Nadal plagt sich weiter mit Handgelenk herum

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In Rio de Janeiro holte sich Rafael Nadal an der Seite von Marc Lopez seine zweite olympische Goldmedaille. Eine Trophäe, die dem spanischen Superstar am Ende des Tages teuer zu stehen kommen könnte.

Denn wie sich eine Woche später beim ATP-1000-Turnier in Cincinnati herausstellte, ist das lädierte Handgelenk, wegen dem Nadal zwischen den French Open und Rio zwei Monate pausieren musste´, noch lange nicht ausgeheilt.

"Ich glaube, dass ich mich sowohl physisch als auch psychisch erholen muss."

Anstrengende Olympia-Woche

"Ich muss vor allem dem Handgelenk und meinem Arm eine Pause geben", meinte Nadal noch nach den Olympischen Spielen, wo er neun Tage lang sowohl im Einzel als auch im Doppel bis zum Finalwochenende mit von der Partie war.

Im Single verlor der ehemalige Weltranglisten-Erste nach der Halbfinal-Niederlage gegen Juan Martin Del Potro auch das Spiel um Bronze gegen den Japaner Kei Nishikori.

Trotzdem flog Nadal von Brasilien gleich weiter zum 1000er nach Cincinnati, wo er schließlich im Achtelfinale eine überraschende Niederlage gegen den kroatischen Youngster Borna Coric kassierte. Erschreckend dabei war vor allem die mit 29 "unforced errors" ungewohnt hohe Fehlerquote des Iberers.

 Nadal: "Muss mehr trainieren und weiter spielen"

Warum der 30-Jährige aus Mallorca dann trotz der Anstrengungen in Rio überhaupt in Cincinnati an den Start ging? Nadal benötigt dringend Spielpraxis. Schließlich steht schon in der kommenden Woche mit den US Open das letzte Grand-Slam-Turnier des Jahres vor der Tür.

"Ich muss noch mehr trainieren und weiter spielen", will sich Nadal deshalb durchbeißen. Auch, wenn hinter dem lädierten Handgelenk weiterhin ein großes Fragezeichen steht.

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"Die Sache mit dem Handgelenk hat sich nicht verändert", so Nadal. "Mit längeren Pausen wird es aber nicht besser. Das Handgelenk muss sich wieder an das Tennis gewöhnen. Es muss sich daran gewöhnen, wieder den Ball zu schlagen."

Durchwachsene Erinnerungen an Flushing Meadows

An die US Open hat der 14-fache Grand-Slam-Gewinner durchwachsene Erinnerungen. Zwei Mal triumphierte er in Flushing Meadows. 2010 vervollständigte er hier mit seinem Premieren-Titel - ein denkwürdiger Vier-Satz-Final-Erfolg über Novak Djokovic - den Karriere-Grand-Slam. Drei Jahre später hatte Nadal gegen den Serben erneut im Endspiel das bessere Ende für sich.

Die Titelverteidigung musste er 2014 wegen Problemen mit dem Handgelenk absagen. Im Vorjahr verspielte er in Runde drei gegen den Italiener Fabio Fognini erstmals in seiner Karriere eine 2:0-Satz-Führung.

Eine Niederlage, die ihm heute noch im Magen liegt und diesen für absolute Superstars geltenden Nimbus der Unbesiegbarkeit auf der ATP-Tour etwas beschädigte.

In den nächsten beiden Wochen hat Nadal in New York die Gelegenheit, sich ein bisschen davon wieder zurückzuholen.

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