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Erfolgsspiele für ÖOC! Oder doch nicht?

Dritterfolgreichste Winterspiele für Österreich! Oder doch die zweitschwächsten?

Erfolgsspiele für ÖOC! Oder doch nicht? Foto: © GEPA

Olympia 2018 in Pyeongchang ist Geschichte! Es sind die dritterfolgreichsten Winterspiele der ÖOC-Geschichte.

Oder doch nicht? Geht man nach der absoluten Zahl und reiht nach Art der Medaillen, dann stimmt die Lesart. Nur in Turin und Albertville gab es mehr Goldene für Österreich.

Reiht man nach der Anzahl der Medaillen, dann ist Pyeongchang nur noch Nummer 7 der Liste. Setzt man dann noch die Medaillenanzahl in Relation zu den Medaillenentscheidungen, dann ist es die zweitschwächste Ausbeute. Nur in Sarajewo gab es in Relation gesehen weniger Medaillen.

Mehr Zahlen zur Medaillenwertung:

Medaillenbilanz relativ:

Setzt man die Anzahl der gewonnen Medaillen in Relation zu den ausgetragenen Bewerben, fällt die Bilanz aus rot-weiß-roter Sicht ernüchternd aus. Nur in Sarajewo war die Ausbeute schwächer.

Die Anzahl der Medaillenentscheidungen hat sich in den letzten Jahren deutlich erhöht. Gab es in Nagano 1998 noch 68 Bewerbe, sind es 20 Jahre später bereits 102.

Auffällig: Österreich ist in vielen der neuen Sportarten und Disziplinen (Shorttrack, Freestyle-Ski) gar nicht oder mit Athleten ohne Medaillen-Chancen vertreten.

Jahr Ort Bewerbe ÖOC-Medaillen Relativ
1956 Cortina d'Ampezzo 24 11 45,83%
1992 Albertville 57 21 36,84%
1952 Oslo 22 8 36,36%
1964 Innsbruck 34 12 35,29%
1948 St. Moritz 24 8 33,33%
1968 Grenoble 35 11 31,43%
1928 St. Moritz 13 4 30,77%
2006 Turin 84 23 27,38%
1998 Nagano 68 17 25,00%
1936 Garmisch-Partenkirchen 17 4 23,53%
1924 Chamonix 13 3 23,08%
1960 Squaw Valley 27 6 22,22%
2002 Salt Lake City 78 17 21,79%
1988 Calgary 46 10 21,74%
2010 Vancouver 86 16 18,60%
1980 Lake Placid 39 7 17,95%
2014 Sotschi 98 17 17,35%
1976 Innsbruck 37 6 16,22%
1994 Lillehammer 61 9 14,75%
1932 Lake Placid 14 2 14,29%
1972 Sapporo 35 5 14,29%
2018 Pyeongchang 102 14 13,73%
1984 Sarajevo 40 1 2,50%

Gold-Anzahl relativ:

Mit 5 Goldmedaillen waren es absolut gesehen die dritterfolgreichsten Spiele für Österreich. Nur in Turin und Albertville war die Ausbeute größer. Aber auch hier fällt die Bilanz relativ gesehen schwächer aus.

Mit 4,9 Prozent der möglichen Goldmedaillen liegt Pyeongchang in der ÖOC-Bestenliste im unteren Mittelfeld. An der Spitze liegt hier Cortina, wo es in 24 Bewerben 4 Mal Gold für Österreich gab - ein Schnitt von 16,67 Prozent.

Jahr Ort Bewerbe Gold Gold Rel.
1956 Cortina d'Ampezzo 24 4 16,67%
1924 Chamonix 13 2 15,38%
1964 Innsbruck 34 4 11,76%
2006 Turin 84 9 10,71%
1992 Albertville 57 6 10,53%
1952 Oslo 22 2 9,09%
1968 Grenoble 35 3 8,57%
1980 Lake Placid 39 3 7,69%
1932 Lake Placid 14 1 7,14%
1988 Calgary 46 3 6,52%
1936 Garmisch-Partenkirchen 17 1 5,88%
1976 Innsbruck 37 2 5,41%
2018 Pyeongchang 102 5 4,90%
2010 Vancouver 86 4 4,65%
1998 Nagano 68 3 4,41%
1948 St. Moritz 24 1 4,17%
2014 Sotschi 98 4 4,08%
2002 Salt Lake City 78 3 3,85%
1960 Squaw Valley 27 1 3,70%
1994 Lillehammer 61 2 3,28%
1972 Sapporo 35 1 2,86%
1928 St. Moritz 13 0 0,00%
1984 Sarajevo 40 0 0,00%

Nummer 1 bei den Alpinen

Mit sieben Medaillen steuern die Alpinen die Hälfte der ÖOC-ausbeute in Pyeongchang bei.

Damit ist Österreich - wie zuletzt auch in Sotschi - Nummer 1 im Alpin-Sektor. Dass das nicht selbstverständlich ist, zeigte sich in Vancouver. 2010 holt Österreich nur 4 Medaillen und ist damit nur Nummer 5 der Alpin-Wertung.

Die Top-Athleten der Spiele 2018

Die Könige der Spiele sind zwei nordische Athleten: Martin Fourcade (Biathlon) und Johannes Klaebo (Langlauf) holen jeweils drei Mal Gold.

Erfolgreichste Dame ist Marit Björgen mit 2 Mal Gold, 1 Silber, 2 Bronze. Mit insgesamt 5 Mal Edelmetall ist sie auch der Medaillenhamster dieser Spiele. Vier Medaillen gewinnen auch Charlotte Kalla (SWE), Stina Nilsson (SWE) und der russische Langläufer Alexander Bolshunov.

Erfolgreichster Österreicher ist Marcel Hirscher mit seinen beiden Goldmedaillen.

Österreichs Medaillenbilanz nach Sportarten:

Sportart

Gold  Silber  Bronze Gesamt
Ski alpin              3      2      2      7
Rodeln                 1      1      1      3
Snowboard              1      0      0      1
Nord. Kombination      0      0      2      2
Biathlon               0      0      1      1

Österreichs Medaillengewinner

Gold Silber Bronze Gesamt
Marcel Hirscher 2 0 0 2
David Gleirscher 1 0 1 2
Anna Gasser 1 0 0 1
Matthias Mayer 1 0 0 1
Michael Matt 0 1 1 2
Peter Penz 0 1 1 2
Katharina Gallhuber 0 1 1 2
Georg Fischler 0 1 1 2
Marco Schwarz 0 1 0 1
Manuel Feller 0 1 0 1
Katharina Liensberger 0 1 0 1
Stephanie Brunner 0 1 0 1
Anna Veith 0 1 0 1
Lukas Klapfer 0 0 2 2
Dominik Landertinger 0 0 1 1
Wilhelm Denifl 0 0 1 1
Mario Seidl 0 0 1 1
Bernhard Gruber 0 0 1 1
Madeleine Egle 0 0 1 1

Blechwertung Olympia 2018:

Nation
  1. Ränge
Norwegen 12 
. USA 12
Österreich 7
. Deutschland 7
. Kanada 7
. OA Russland 7
Frankreich 5
. Südkorea 5

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