Hirscher hat bei Drohnen-Absturz Glück

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Marcel Hirscher hat bei Platz zwei im Slalom von Madonna di Campiglio alle Schutzengel auf seiner Seite.

Unmittelbar hinter dem Salzburger stürzt eine Kamera-Drohne ab. "So etwas ist eine absolute Frechheit", ist Hirscher der Schock anzumerken. "Man darf nicht nachdenken, was da passieren kann. Wer auch immer verantwortlich ist: Passt's bitte auf!"

Auch Sieger Henrik Kristoffersen ist geschockt: "Wenn ich die Bilder sehe, ist es unglaublich. Das ist nicht sicher."

"Habe etwas gespürt"

"Ich habe nicht gewusst, was es ist, aber schon etwas gespürt", schilderte der vierfache Weltcup-Gesamtsieger den Schockmoment, der Zuschauern den Atem stocken ließ.

"Ich habe gedacht, dass ein Rutscher hinter mir ist oder eine Stange." Deshalb sei er weiter "fokussiert und konzentriert geblieben".

"Knapp an Katastrophe vorbeigeschrammt"

Marcel Hirscher entgeht im Slalom von Madonna di Campiglio bei Drohnen-Absturz einer Katastrophe.
Der Salzburger bleibt nach der Schrecksekunde fokussiert und fährt noch auf Rang zwei.
Nicht zu schlagen ist Henrik Kristoffersen! Der Norweger dominiert den 1. Lauf und gewinnt mit 1,25 Sekunden Vorsprung.
Für die Sensation des Rennens sorgt Marco Schwarz, der von Rang 17 nach dem 1. Durchgang aufs Podest fährt - erstmals in seiner Karriere.

Geschockt und verärgert reagiert FIS-Renndirektor Markus Waldner auf den Vorfall: "Das wird sicher Konsequenzen haben. Wir sind an einer Katastrophe knapp vorbeigeschrammt."

Der Südtiroler erklärt die Hintergründe des Drohnen-Einsatzes: "In Italien ist es erlaubt,dass Drohnen bei Großevents fliegen. Allerdings nicht über Publikum. Wir haben ausgemacht, dass die Drohne in einem Korridor neben der Strecke fliegt. Im zweiten Lauf ist er aber immer weiter reingeflogen. Wir haben es nicht kontrolliert."

OK-Chef ist "schockiert"

Der Präsident des Organisationskomitees des Weltcup-Bewerbes in Madonna, Lorenzo Conci, zeigt sich in einer ersten Reaktion betroffen von dem Vorfall.

"Ich kann nur meine persönlichen Gefühle zum Ausdruck bringen. Ich bin schockiert, dass so etwas passiert ist. Wir haben sehr, sehr viel Glück gehabt", sagte Conci.

"Wir vom Organisationskomitee haben keinen Einfluss darauf gehabt. Verantwortlich für die Drohne war der TV-Rechtehalter Infront", erklärte der Italiener. "Ich habe mit Marcel Hirscher und ÖSV-Präsident Peter Schröcksnadel gesprochen und mich bei ihnen entschuldigt."

 

Galgenhumor bei Marcel Hirscher

Steven Nyman fast den Vorfall sehr gut zusammen:

Olympiasieger Jean-Pierre Vidal ist geschockt:


Textquelle: © LAOLA1.at Zum Seitenanfang»
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