Bestätigt: Saison-Aus für Svindal

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Bittere Nachrichten für Aksel Lund Svindal!

Der Norweger verletzt sich bei seinem Sturz in der Hahnenkamm-Abfahrt doch schwerer, als zunächst angenommen. Er zieht sich einen Kreuzbandriss im rechten Knie zu. Der Meniskus ist ebenfalls gerissen, Svindal wird noch heute in der Klinik in Hochrum operiert.

Damit muss der 33-jährige Gesamtweltcup-Führende die Saison vorzeitig beenden. Der norwegische Verband geht von einer Zwangspause von neun bis zehn Monaten aus.

Nach seinem wilden Sturz stand Svindal zunächst noch selbstständig auf und deutete an, dass alles okay ist. Er wurde nicht wie Georg Streitberger und Hannes Reichelt per Helikopter, sondern mit dem Ski-Doo abtransportiert.

Im Ziel wurde klar, dass der Norweger neben seinem Cut an der Nase auch noch Schmerzen im rechten Knie verspüre. Norwegische Betreuer deuteten jedoch an, dass die Schmerzen nicht allzu groß seien und Svindal nicht ins Krankenhaus, sondern nur zur Untersuchung ins Medical Center gegracht wird.

Dort wurde jedoch scheinbar schnell klar, dass die Blessur doch schlimmer ist.

Diesmal kein Glück im Unglück

Denn schon wenig später sickerte durch, dass der zweifache Gesamtweltcupsieger zu näheren Untersuchungen ins Krankenhaus nach Innsbruck gebracht werden musste.

Die Hahnenkamm-Abfahrt 2016 wird von schweren Stürzen überschattet. Die Abfahrts-Bilder: Bild 1 von 17 | © GEPA
Zahlreiche Stürze überschatten die Hahnenkamm-Abfahrt. Hannes Reichelt fliegt nach dER Hausbergkante ins Netz. Bild 2 von 17 | © getty
Den Sieg sichert sich Peter Fill vor den Schweizern Beat Feuz und Carlo Janka. Bild 3 von 17 | © getty
Nach Hannes Reichelt fliegt auch Abfahrtsweltcup-Leader Aksel Lund Svindal nach der Hausbergkante ins Netz ab. Bild 4 von 17 | © getty
Auch Georg Streitberger wird diese Stelle zum Verhängnis. Der Salzburger reißt sich wie auch Svindal das Kreuzband und den Meniskus. Bild 5 von 17 | © GEPA
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Hannes Reichelt Bild 10 von 17 | © GEPA
Otmar Striedinger stürzt ins Ziel. Bild 11 von 17 | © getty
Otmar Striedinger mit ausgelöstem Airbag Bild 12 von 17 | © getty
Aksel Lund Svindal Bild 13 von 17 | © getty
Steven Nyman mit harmlosem Sturz am Hausberg Bild 14 von 17 | © getty
Steven Nyman Bild 15 von 17
Peter Fill Bild 16 von 17 | © GEPA
Arnold Schwarzenegger feiert mit Sieger Peter Fill Bild 17 von 17 | © GEPA

Eine MRI-Untersuchung sollte Aufschluss über den Grad der Verletzung geben. Eben diese MRI-Untersuchung brachte Gewissheit: Diesmal sollte Svindal nicht wie nach der Kombi mit einer leichten Blessur davonkommen.

Nach seinem Ausfall beim Kombi-Slalom klagte er nämlich über Schmerzen im Oberschenkel, eine Zerrung bzw. ein Muskelfasereinriss wurde festgestellt. Nach Behandlung durch den Team-Physio entschloss Svindal sich am Samstag-Vormittag, die Abfahrt in Angriff zu nehmen.

"Das ist Scheiße"

Kritik an der Abfahrt gab es von Norwegens Chef-Trainer Christian Mitter trotz der Verletzung seines Top-Stars nicht.

"Das Rennen zu starten war in Ordnung. Es war natürlich wechselhaft. Aber es war absolut zu fahren. Aber man darf nicht die ganze Verantwortung auf die Jury abschieben. Es war sicherlich am Limit mit der Sicht, aber es war fahrbar", so der 36-Jährige.

Svindal selbst meldet sich via Facebook mit einem Foto aus dem Krankenbett zu Wort.

"Mitten im Winter ist das Scheiße, aber so ist das Leben", nimmt er die Diagnose gefasst auf. "Höhen und Tiefen, du musst mit allem zurechtkommen, was auf dich zukommt."

For sure not the picture and update i wanted to post after Kitzbühel. But here we are. I messed up my knee a little and...

Posted by Aksel Lund Svindal on Samstag, 23. Januar 2016

Hirscher nun einziger Top-Favorit

Musste er auch, zu wertvoll ist jeder Punkt im Kampf um den Gesamtweltcup. Dieser dürfte nun ebenfalls entschieden sein.

Da Svindal kein Rennen mehr bestreiten kann, ist die Tür für Marcel Hirscher weit offen. Der 26-jährige Annaberger liegt 138 Zähler vor Henrik Kristoffersen. Auf den dahinter folgenden Kjetil Jansrud hat er sogar einen Polster von 188 Punkten.

Freuen wird sich der vierfache Gesamtweltcupsieger darüber jedoch nicht. Hirscher betonte stets, die große Kugel auf der Piste und nicht aufgrund von Verletzungen seiner Konkurrenz gewinnen zu wollen.

Textquelle: © LAOLA1.at Zum Seitenanfang»
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