Derby-Kantersieg für KAC, Capitals im Playoff

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Der KAC setzt im Kärntner Derby ein Ausrufezeichen. Der Tabellen-Achte schlägt den VSV auswärts mit 4:1 und hält die Chance auf die Pick-Round damit am Leben.

Bozen überholt Dornbirn mit einem 4:1-Heimsieg im direkten Duell und ist neuer Fünfter.

Die Capitals verlieren in Ljubljana 2:3 (OT), sind wegen der VSV-Niederlage aber fix in den Playoffs.

Salzburg sichert mit einem 3:1 gegen den HC Innsbruck Platz eins ab, die zweitplatzierten Black Wings (3:1 in Graz) liegen drei Punkte dahinter.

 

LAOLA1 hat alle Facts zur 42. EBEL-Runde:


VSV - KAC 1:4 (0:1,0:1,1:3)

Tore: McBride (59./EN) bzw. Strong (18.), M.Geier (23./PP, 48.), Jacques (41.)

Villach, 4.500 Zuschauer, Strafminuten: 4 bzw. 6.

 

Geste zur Versöhnung: Was wurde in den letzten Wochen nicht alles geschrieben (oder im Falle der "Kleinen Zeitung" NICHT geschrieben) über die Krise des KAC. Sogar Heidi Horten drohte öffentlich mit einem möglichen Rückzug. Und dann das! Mit dem 4:1 halten die Rotjacken ihre Chancen auf die Pickround am Leben, liegen vor dem abschließenden Match am Sonntag in Graz auf Rang acht, zwei Zähler hinter dem Sechsten Dornbirn. Doch darüber hinaus war dies der erste Klagenfurter Sieg in Villach seit drei Jahren. Alles in allem ein deutliches Zeichen an die eigenen Fans.

Mellitzer wollte noch mehr: Die Szenerie in den Schlussminuten mag einige Fans verwirrt haben, denn wie oft kommt es schon vor, dass ein Team bei einem 4:0-Vorsprung den eigenen Goalie für einen zusätzlichen Feldspieler vom Eis nimmt. Der Grund ist ein einfacher: Head Coach Alex Mellitzer wollte ein 5. Tor, weil mit einem 5:0 wäre der KAC bei einer künftigen Punktegleichheit vor dem VSV gelegen, was mit Blick auf die letzte Runde noch relevant hätte werden können. Es kam letztlich anders: Swette musste von der Bande aus mitansehen, wie ihm McBride mit einem Empty-Netter sein Shotout versaute.

Weiß der Geier: Die zuletzt mäßigen Ergebnisse des KAC liegen mit Sicherheit nicht an Manuel Geier. Der Angreifer lieferte bislang eine Riesen-Spielzeit ab und erzielte gegen den VSV seine Saison-Tore Nummer 18 und 19. Damit überholt er in der EBEL-Torjägerliste D'Alvise sowie Broda und teilt sich mit Siddall nun den vierten Rang. Sein KAC-Kollege Jamie Lundmark verzeichnete zudem seinen 200. Liga-Assist.


HC Bozen - Dornbirner EC 4:1 (1:0,2:1,1:0)

Tore: Reid (14.), Palmieri (23./58.), Pollastrone (27.) bzw. Zagrapan (37.)

Bozen, 3.943 Zuschauer, Strafminuten: 6 bzw. 6.

 

Jubiläumstor: Das 2:0 durch Palmieri war ein ganz besonderes Tor für den HC Bozen. Zum einen ebnete es den Südtirolern den Weg zum Sieg, zum anderen war es der 500. Treffer der "Foxes" in der EBEL.

Die Heimserie geht weiter: Der HC Bozen ist zuhause eine Macht. Seit Ende November punktete man in allen acht Spielen, sieben davon konnte man gewinnen. Auch im Duell gegen Dornbirn geht die Heimserie weiter. In den letzten sieben Aufeinandertreffen gewann stets die Heimmannschaft. Zuletzt konnten die Dornbirner am 26. September 2014 in Bozen gewinnen. 

Lässt sich Dornbirn Pick-Round entgehen?: Mit einem Sieg gegen Bozen hätte der Dornbirner EC erstmals in die Pick-Round einziehen können. Doch man hat nicht nur diese Chance vergeben. Aufgrund der Niederlage mit drei Toren Differenz würde man nun auch im Falle einer Punktgleichheit mit dem heutigen Gegner den schlechteren Platz belegen.


RB Salzburg - HC Innsbruck 3:1 (1:1,0:0,2:0)

Tore: Sterling (1.), Trattnig (53.), Welser (60./empty net) bzw. Mössmer (19.).

Salzburg, 2.860 Zuschauer, Strafminuten: 8 bzw. 6.

 

Als Erster in die Pick-Round: RB Salzburg geht nach diesem Sieg definitiv als Erster in die Pick-Round, die zweitplatzierten Black Wings können die Mozartstädter nicht mehr überholen.

Verkehrte Welt: Die Rollen hätten kaum klarer verteilt sein können: Erster gegen Elfter, für Salzburg ging es um das Festigen der Tabellenführung, während die Gäste aus Innsbruck bereits auf ihrem Tabellenrang einzementiert waren. Dennoch spielten die Haie vor allem im zweiten Drittel groß auf, mit einer Schussstatistik von 23:14 ging es in die letzte Pause. Im Schlussdrittel zogen die Bullen das Tempo aber an und holten schließlich den Sieg.

59 Minuten ausgeglichen: Der Spielbeginn der Bullen kam aus der Kategorie Bilderbuch: Nach 18 Sekunden durfte sich Sterling bereits feiern lassen. Das 3:1 fiel erst 12 Sekunden vor Schluss - dieses Spiel war ausgeglichener, als das Ergebnis vermuten lassen würde. Über genau 59:30 Minuten spielten die Haie ein 1:1 - wenn es doch so einfach wäre...


Olimpija Ljubljana - Vienna Capitals 3:2 n.V. (0:0,2:1,0:1,1:0)

Tore: Kaspitz (26.), Pesut (32.,65.) bzw. Milam (39.), Gamache (44.)

Ljubljana, 821 Zuschauer, Strafminuten: 14 bzw. 10.

 

 Die Capitals stehen im Playoff: Zwar mussten die Wiener eine bittere Overtime-Niederlage hinnehmen, dennoch gibt es auf der Rückreise in die Bundeshauptstadt etwas zu feiern. Dank der deutlichen 4:1-Derbyniederlage des Villacher SV stehen die Caps als viertes Team offiziell in der Pick-Round.

Fahrlässige Gäste: Ganze 58 Schüsse feuerten die Vienna Capitals auf das Tor des stark aufspielenden Oliver Roy ab, nur zwei davon zappelten letztlich auch im Netz. Zum Vergleich: Ljubljana benötigte für seine drei Treffer "nur" 22 Versuche. Am häufigsten probierte es Defender Troy Milam, der den Puck elf Mal auf das gegnerische Tor brachte.

Ljubljana ist ein unangenehmer Gegner: Es ist nicht das erste Spiel in dieser Saison, bei dem die Capitals Probleme gegen das abgeschlagene Schlusslicht aus Slowenien haben. Bereits im ersten Saisonspiel in Ljubljana gewann Olimpija, damals etwas überzeugender mit 5:2.


Graz99ers - Black Wings Linz 1:3 (0:0,0:0,1:3)

Tore: Woger (54.) bzw. Gaffal (43., 60./PP), P. Lukas (43.)

Graz, 2.600 Zuschauer, Strafminuten: 8bzw. 4.

 

Chance für die Jungen: Gleich acht Legionäre traten auf Seiten der Linzer die Reise nach Graz nicht an. Dies eröffnete die Chance für einige Nachwuchsspieler der Black Wings, verantwortungsvolle Rollen zu übernehmen bzw. überhaupt EBEL-Eiszeit zu erhalten. Und die jungen Cracks wussten durchaus zu überzeugen, allen voran Stefan Gaffal, der mit zwei Treffern Mann des Spiels war.

Doppelschlag zur Entscheidung: Lange Zeit wollte der Puck weder auf der einen noch auf der anderen Seite ins Tor, um genau zu sein bis zur 43. Minute. Dann ging es dafür gleich Schlag auf Schlag. Gaffal und Philipp Lukas brachen mit einem Doppelschlag binnen 14 Sekunden den 99ers das Genick und entschieden das Spiel zugunsten der Gäste.

 Platz 9 ist weg: Hatten die 99ers vor dem Spiel noch die leise Hoffnung, die vor ihnen liegenden Ungarn zu überholen und sich den zweiten Bonuspunkt für die Hoffnungsrunde zu sichern, ist dies mit der heutigen Niederlage nicht mehr möglich. Die Grazer werden den Grunddurchgang somit auf Rang 10 beenden und mit einem Bonuspunkt in die Zwischenrunde starten.


HC Znojmo - Fehervar 6:2 (1:0,1:1,1:1)

Tore: Yellow Horn (13.), Trivino (35.), Novak (37.), Csamango (41.), Podesva (53.), Bartos (59.) bzw. Brocklehurst (33.), Sziranyi (36.)

Znojmo, 3.104 Zuschauer, Strafminuten: 6 bzw. 12.

 

Der Start war schwer: 28 Minuten schien das Tor trotz 17 Schüssen im ersten Drittel wie vernagelt, ehe Colton Yellow Horn den Bann brach und eine chaotische Situation vor dem Fehervar-Tor zum 1:0 verwandelte.

Schlag auf Schlag: Zwischen der 35. und 37. Minute wurden die Fans für den torarmen Beginn entschädigt - binnen zwei Minuten klingelte es gleich drei Mal.

Verdienter Sieg: Znojmo war kaum je wirklich in Gefahr, vor allem im Schlussdrittel zeigte sich die höhere Qualität der zuvor bereits fix für die Pick-Round qualifizierten Tschechen.


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