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Wawrinka besiegelt Wachbalöse der großen Vier

Stan Wawrinka besiegelt mit seinem US-Open-Sieg eine Wachablöse im Tennis:

Wawrinka besiegelt Wachbalöse der großen Vier

Mit seinem dritten Grand-Slam-Titel besiegelt Stan Wawrinka endgültig die Wachablöse der "großen Vier" im Tennis.

Jahrelang dominierten Novak Djokovic, Roger Federer, Rafael Nadal und Andy Murray die Szene. Nach seinem Sieg bei den US Open hält Wawrinka aber mittlerweile bei ebenso vielen Major-Erfolgen wie Murray.

"Stan gehört definitiv auch zu den Top-Leuten", zollt Djokovic seinem Final-Gegner Respekt. Dahinter drängen zudem Jüngere wie Milos Raonic, Kei Nishikori oder auch Dominic Thiem nach.

 

Wawrinka mit Glanzleistung

Mit 31 Jahren und fünf Monaten gehört Wawrinka dagegen selbst schon zum älteren Eisen. Der Schweizer ist der älteste US-Open-Champion seit Ken Rosewall vor 46 Jahren. 

Es war eine Gewaltleistung nötig, damit Wawrinka seine perfekte Bilanz in Grand-Slam-Endspielen wahrte und nach den Australian Open 2014 in Melbourne und den French Open 2015 in Paris zum dritten Mal eine der vier großen Trophäen des Welttennis in Empfang nehmen durfte.

"Es ist ein Wahnsinn. Ich hatte vor dem Finale schon so viel Zeit auf dem Platz verbracht, und ich wusste, dass dies gegen Djokovic ein wirklich harter Kampf wird. Nicht nur in Sachen Tennis, auch physisch und mental. Ich ließ in den letzten zwei Wochen alles auf dem Platz, nach dem Spiel war ich völlig leer", gestand Wawrinka, der drei Mal in seiner Karriere eine Nummer 1 bezwungen hat - jeweils in seinen drei Grand-Slam-Endspielen.

Djokovic verlor die Nerven

"In den entscheidenden Momenten habe ich meine Nerven verloren. Er ist cool geblieben. Das hat das Match entschieden", analysierte Djokovic selbstkritisch. Nach seinem grandiosen Saisonstart mit dem Sieg bei den Australian Open und French Open war schon vom Golden Slam mit weiteren Titeln in Wimbledon, den US Open und bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro die Rede. Doch nachdem Djokovic endlich auch erstmals in Paris triumphiert hatte, begann eine für seine Verhältnisse ungewohnt lange und intensive Leidenszeit. Dennoch führt Djokovic die Weltrangliste weiter mit großem Vorsprung an, und so wollte er sich das Jahr auch nicht schlechtreden lassen.

"Diese Niederlage kann die großartigen Momente nicht überschatten, die ich in Australien und besonders in Paris hatte", betonte Djokovic. "Zwei von vier Grand Slams zu gewinnen und in einem weiteren Finale zu stehen, ist ein ziemlich gutes Jahr."

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