Thiem mit Verspätung in 2. Wimbledon-Runde

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Mit einer gehörigen Verspätung zieht Dominic Thiem am Mittwoch in die zweite Runde von Wimbledon ein.

Nachdem seine Auftaktpartie gegen den Deutschen Florian Mayer bei 1:2 im ersten Satz am Vortag abgebrochen werden musste, war am Mittwoch zur Mittagszeit bei 4:4 wegen erneuter Regenfälle wieder vorzeitig Schluss.

Erst am späten Abend lichtete sich der Himmel und Thiem konnte schlussendlich den souveränen 7:5, 6:4, 6:4-Erfolg unter Dach und Fach bringen. Nächster Gegner ist Jiri Vesely (CZE).

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Revanche für Halle

Thiem revanchierte sich damit in nur 96 Minuten für das Ausscheiden gegen den Deutschen elf Tage davor im Halbfinale von Halle.

Die Partie war am Vortag beim Stand 2:1 für Mayer wegen Regens unterbrochen worden. Am dritten Wettkampftag des dritten Saison-Majors mussten die beiden Akteure nach erneut regenbedingter Verspätung bei 4:4 wieder in die Umkleideräume.

Erst gut vier Stunden später kehrten der 22-jährige Lichtenwörther und der 32-jährige Bayreuther wieder auf den Court zurück. Thiem erwischte mit einem Break zum 6:5 den besseren Start und servierte danach zur Satzführung aus.

Thiem agiert sehr souverän

In dieser Tonart ging es im zweiten Durchgang weiter. Österreichs Nummer eins agierte in seinem ersten Grand-Slam-Turnier als Top-Ten-Spieler abgebrüht. Er begnügte sich mit einem Break pro Satz und ließ bei eigenem Service nichts zu.

Eine 70-prozentige Erfolgsquote mit dem ersten Aufschlag reichte vollauf, um Mayer keine einzige Breakchance zu ermöglichen. Österreichs Nummer eins hingegen nahm Mayer im zweiten Satz den Aufschlag zum 3:2 und im dritten Satz zum 4:3 ab.

"Eine sehr gute Leistung"

Thiem führte seine starke Leistung auch auf eine perfekte Einstellung zurück. "Ich habe den Eindruck gehabt, dass ich selten so konzentriert war", sagte er. "Das war eine sehr gute Leistung." Vor dem Match hatte er freilich wegen seiner jüngsten Niederlage gegen Mayer ein ungutes Gefühl gehabt. "Ich habe gegen ihn so konzentriert sein müssen. Wenn man kurz nachlässt, hätte das in die Hose gehen können. Deswegen bin ich echt glücklich."

Fast wäre die Partie noch einmal unterbrochen worden, denn im vorletzten Game des Matches setzte erneut Regen ein. Der Schiedsrichter ließ - wohl im Wissen um Thiems Aufschlagstärke - aber weiterspielen. Thiem enttäuschte dieses Vertrauen in ihn nicht und servierte aus. Er steht bei seinem dritten Wimbledon-Turnier nach dem Vorjahr zum zweiten Mal in der zweiten Runde. Weiter kam er bisher noch nicht. Im Head-to-Head mit Mayer glich das ÖTV-Ass auf 1:1 aus.

"Das war sicher einer meiner besten Aufschlagleistungen, die ich je gehabt habe", merkte Thiem an. "Eine relativ hohe Quote, viele Asse. Returniert habe ich heute auch besser. Vielleicht hat er ein bisschen schwächer serviert als in Halle. Ein bisschen langsamer vielleicht." Ein gewisses Kriterium sei auch der vorherrschende Wind gewesen. "Ich bin ein bisschen aggressiver auf seine zweiten Aufschläge als in Halle. Er hat ein bisschen schwächer gespielt und ich ein bisschen besser. Also genau umgekehrt."

Nun gegen Vesely

Nächster Gegner des Weltranglisten-Achten ist der gleichaltrige Jiri Vesely. Gegen den Tschechen hat Thiem im Sommer 2014 auf der Tour in Hamburg und Kitzbühel auf Sand jeweils in zwei Sätzen gewonnen. Bei einem Future vor vier Jahren in Tschechien hatte sich Vesely glatt durchgesetzt. Mit der Entwicklung Thiems hielt der Weltranglisten-64. seither aber nicht ganz Schritt. Davon lässt sich Thiem aber nicht blenden: "Wieder ein extrem unangenehmer Gegner. Serviert sehr, sehr schnell und gut."

Der Gewinner von sieben ATP-Titeln sieht es als Nachteil für sich an, dass der über den Niederländer Igor Sijsling siegreich gebliebene Vesely Linkshänder ist. "Die Chancen stehen 50:50. Er spielt extrem flach und serviert gut."

Auf Rasen schätzt sich Thiem gegen fast niemanden als Favoriten ein, er schaue von Runde zu Runde. Das Turnier an sich sei mit dem Sieg über Mayer für ihn schon gut gelaufen. Thiem: "Es ist jetzt schon ein Erfolg, dass ich einen Spieler besiegt habe, der ein 500er gewonnen hat."

LAOLA Meins

Dominic Thiem

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