KAC demütigt die Bullen, Siege für Caps und Bozen

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Der 3. Spieltag der EBEL-Viertelfinal-Serien bot einige Überraschungen.

Während der KAC sich gegen gegen Salzburg klar mit 6:3 durchsetzte und so drei Matchpucks des regierenden Meisters verhinderte, benötigten die Vienna Capitals (2:1 gegen VSV) und der HC Bozen (5:4 gegen Linz) jeweils die Overtime um auf 1:2 im best-of-seven zu verkürzen.

Znojmo gewann gegen Dornbirn mit 3:1 und feierte damit ebenfalls den ersten Sieg in den diesjährigen Playoffs.

LAOLA1 hat alle Facts zum 3. Spieltag der EBEL-Viertelfinals:


RB Salzburg - KAC 3:6 (0:2,1:1,2:3)

Tore: Fahey (38./PP; 56/PP2), Kristler (57./PP2) bzw. Kapstad (4.), Setzinger (12.), Ganahl (35.), Hundertpfund (45.), S. Geier (47.), Ganahl (59./EN)

Salzburg, 3.005 Zuschauer, Strafminuten: 18 bzw. 28

Stand in der best-of-seven-Serie: 2:1

 

 Ende der Serie I: 791. Soviele Tage ist es her, seit der KAC das letzte Mal in Salzburg gegen Red Bull gewinnen konnte. Seit dem 30. Dezember 2013 behielten die "Bullen" sieben Mal die Oberhand. In den Playoffs warteten die "Rotjacken" gar seit 2012 auf den ersten Sieg in der Volksgarten-Arena. Das Ende dieser Serie hätte wohl zu keinem besseren Zeitpunkt eintreten können.

 Ende der Serie II: 18 Spiele musste Manuel Ganahl warten, ehe ihm der erste Treffer in einem Playoff-Spiel gelingen sollte. In der 35. Minute war der Bann dann endlich gebrochen: Direkt von der Strafbank kommend wurde er ideal von Nordqvist bedient und verwandelte zum 3:0. In der 59. Minute legte er sogar noch einmal nach und erzielte den Endstand.

 Sterling vs. Strong: Nach diesem Duell darf man nicht davon ausgehen, dass Steven Strong und Brett Sterling noch gute Freunde werden. Beide gerieten gleich mehrfach in dieser Partie aneinander. Während Sterling seinen Gegenspieler vor allem mit Worten provizierte, ließ Strong lieber die Fäuste sprechen.

HC Bozen - Black Wings Linz 5:4 n.V. (2:2,0:0,2:2,1:0)

Tore: Broda (10./60.), Reid (18./PP), McMonagle (44./PP2), Saviano (72.) bzw. DaSilva (8.), Hofer (11./47.), Latendresse (48.)

Bozen, 3.893 Zuschauer, Strafminuten: 14 bzw. 18

Stand in der best-of-seven-Serie: 1:2

 

 In der letzten Minute: Die Schlussphase war in Bozen nichts für schwache Nerven. Nach zwischenzeitlicher 3:2-Führung gaben die Bozener das Spiel noch beinahe aus der Hand, lagen kurz vor Schluss mit 3:4 zurück. Doch Tom Pokel nahm in der 58. Minute das Timeout, ließ Goalie Hübl auf der Bank und wurde durch den Ausgleich von Broda 15 Sekunden vor Schluss belohnt.

 Torgarantie: Die bisherige Playoff-Serie dieser beiden Teams lässt kaum etwas zu Wünschen übrig. Drei Spiele sind bislang gespielt, 24 Tore sind gefallen. Das ergibt einen unglaublichen Schnitt von acht Toren pro Spiel. In dieser Gangart darf es ruhig weitergehen.

 Verkehrte Welt: In den beiden Spielen zuvor bewiesen sich die Linzer als wahre Powerplay-Spezialisten (drei Treffer in zehn Überzahlspielen), Bozen dagegen konnte keines seiner elf Powerplays nützen. In Spiel drei die Kehrtwende: Bozen gleich mit zwei Treffern in Überzahl, die Black Wings ließen sogar zweimal die Chance bei einem fünf gegen drei ungenützt.

Vienna Capitals - VSV 2:1 n.V. (0:0,1:1,0:0,1:0)

Tore: Sharp (29.), Whitmore (75.) bzw. Schofield (38.)

Wien, 5.800 Zuschauer, Strafminuten: je 8

Stand in der best-of-seven-Serie: 1:2

 

Diszipliniert: Vor allem Caps-Coach Jim Boni bemängelte vor der Begegnung die Disziplinlosigkeit seiner Cracks. In Spiel 3 dauerte es bis zur 37. Minute, ehe ein Caps-Crack wegen eines Vergehens auf die Strafbank musste. Nikolaus Hartl musste zwar bereits nach sechs Minuten raus, am Wechselfehler seiner Mannschaft war er aber nicht schuld. Am Ende standen trotz intensiv geführter Zweikämpfe lediglich acht Strafminuten auf beiden Seiten. Und das obwohl die Partie 75 Minuten dauerte.

 

 Teufelskerl Lamoureux: Wie schon in den ersten beiden Partien dieser spannenden Serie war VSV-Keeper Jean-Philippe Lamoureux eine Klasse für sich. Ein ums andere Mal brachte er die Caps-Angreifer, die ihn mit zahlreichen Schüssen eindeckten, zum Verzweifeln. Den insgesamt 50. Schuss musste er dann allerdings passieren lassen. Die sagenhafte Fangquote von 96 Prozent dürften den ehrgeizigen US-Amerikaner zwar nicht über die Niedelrage hinwegtrösten, sehen lassen kann sie sich aber allemal.

Doppeltes Pech: Matt Dzieduszycki gelang ein im Eishockey seltenes Kunststück. Der Stürmer zielte in der 51. und in der 65. Minute jeweils etwas zu genau und traf nur die Torumrandung.

HC Znojmo - Dornbirner EC 3:1 (2:0,0:1,1:0)

Tore: Trivino (2.), Beroun (2.), Yellow Horn (60.EN) bzw. Greentree (36.PP2)

Znojmo, 2.873 Zuschauer, Strafminuten: jeweils 8. 

Stand in der best-of-seven-Serie: 1:2

 

Hardy weiter heiß: Zwar musste der Keeper der Dornbirner in Spiel 3 doppelt so oft hinter sich greifen wie in Spiel 1 und 2 zusammen, dennoch verzeichnete er 29 Paraden bei 31 Schüssen, was einer starken Save-Percentage von 93,5 entspricht. Blöd für Dornbirn, dass Znojmo Goalie Lukas mit 96,6 Prozent gehaltener Schüsse eine noch bessere Bilanz aufweist.

Schlag auf Schlag: Die Bulldogs waren mental wahrscheinlich noch im Mannschaftsbus, da stand es schon 2:0 für Znojmo. Nach nur 69 Sekunden überwand Corey Trivino Hardy zum ersten Mal. Lediglich 14 Sekunden darauf markierte Beroun den Game-Winner. Das restliche Spiel hätten sich die Vorarlberger eigentlich schenken können.

Gegen den Fluch: Znojmo spielt im Viertelfinale nicht nur gegen Dornbirn, sondern auch gegen einen Fluch. Bislang erreichten die Tschechen in jedem Jahr ihrer Ligazugehörigkeit in die Playoffs, wo jedoch immer im Viertelfinale Endstation war. Durch den knappen aber verdienten Sieg in Spiel 3 schlugen die Adler dem Schicksal so gesehen ein Schnippchen, bei 0:3 in der Serie wären die Lichter wohl ausgegangen.

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