Kindl muss sich nur Deutschen geschlagen geben

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Wolfgang Kindl jubelt bei der Rodel-Weltmeisterschaft in Köngissee über Bronze im Einsitzer-Bewerb.

Der Tiroler muss sich am Sonntag nur den beiden Deutschen Felix Loch und Ralf Palik geschlagen geben. Auf den Weltmeister fehlen Kindl 0,689 Sekunden. David Gleirscher und Armin Frauscher holen mit den Rängen sieben und neun in der U23-Wertung Silber bzw. Bronze.

Für Österreich ist es nach Silber im Sprint-Bewerb durch Peter Penz/Georg Fischler die zweite Medaille bei diesen Titelkämpfen.

"Brutal zufrieden"

Die Top Drei lagen schon nach dem ersten Durchgang in dieser Reihenfolge voran. In der Entscheidung wehrte Kindl die Angriffe von Chris Mazdzer und Andi Langenhan ab, der US-Amerikaner und der Deutsche lauerten ex aequo auf Platz vier.

"Die Materialabstimmung war aufgrund des schlechten Wetters sehr schwierig, ist aber dank der guten Teamarbeit voll aufgegangen. Ich hatte einen sehr guten Speed, die Linie war speziell im zweiten Lauf absolut am Punkt. Die Nerven haben ebenfalls mitgespielt", sagte Kindl, der im Vorjahr in Sigulda ebenfalls Bronze gewonnen hatte. "Ich bin mit der Bronzemedaille brutal zufrieden, das ist die Krönung einer bisher sensationell verlaufenen Saison."

Silber und Bronze in U23-Wertung

Seine Kollegen am Podest überraschten den 27-jährigen Tiroler nicht: "Dass die Deutschen und speziell Felix Loch in Königssee nur schwer zu biegen sind, war von vornherein klar."

Für ein zusätzliches Erfolgserlebnis für den Österreichischen Rodelverband (ÖRV) sorgten David Gleirscher und Armin Frauscher, die mit den Rängen sechs und neun in der U-23-Wertung hinter dem Amerikaner Tucker West die Silber- und Bronzemedaille holen. Gleirscher fehlen am Ende 0,043 Sekunden auf Gold. Reinhard Egger beendete die Konkurrenz auf Platz 17.

Loch: "Es ist so geil"

Für Loch, der am Freitag bereits im erstmals ausgetragenen Sprint-Wettbewerb den Titel geholt hatte, war es die fünfte WM-Goldmedaille im Einsitzer-Bewerb.

Damit machte er im "ewigen WM-Medaillenranking" weiter Boden auf Spitzenreiter Armin Zöggeler gut. Der Italiener hatte es in seiner Karriere auf sechs Gold-, drei Silber- und eine Bronzemedaille gebracht. "Es ist einfach nur Hammer. Hier zu Hause vor dem Publikum, es ist so geil", sagte der strahlende Sieger.

Die deutschen Rennrodler waren am Fuße des Watzmann wie erwartet eine Macht. Schon am Samstag waren Olympiasiegerin Natalie Geisenberger bei den Frauen und die Doppelsitzer Tobias Wendl/Tobias Arlt auf ihrer Heimbahn ungefährdet zu Gold gekurvt.

Deutschland gewinnt Staffel

Nach dem Rennen wurden die Weltmeisterschaften am Nachmittag von den Team-Staffeln abgeschlossen. Auch diesbezüglich war die Favoritenrolle klar verteilt: Seit der WM-Einführung der Staffel 2008 ist Deutschland in dieser Disziplin ungeschlagen.

Und die Gastgeber wurden ihrer Favoritenrolle gerecht: Natalie Geisenberger, Felix Loch und Tobias Wendl/Tobias Arlt holten sich vor Lettland und Kanada den Titel.

Österreich musste sich mit Birgit Platzer, Wolfgang Kindl und Peter Penz/Georg Fischler mit Rang sechs begnügen.

Textquelle: © LAOLA1.at/APA Zum Seitenanfang»
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