Die Richtung stimmt wieder

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Salzburg schlug Znojmo im EBEL-Topspiel mit 4:1 und hat damit wieder drei Punkte Vorsprung. Sterling und Heinrich gelangen Doppelpacks.

Bozen (5:2-Sieg gegen Capitals) und Dornbirn (4:3-Sieg nach Verlängerung in Linz) hielten das Rennen um die Top-4 weiterhin offen.

Innsbruck unterlag Graz zuhause mit 0:3, der spielfreie VSV steht damit fix im Viertelfinale. Gute Chancen hat der KAC, der nach schwachen 30 Minuten aufdrehte und Ljubljana mit 7:3 nach Hause schickte.

LAOLA1 hat alle Facts zum 7. Spieltag der EBEL-Zwischenrunde:


RB Salzburg - HC Znojmo 4:1 (1:1,2:0,1:0)

Tore: Sterling (18.,26.), Heinrich (27.,50./PP) bzw. Podesva (13.)

Salzburg, 2.409 Zuschauer, Strafminuten: 4 bzw. 12.

Ein Fall für zwei: Aus Salzburger Sicht kann man sich bei Brett Sterling und Dominique Heinrich bedanken. Diese beiden Männer machten offensiv in einer ausgeglichenen Partie den Unterschied. Besonders in Minute 26 bzw. 27, als binnen Sekunden von 1:1 auf 3:1 gestellt wurde, waren sie für das Momentum verantwortlich, dass schlussendlich zur alleinigen Pick-Round-Tabellenführung für den Meister führen sollte.

Der Mann im Hintergrund: Sterling und Heinrich in allen Ehren, daneben feierte auch John Hughes einen durchaus gelungenen Abend. Abgesehen vom 3:1 konnte er bei jedem Tor einen Assist verzeichnen.

Diesmal keine Punkte: Bislang war Znojmo das Team der Zwischenrunde. Zwar nicht immer siegreich, konnten die Tschechen trotzdem in jeder der sechs Partien Zähler verzeichnen. Diese Serie fand in Salzburg ihr Ende.


Black Wings Linz - Dornbirner EC 3:4 n. OT. (0:1,1:2,1:0,0:1)

Tore: Piche (36./PP), Hofer (39./PP), McLean (48.) bzw. MacKenzie (18.), D'Aversa (28.), Zagrapan (31.), Sylvester (63./PP/GWG)

Linz, 4.865 Zuschauer, Strafminuten: 10 bzw. 12.

Mit Energieleistung zu einem Punkt: Dornbirn war in der ersten Hälfte des Spiels die klar gefährlichere Mannschaft, konnte sich dabei aber in mancher Situation beim starken David Madlener bedanken. Die Gäste verwerteten ihre Chancen besser, trotz eklatanter Powerplay-Schwäche: Vier Gelegenheiten blieben ungenutzt. Dann wendete sich das Blatt. Unter Mithilfe von Alexander Jeitziner, der zwei Strafen hintereinander zog, kamen die Black Wings wieder heran und später zum Ausgleich. In der Overtime sollte eine Szene den Unterschied ausmachen.

Schiedsrichter machten sich unbeliebt: Und diese besagte Situation war eine umstrittene Strafe gegen Dan DaSilva. Der Linzer wurde von Andrew MacKenzie per Cross-Check aufs Eis geschickt, sein Stock ging unabsichtlich in Richtung des Kopfes von Matt Siddall. DaSilva wurde runtergeschickt, im anschließenden Powerplay machte sich Dustin Sylvester - wie am Freitag gegen die Capitals - zum Matchwinner. Die Verabschiedung der Teams war von einem gellenden Pfeifkonzert begleitet.

Punktbeste Saison für Fabio Hofer: 30 Scorerpunkte in einem Jahr brachte der 25-jährige Stürmer noch nie zusammen. Das zwischenzeitliche 2:3 im Powerplay war sein 16. Treffer 2015/16, dazu kommen 14 Assists. Team-intern ist er bei den offensivstarken Black Wings mit diesem Wert allerdings nur an sechster Stelle zu finden.


HC Bozen - Vienna Capitals 5:2 (2:1,3:1,0:0)

Tore: Bell (3.), Foster (16.), Broda (30./PP,40.), Pollastrone (31.) bzw. Nödl (18.), Fraser (24.)

Bozen, 3.300 Zuschauer, Strafminuten: 10 bzw. 12.

Bozner Heimstärke: Auch im dritten direkten Aufeinandertreffen in der Eiswelle gingen die Füchse am Ende als Sieger vom Eis und stellten die Saisonbilanz damit auf 4:2. Kein Wunder, dass die Capitals die Bozener in der Vorberichterstattung als "Geheimfavorit auf den EBEL-Titel" bezeichneten. 

Alles wieder offen: Das Rennen um die Top-4-Platzierungen ist nach dieser Runde wieder vollkommen offen. Zwischen Znojmo auf Platz zwei und Bozen auf Platz sechs der Platzierungsrunde liegen gerade einmal vier Punkte. Einzig Meister Salzburg konnte einen kleinen Puffer zwischen sich und den Rest schieben.

Hartes Restprogramm: Die Wiener verloren ihre letzten drei Partien und müssen sich nach der Länderspielpause noch mit Salzburg und Znjomo messen, sowie ein Gastspiel in Linz bestreiten. Hier muss schon sehr viel zusammen laufen, um wieder in die Top-4 zu springen.


HC Innsbruck - Graz99ers 0:3 (0:1,0:2,0:0)

Tore: Werner (5.), Woger (39.), Pinter (40.)

Innsbruck, 1.800 Zuschauer, Strafminuten: 8 bzw. 6. 

Wenn sich zwei streiten, freut sich der Dritte: Der spielfreie VSV war der größte Gewinner dieser Partie. Durch die Niederlage der Haie stehen die Kärntner automatisch fix im Playoff. Auch der KAC hat nach einem 7:3-Kantersieg gegen Ljubljana sehr gute Karten, liegen die Grazer doch drei Spiele vor Ende der Zwischenrunde fünf Punkte zurück.

Serientäter: Im sechsten Aufeinandertreffen der Saison setzte es die fünfte Niederlage für die Innsbrucker. Gerade in der heimischen Arena sahen die Haie dabei nie gut aus, nach einem 1:5, einem 1:6 und dem heutigen 0:3 steht man gegen die Grazer bei 2:14 Toren...

Das erste Tor entscheidet: Die Spiele dieser beiden Kontrahenten könnte man im Grunde nach dem ersten Treffer abbrechen, in den letzten zehn direkten Begegnungen gewann immer das Team, das den Führungstreffer erzielen konnte.


KAC - Olimpija Ljubljana 7:3 (0:1,3:1,4:1)

Tore: T. Pöck (31./PP), Harand (32.), Jacques (37./PP), Koch (41./PP), Kapstad (43.,45.), Popovic (46.) bzw. Selan (9.), Music (23.), Pesut (60.)

Klagenfurt, 2.704 Zuschauer, Strafminuten: 8 bzw. 16.

15 Minutes of Fame: Der KAC ist die Art von Party-Gast, der Stunden zu spät kommt, danach ordentlich Gas gibt, um anschließend als Erster wieder zu gehen. 30 Minuten lang war von den Klagenfurtern in dieser Partie nichts, aber auch gar nichts zu sehen, das Tabellenschlusslicht führte völlig verdient mit 0:2. Danach brannten die Hausherren ein derartiges Feuerwerk ab, dass die Slowenen nicht mehr wussten, wo vorne und wo hinten ist. Nach knapp einer Viertelstunde war der Zauber wieder vorbei und die Rotjacken spielten die Partie im Schongang zu Ende.

Vier Fäuste für ein Halleluja: Ein besonderer Dank der Kärntner muss heute an Maks Selan (8 Strafminuten) und Andrej Tavzelj (4) gehen. Die Beiden zeichneten sich für zwölf der 16 Strafminuten der Slowenen verantwortlich und ermöglichten damit gleich drei Powerplay-Treffer der Klagenfurter.

Mit eineinhalb Beinen im Playoff: Drei Runden vor dem Ende liegen die Klagenfurter nun fünf Punkte vor den Graz99ers - mit Spielen in Fehervar, Innsbruck und zuhause gegen ebenjene Grazer sollte eigentlich nichts mehr anbrennen.


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