Verhaltener WM-Start der heimischen 470er-Boote

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Zum Auftakt der Segel-WM der 470er-Boote auf dem Rio de la Plata vor Buenos Aires müssen einige Favoriten Federn lassen. Auch die heimischen Boote bleiben bei Leichtwind nicht fehlerfrei, aber in Schlagdistanz.

Die Doppel-Weltmeisterinnen Lara Vadlau und Jolanta Ogar starten mit einem 21. und 7. Platz in das Unternehmen Titelverteidigung.

Bei den Herren erreichen Matthias Schmid und Florian Reichstädter die Ränge 26 und 12, David Bargehr und Lukas Mähr fahren zum Auftakt die Plätze 23 und 17 ein.

Es wird eine herausfordernde Woche, das hat sich bereits im Training abgezeichnet und das zeigt auch der erste Regattatag auf dem Rio de la Plata, der aufgrund einer Flaute mit einer dreistündigen Verspätung beginnt.

Gesegelt wird in getrennten Feldern, wobei weder die 39 Damen- noch die 43 Herren-Teams in Gruppen unterteilt sind. Die Top-10, die am kommenden Samstag im Medal Race um die Entscheidung segeln, werden in täglich zwei und in Summe zehn Wettfahrten ermittelt.

Vadlau\/Ogar rangieren unmittelbar hinter den Olympia-Siegerinnen von London, Jo Aleh und Polly Powrie (NZL), auf Platz zehn. Erste Gejagte sind die US-Amerikanerinnen Anne Haeger und Briana Provancha. Mit Lecointre/Defrance (FRA) und Mills/Clark (GBR) kassieren zwei Mitfavoritinnen auf die WM-Medaillen bereits eine Disqualifikation wegen Frühstarts und damit ein Streichresultat.

Kühler Kopf ist gefragt

Auch bei den ersten Entscheidungen in der Herren-Konkurrenz ist die Fehlerquote aufgrund der komplexen Leichtwind-Verhältnisse ungewöhnlich hoch. So müssen sich die Olympiasieger und fünffachen Weltmeister Mathew Belcher und Will Ryan (AUS) nach einer Disqualifikation (Frühstart) und Platz 21 mit dem 33. Zwischenrang begnügen.

Der Wiener Steuermann Matthias Schmid berichtet: "Wir haben uns das Leben heute selber schwer gemacht. In der ersten Wettfahrt haben wir gleich nach dem Start mit Nachrang einen Gegner zum Ausweichen gezwungen, nach dem Leisten der Ersatzstrafe (720-Grad-Strafe) waren wir am Ende des Feldes."

Über die zweite Wettfahrt sagt der Vize-Europameister von Athen: "Die hat wesentlich besser begonnen, bei der ersten Bahnmarke haben wir aber neuerlich eine Berührung verschuldet und uns wieder entlasten müssen. Wir haben in beiden Wettfahrten dank einer sehr ansprechenden Bootsgeschwindigkeit den Schaden in Grenzen halten können, speziell die zweite Runde war seglerisch sehr positiv. Der erste Tag zeigt, dass es hier ordentlich durchmischen wird, da heißt es kühlen Kopf bewahren, abgerechnet wird bekanntlich am Schluss."

Textquelle: © LAOLA1.at Zum Seitenanfang»
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