Playoff-Vorschau: Red Bull Salzburg - EC KAC

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Es ist "crunch time" - Grunddurchgang und Pick round waren gestern. Ab jetzt heißt es "do or die".

Am Freitag startet die EBEL in die Playoffs. Unser EBEL-Scout Bernd Freimüller checkt für für euch die vier Playoff-Paarungen.

Den Auftakt macht Red Bull Salzburg gegen KAC:

Saisonbilanz: 4:0 Siege, 12:0 Punkte, 22:8 Tore

Die Schlüsselkräfte: Goalies, Goalies und nochmals Goalies – der Plural ist hier angebracht. Luka Gracnar und Fabian Weinhandl, auf der einen, Pekka Tuokkola, Rene Swette, Bernd Brückler auf der anderen Seite – ein veritables Gruselkabinett an Torhüterleistungen in dieser Saison. Tuokkola (verletzt) und Weinhandl (abgemeldet) sind kein Faktor mehr, Luka Gracnars Einsatz nach einer Serie von geradezu bizarren Leistungen kann eigentlich nicht gerechtfertigt werden.

Die Kernfrage: Kann der neuverpflichtete Juuso Riksman Salzburg etwas an Qualität geben oder hat der 38-jährige schon sein Ablaufdatum überschritten? Wohlgemerkt, die Roten Bullen brauchen kein überragendes, sondern lediglich brauchbares Goaltending aufgrund ihres Talentlevels. Riksman, der verdammt viel auf dem Bauch daherkommt, stellt derzeit noch eine Unbekannte da. Die Truppe von Dan Ratushny hat gegenüber der Vorsaison sicher etwas an Klasse und vor allem Wasserverdrängung verloren, ist aber weiter das beste Team der Liga.

Per Ledin, der amnestierte Brett Sterling sowie mit Abstrichen die schon etwas altersmilden Matthias Trattnig und Daniel Welser – das bedeutet weniger Muskelkraft als noch im letzten Frühling mit Beach und Raffl, allerdings sollte das gegen den KAC ohnehin nicht der entscheidende Faktor sein. Die Klagenfurter definieren sich sicher nicht über das Körperspiel, um erfolgreich zu sein, müssen sie aber wenigstens etwas mehr Willen zeigen, Schüsse zu blocken und vor allem in den oft desaströsen Anfangsphasen defensiv kompakter stehen.

Sollten dann Brückler oder Swette mehr als zwei gute Spiele am Stück hinlegen, könnte die Serie länger andauern, als es die Tabellenkonstellation hergibt. Ein weiteres Fragezeichen: Können Trainer-Newbie Alexander Mellitzer und sein oft völlig regloser Co Kirk Furey in ihren ersten Play-Off-Serien dem Team genügend Input geben?

 

Was für Salzburg spricht: Das beste Team nach 44 und 56 Runden trifft auf das achtplatzierte im gleichen Zeitraum – das kommt ja nicht von ungefähr, ebensowenig wie die Dominanz in den direkten Duellen. Salzburg verfügt über sieben gute Defender und zwei brandgefährliche Scorerlinien sowie mit Daniel Welser, Ben Walter und Manuel Latusa über drei weitere Routiniers. Das am besten skatende Team der Liga hat mit Alexander Cijan (verletzt) und Marco Brucker (abgemeldet) marginal an Tiefe verloren, doch die vierte Linie wird wohl ohnehin nur vereinzelt zum Einsatz kommen.

Was für den KAC spricht: Das was wir schon seit Jahren hören und was das Team punktuell am Leben hält – das Leistungspotential von Cracks wie Oliver Setzinger, Jamie Lundmark, Thomas Koch oder Thomas Pöck. Betonung auf Potential, sie alle sind zu oft „Teaser“, die tollen Spielen (bei Koch allerdings sehr rar) Nullmeldungen folgen lassen. Können sie zumindest für vier bis sieben Spiele an die obere Grenze ihrer Fähigkeiten gehen? Denn mit Manuel Geier und Mark Popovic gibt es nur zwei Rotjacken, die über die Saison gesehen konstant gute Leistungen brachten.

Schiedsrichtereinfluss: Sollte eher gering sein, beide Teams definieren sich nicht über das Körperspiel, nur einzelne Entscheidungen könnten für Aufregung sorgen.

 

Folge Bernd Freimüller auf Twitter: https://twitter.com/bfreimueller

TV-Tipp: Vienna Capitals - VSV, Freitag ab 19:10 Uhr bei LAOLA1.tv>>>

Wer setzt sich im Duell durch?

Textquelle: © LAOLA1.at Zum Seitenanfang»
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