drehten das Match mit fünf weiteren Treffern innerhalb von acht Minuten zu einer 8:4-Führung.

Ein starkes Finish mit drei Treffern in drei Minuten brachte die Caps bis auf 7:8 heran, den Schlusspunkt setzten die "Haie" zwei Sekunden vor Schluss ins leere Tor. Am Ende standen 15 verschiedene Spieler auf der Scorerliste.

Revanche konnten die Wiener im späteren Saisonverlauf in den Playoffs nehmen, wo sie den HC Innsbruck im Viertelfinale sweepten.

HC Innsbruck - EC Red Bull Salzburg 7:9

Datum: 19. Februar 2017

Tore: Clark (14., 19./PP), Sedivy (15./PP), Mitterdorfer (27./SH), Spurgeon (34.), Stach (51.), Smith (52.) bzw. Olson (3.), Schiechl (3.), Hochkofler (28.), Flood (43.), Rauchenwald (43.), Trattnig (49.), Thomas (58.), Welser (59.), Hughes (60./EN).

Strafminuten: 12 bzw. 8 plus 10 Disziplinar Hughes.

Noch in derselben Saison war der HC Innsbruck an einem weiteren Torfestival beteiligt. Die Tiroler erwiesen sich in dieser Spielzeit als sehr offensivstark, wenngleich die eigene Defensive unter Head-Coach Rob Pallin stets vernachlässigt wurde.

Das war auch in der Platzierungsrunde im Duell mit den "Eisbullen" der Fall. Die Gäste gingen durch einen Doppelschlag von Olson und Schiechl innerhalb von 17 Sekunden 2:0 in Front, Innsbruck drehte noch im ersten Drittel durch Clark (14., 19./PP) sowie Sedivy (15./PP) das Spiel. Auch im zweiten Abschnitt gingen die "Haie" voran, führten nach 40 Minuten 5:3.

Flood (43.), Rauchenwald (43.) und Schiechl (49.) sorgten im letzten Drittel erst für die erneute Führung der Mozartstädter. Mario Huber, heute in Diensten Salzburgs, sowie Smith drehten die Partie ein weiteres Mal. Das Team von der Salzach blieb jedoch hartnäckig und stellte mit Toren von Thomas, Welser und Hughes den verrückten 9:7-Sieg her.

EC VSV - Graz99ers 9:7

Datum: 29.10.2021

Tore: Krastenbergs (39., 49., 50./PP), Karlsson (6.), Broda (21./PP), Bacher (26.) Flemming (30.), Collins (34.), Hughes (60./EN) bzw. Grafenthin (39./PP, 58./PP), Martin (15.), Boivin (34./PP), Zusevics (36.), Schiechl (53.), Blood (59.).

Strafminuten: 10 bzw. 6.

VSV gegen die Graz99ers - dieses Duell verspricht in der heurigen ICE-Saison viele Tore. Die erste Begegnung, die zwölf Tage zuvor ebenfalls in Villach stattfand, war mit 8:3 noch eine klare Angelegenheit für die "Adler". Kaum jemand dachte, dass das 8:3 noch getoppt werden könnte.

Das Auftaktdrittel verlief mit 1:1 auch noch geordnet - der Mittelabschnitt mit satten acht Toren stellte die Partie jedoch schlagartig auf den Kopf. Die Angriffsreihen beider Teams erwischten einen wahren Sahnetag, beinahe jeder Schuss war ein Tor.

Verrückt: VSV-Schlussmann Andreas Bernard sorgte eigenständig dafür, dass in diesem Spiel kein neuer Torrekord aufgestellt wurde. Denn obwohl die 99ers sieben Tore erzielten, hätten es auch weitaus mehr sein können. Sein Gegenüber Felix Nussbacher war dagegen völlig von der Rolle, musste mangels fehlender Alternativen die komplette Partie bestreiten.

Nachdem sich der junge Grazer Schlussmann bereits acht Mal geschlagen geben musste, steuerte der VSV mit einem 8:4 auf den nächsten Kantersieg gegen die Murstädter. Schiechl, Grafenthin und Kainz machten es mit tatkräftiger Unterstützung der VSV-Defensive nochmal spannend, Hughes besiegelte mittels Empty Netter einen irren Erfolg der Hausherren.

Vienna Capitals - HC Innsbruck 10:7

Datum: 11. März 2007

Tore: Latusa (9., 13., 60.), Craig (27./PP, 49./SH), Setzinger (11.), Werenka (43./PP), Tropper (44.), Selmser (56.), Wren (59.) bzw. Ellick (6., 21.), Schönberger (15.), Hansen (26.), Klimbacher (47.), Heikkinen (50./PP), Dagenais (53.).

Strafminuten: 6 bzw. 14.

Noch irrer ging es am 11. März 2007 zwischen den Vienna Capitals und dem HC Innsbruck zu. Wie bereits eingangs erwähnt, war die 7:8-Niederlage der Vienna Capitals wenige Monate zuvor gegen die Graz99ers nicht das trefferreichste Spiel der Saison 2006/07. Das 10:7 an diesem Abend war allerdings auch nicht das torreichste Duell der Liga-Geschichte.

Beide Teams lieferten sich einen offenen Schlagabtausch, in dem es nach 40 Minuten 4:4 stand. Im Schlussdrittel ging es dann aber wirklich rund. Nachdem Werenka im Powerplay und Tropper binnen 81 Sekunden auf 6:4 gestellt hatten, schien bereits eine Vorentscheidung gefallen.

Doch nur neun Minuten später stand es bereits 7:7. Craig in Unterzahl bzw. Klimbacher, Heikkinen und Dagenais hatten getroffen. Den längeren Atem hatten dann aber doch die Gastgeber. Selmser nach Ideal-Vorlage von Tropper, Wren und eben Latusa machten alles klar.

Die Wiener wahrten vor der letzten Runde im Grunddurchgang ihre theoretische Playoff-Chance, die sie im direkten Duell mit dem HK Jesenice auch nutzten. Im Playoff-Halbfinale war allerdings gegen den späteren Meister Red Bull Salzburg Schluss.

EC VSV - EC Red Bull Salzburg 8:11

Datum: 24. Oktober 2004

Tore: Wiedmaier (7., 22./SH), Kromp (9./PP), Krog (46./SH), Oraze (47.), Raffl (49.), Rac (55.), Vnuk (57.) bzw. Kaipainen (5./PP, 23./PP), Niskavaara (15./PP, 30.), Jinman (16.), M. Pewal (19.), Grabher-Meier (23.), P. Winzig (23.), Auer (29.), Artursson (41./PP), Kinch (46.).

Strafminuten: 24 bzw. 12.

Apropos Salzburg: Die "Eisbullen" sorgten gemeinsam mit dem VSV für das bis heute torreichste Spiel der EBEL-/ICE-Geschichte. Satte 19 Tore wurden an diesem denkwürdigen Abend erzielt, bis heute ist die Marke unerreicht.

Beide Mannschaften zündeten ein Offensiv-Feuerwerk, bereits das erste Drittel hatte sechs Treffer in petto. Kaipainen, Niskavaara sowie Jinman und Marco Pewal sorgten für ein 4:2 der Gäste nach dem ersten Abschnitt. Wiedmaier und Kromp haben für die Villacher getroffen.

Danach zerbröckelten völlig desolate "Adler" in ihre Einzelteile, lagen nach 40 Spielminuten 3:9 (!) zurück. Salzburg schaltete im Schlussdrittel einen Gang zurück, fünf VSV-Treffer waren bei zwei weiteren Toren der Mozartstädter schlussendlich nur Ergebniskosmetik, sorgten aber insgesamt 19 Tore in dieser Begegnung - Rekord!

Wer war nun am öftesten an Torspektakeln beteiligt?

Spitzenreiter in dieser Wertung ist mit fünf Partien der HC Innsbruck. Die "Haie" waren in ihrer Liga-Historie immer schon für Tore gut, dieser Trend setzt sich auch heute zu Kosten der Defensive fort.

Den zweiten Rang teilen sich gleich drei Mannschaften: Die Graz99ers, der EC Red Bull Salzburg und die Vienna Capitals. Kein Wunder daher, dass zumindest jedes dieser Teams in einer Partie mit 16 oder mehr Toren dabei war.

Der HC Bozen, HK Jesenice und der VSV waren an zwei der 13 Begegnungen mit 15 oder mehr Treffern beteiligt, die Villacher zudem im torreichsten Spiel seit Liga-Neugründung 2001. Je einmal waren der Dornbirner EC, der KAC sowie Olimpija Ljubljana vertreten.

Textquelle: © LAOLA1.at Zum Seitenanfang »

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