Brem übernimmt Rotes Trikot mit Rang 4

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Eva-Maria Brem verpasst beim Riesentorlauf in Flachau das Podest, hat aber dennoch Grund zur Freude.

Die Tirolerin schlüpft mit Rang vier (+1,64 Sek.) ins Rote Trikot als Führende des RTL-Weltcups. Der Sieg geht an Viktoria Rebensburg (GER), die sich vor Halbzeit-Leaderin Ana Drev (SLO/+0,94) und Federica Brignone (ITA/+0,99) durchsetzt.

Die 21-jährige Stephanie Brunner (+1,74) holt mit Rang fünf ihr bestes Weltcup-Ergebnis. Thalmann wird Eflte, Kirchgasser 17., und Truppe landet auf Rang 20.

"Lange Zeit ohne Sieg"

Für Rebensburg ist es der erste Weltcupsieg seit Jänner 2013.

"Ich bin megahappy, dass es für einen Sieg gereicht hat. Es war eine lange Zeit ohne Sieg. Als Rennfahrer möchte man immer oben stehen, daran habe ich lange gearbeitet", freut sich die 26-Jährige.

"Heute haben auch die Kleinigkeiten zusammengepasst, auch wenn es nicht ganz leicht war. Die größte Herausforderung war die Sicht, die Piste hat super gehalten. Man hat den Boden nicht wirklich gesehen, aber so ist es in unserem Sport."

Brem hadert

Das fünfte und letzte Rennen der Weltcup-Serie im Salzburger Pongau hatte die größten Chancen auf einen ÖSV-Erfolg versprochen, weil Brem die bisher einzige Saisonsiegerin bei den ÖSV-Damen ist. Die Courchevel-Gewinnerin aus Tirol verschaffte sich bei dichtem Schneefall als Halbzeit-Dritte hinter Drev und Rebensburg auch eine sehr gute Ausgangsposition für einen neuerliche Erfolg.

Letztlich war der alles andere als auf sie zugeschnittene Hang aber eine zu große Bürde für die Edeltechnikerin aus Tirol, die steile und eisige Pisten liebt. "Ich weiß auch nicht, was los war", rätselte Brem über ihre nur 20. Laufzeit in der Entscheidung, in der es nach kurzzeitigem Sonnenschein wieder deutlich schlechtere Sicht gab.

Letztlich brachte sie es aber doch auf den Punkt. "Schon der erste Durchgang war komisch. Ich habe von der Piste überhaupt nichts zurückbekommen", sinnierte sie. "Hier geht es einfach zu wenig bergab", so ihr Urteil über die nach ihrem Kindheits-Idol Hermann Maier benannte Rennpiste. "Wären da nicht wenigstens ein paar Wellen ...."

Platz vier reichte letztlich aber, um drei Rennen vor Schluss in der Riesentorlauf-Wertung die Führung zu übernehmen. Denn die zur Halbzeit noch auf Platz vier liegende Weltcup-Leaderin Lara Gut patzte in der Entscheidung wie Lindsey Vonn ganz böse und wurde nur 19.

"Nicht 120, sondern nur 100 Prozent"

Deutlich glücklicher als Brem war ihre Teamkollegin Stephanie Brunner, die als Fünfte ihr bestes Weltcupergebnis erreichte.

Bisher hatte die angriffslustige (Motto: "Ich gehe an Grenzen und darüber hinaus") Slalom-Juniorenweltmeisterin von 2012 lediglich zwei 20. Plätze als beste Ergebnisse zu Buche stehen gehabt. Bei ihren 20 Weltcup-Einsätzen vor Flachau war sie nur vier Mal auch in die Wertung gekommen.

Und das, obwohl sie im Training stets zu den Schnellsten gehört. "Im Rennen will ich dann aber immer noch mehr Gas geben, das ist mein Fehler. Deshalb habe ich mir vorgenommen, diesmal nicht 120, sondern nur 100 Prozent zu geben. Das ist heute gelungen", freute sich die Tuxerin über Platz fünf.

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