Thiem gewinnt irres Match gegen Federer

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Dominic Thiem steht erstmals im Finale eines Rasen-Turniers!

Österreichs Nummer eins setzt sich im Halbfinale von Stuttgart in einem verrückten Match mit 3:6, 7:6(7), 6:4 gegen Roger Federer (SUI/1) durch. Der 22-Jährige gibt im zweiten Satz eine 5:0-Führung aus der Hand, wehrt im Tie-Break zwei Matchbälle spektakulär ab und siegt doch noch.

Im Head-to-Head geht Thiem mit 2:1 in Führung. Im Finale trifft der Niederösterreicher auf Philipp Kohlschreiber (GER/7).

Verrückter zweiter Satz

Der Schweizer Großmeister beginnt die Partie stark. Zwar hält Thiem gut mit, muss jedoch beim Stand von 1:2 aus seiner Sicht seinen Aufschlag abgeben. Der Lichtenwörther vergibt seinerseits eine Chance, "FedEx" das Service abzunehmen, und muss den ersten Durchgang nach einer halben Stunde abgeben. Im zweiten Satz dann jedoch ein ganz anderes Bild: Österreichs Aushängeschild startet furios.

Gleich zweimal nimmt der Niederösterreicher dem 17-fachen Grand-Slam-Sieger den Aufschlag ab, zeigt bei eigenem Service keine Schwächen und geht mit 5:0 in Führung. Der Satzgewinn scheint Formsache zu sein, "King Roger" schafft jedoch das Comeback. Der 34-Jährige macht zwei Re-Breaks und stellt auf 5:5.  Im Tie-Break entwickelt sich schließlich ein Schlagabtausch auf höchstem Niveau.

Federer erarbeitet sich zwei Matchbälle, beide wehrt Thiem mit spektakulären Schlägen ab. Dann nutzt der French-Open-Halbfinalist seine erste Chance und holt sich den zweiten Satz doch noch.

Thiem macht Sensation perfekt

Nach einer 30-minütigen Regenpause starten beide Spieler gut in den entscheidenden, dritten Durchgang. Break-Chancen werden auf beiden Seiten vergeben, ehe Thiem das entscheidende Game gelingt.

Beim Stand von 3:3 nimmt er Federer den Aufschlag ab und geht in Führung. Nach einer erneuten Regenpause serviert er seine restlichen zwei Aufschlagspiele eindrucksvoll aus und sichert sich nach 1:58 Stunden den Sieg.

"Glücklichster Mensch der Welt"

"Ich kann das nicht glauben, was für ein Gefühl! Auf Rasen gegen ihn zu gewinnen, das ist ein Traum", zeigt sich der Youngster unmittelbar nach der Partie überwältigt. Wie er sich den Sieg erklärt? "Ich hatte bei den Matchbällen sicher Glück. Um den Größten aller Zeiten auf seinem besten Belag zu besiegen, da braucht man Glück."

Dennoch gibt Thiem zu, bei den beiden Matchbällen für Federer gezittert zu haben: "Ich war unfassbar nervös. Das war ich auch schon bei 5:0 im zweiten Satz."

"Das hätte ich nicht für möglich gehalten. Auf Hartplatz und Sand habe ich schon etwas erwartet, auf Rasen gar nicht. Hier im Finale zu stehen, macht mich zum glücklichsten Menschen der Welt", kann er den zweiten Sieg in Serie gegen sein Idol nicht fassen.


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