"Vom Sieg brauchen wir gar nicht zu reden"

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Vorjahressiegerin Eva-Maria Brem ist die große Hoffnungsträgerin der ÖSV-Damen beim Weltcup-Riesentorlauf am Freitag in Aspen.

"Ihre Form stimmt", weiß Cheftrainer Jürgen Kriechbaum. "Die Chance ist groß, dass Eva ein deutlich besseres Ergebnis abliefert als in Sölden (Platz 8, Anm.)."

Im Slalom sind die Erwartungen gedämpfter. "Mit einer Überraschung kann man zwar immer spekulieren, aber zu den Favoriten gehören wir sicher nicht. Vom Sieg brauchen wir gar nicht zu reden", so Kriechbaum.

Vorjahresergebnis illusorisch

Nach Serienrücktritten und dem Ausfall von Anna Fenninger werden Österreichs alpine Ski-Damen auch bei der Weltcup-Fortsetzung diese Woche in Aspen einen schweren Stand haben.

Selbst eine Annäherung an das Vorjahresergebnis bei den Thanksgiving-Rennen im US-Nobelort scheint illusorisch, denn da sorgten Eva-Maria Brem im Riesentorlauf und Nicole Hosp im Slalom für einen ÖSV-Doppelsieg.

Neben Hosp ist im Sommer auch Aspen-Spezialistin Kathrin Zettel zurückgetreten. Das verletzungsbedingte Fehlen Fenningers und der voran gegangene Rücktritt von Marlies Schild haben eine große Lücke in das Damen-Technikteam gerissen. Zudem fehlt mit Weltcup-Gesamtsiegerin Fenninger die stärkste Riesentorläuferin.

Hoffnungen ruhen auf Brem

Damen-Rennsportleiter Jürgen Kriechbaum muss deshalb im Winter ohne Titelkämpfe eine stark verjüngte Mannschaft an den Start schicken, am US-Training nahmen gleich 24 Mädchen bis hinunter in den B-Kader teil.

Der Auftakt in Sölden fiel mit einer erkrankten Brem als bestplatzierter ÖSV-Läuferin auf Platz acht auch entsprechend bescheiden aus. Brem ist dennoch auch in Aspen wieder die seriöseste Podesthoffnung.

"Jetzt hat sie sicher mehr Selbstvertrauen und ist zudem nun auch wieder fit", traut Kriechbaum nach einer zuletzt sehr gelungenen Vorbereitung in Vail seiner stärksten Riesentorläuferin am Freitag wieder einiges zu.

"Ihre Form stimmt", ist der Cheftrainer überzeugt. "Die Chance ist groß, dass Eva ein deutlich besseres Ergebnis abliefert als in Sölden."

Kriechbaum schickt ein jungen Team an den Start

Gedämpfte Hoffnungen im Slalom

Deutlich gedämpfter sind die rot-weiß-roten Hoffnungen im Slalom. Denn auch da fehlen mit Zettel und Hosp die zuletzt Stärksten, auch Alexandra Daum ist zurückgetreten. Nun müssen Carmen Thalmann (startet statt der verletzten Veronika Kappaurer auch im Riesentorlauf), Michaela Kirchgasser und Bernadette Schild die Fahnen hoch halten.

"Mit einer Überraschung kann man zwar immer spekulieren, aber zu den Favoriten gehören wir im Slalom sicher nicht", ist Kriechbaum bewusst. "Vom Sieg brauchen wir gar nicht zu reden, denn da ist Mikaela Shiffrin zu stark."

Die erst 20-jährige Amerikanerin könnte in Aspen tatsächlich zur großen Abräumerin werden, stehen doch nach der Levi-Absage neben dem "Riesen" gleich zwei Slaloms auf dem Programm.

Comeback von Vonn

Die zweifache Slalom-Weltmeisterin sowie Olympiasiegerin in dieser Disziplin kann auf dem anspruchsvollen Hang am "Aspen Mountain" beide Slaloms, aber auch schon am Freitag den Riesentorlauf gewinnen. Damit würde die Sölden-Zweite früh die Weichen in Richtung erstem Gesamt-Weltcupsieg stellen.

Am Freitag wird Shiffrins US-Landsfrau Lindsey Vonn wieder einmal ein Comeback feiern, nachdem sie sich im Sommer am Knöchel verletzt hatte. In Sölden hatte die 31-jährige noch gepasst, nun kann sie es kaum noch erwarten.

Wegen ihres Freitag-Starts hat Vonn sogar ihr persönliches Thanksgiving vorverlegt und genoss den gemeinsam mit ihrem Bruder zubereiteten Truthahn schon am Dienstag statt wie in den USA üblich am vierten Donnerstag im November. "Muss ich einige Extra-Übungen einlegen, her mit dem Essen", witzelte und zeichnete Vonn auf Twitter.

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