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Mit Brief an FIS: Weltcup-Läuferin löst Gender-Debatte aus

In einem Brief an die FIS übt die Technik-Spezialistin Charlie Guest Kritik an der Unterscheidung zwischen Männer- und Frauen-Bewerben.

Mit Brief an FIS: Weltcup-Läuferin löst Gender-Debatte aus Foto: © GEPAgetty

Weltcup-Läuferin Charlie Guest störte bei der Junioren-WM in Chatel die Tatsache, dass ein größeres Augenmerk auf den Männern als auf den Frauen lag.

TV- und Livestream-Übertragungen seien den Männern vorbehalten gewesen, so die Schottin. Tatsächlich war der Slalom und Riesentorlauf der Männer übertragen worden, dieselben Disziplinen bei den Frauen jedoch nicht.

Das veranlasste die Technik-Spezialistin dazu, einen Brief an die FIS zu verfassen. Diesen hat sie nun auf Instagram veröffentlicht. "Unabhängig davon, ob die Entscheidung vom lokalen Organisationskomitee oder von der FIS getroffen wurde, hat die rätselhafte Entscheidung, die Frauenrennen bei den Weltmeisterschaften auszulassen, eine schädliche Botschaft an die alpinen Rennfahrerinnen aller Altersgruppen gesendet", heißt es unter anderem darin.

Der Brief zum Nachlesen:

"Gut gesagt, Charlie, wir brauchen starke Frauen wie dich"

Diese Aktion hat eine regelrechte Gender-Debatte ausgelöst. Zuspruch erhielt sie von prominenten weiblichen Größen des Skisports. "Danke, dass du aufgestanden bist und etwas gesagt hast! Das erfordert Mut", lobt Lindsey Vonn. Ex-Skistar Ann Veith kommentiert mit: "Gut gesagt, Charlie, wir brauchen starke Frauen wie dich."

Die mediale Aufmerksamkeit veranlasste die FIS dazu, eine Antwort zu verfassen: "Liebe Charlie, wir erkennen an, dass das Livestreaming nur des Slaloms und Riesenslaloms der Männern nicht mit den FIS-Werten der Chancengleichheit und des Geschlechtergleichgewichts übereinstimmt. Wir bei der FIS hätten uns stärker dafür einsetzen sollen, dass Frauen die gleichen Chancen haben wie Männer, und wir werden dein Feedback als Mahnung nehmen, die Teilnahme von Frauen hier in Zukunft zu beschleunigen und zu fördern."


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