Vadlau/Ogar greifen nach 4. WM-Medaille in Folge

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Die Segel-WM der 470er-Boote auf dem Rio de la Plata vor Buenos Aires geht ins Finale. Österreichs Parade-Boot mit Steuerfrau Lara Vadlau und Vorschoterin Jolanta Ogar bringt sich dabei für das Medal Race in Stellung.

Die Doppel-Weltmeisterinnen greifen als Zweite erneut nach den Sternen und der 4. WM-Medaille in Folge.

Für Österreichs Herren ist die WM in Argentinien beendet. Die Vize-Europameister Matthias Schmid und Florian Reichstädter belegen Rang 18, David Bargehr und Lukas Mähr werden 25.

OeSV-Herren hadern mit den verrückten Bedingungen

"Wir sind phasenweise in einem Wald gesegelt, es war wieder unglaublich mühsam und auch heute ein echter Spießrutenlauf. Der Spaß- und Fairness-Faktor hält sich in Grenzen, wir sind in dieser Woche taktisch zu fehlerhaft unterwegs gewesen, hatten aber auch nicht die nötige Portion Glück, die es speziell unter diesen Umständen gebraucht hätte", zieht Matthias Schmid enttäuscht Bilanz, weiß aber auch: "Das Ergebnis spiegelt nicht unsere Möglichkeiten wieder, umso mehr freuen wir uns auf das bevorstehende Trainingslager in Rio, wo ein komplett anderes Revier und ganz andere Herausforderungen warten und wo wir uns seglerisch wesentlich wohler fühlen."

Auch Lukas Mähr kennt die Gründe für das vorzeitige WM-Aus: "Schade. Wir hätten die Serie sehr gerne mit einem positiven Erlebnis abgeschlossen, die Disqualifikation wegen Frühstarts hat uns leider noch einmal ein paar Plätze gekostet. Es war eine definitiv verrückte Woche, in der nicht immer alles so geklappt hat, wie wir uns das vorgestellt haben. Wir haben zu viele Fehler gemacht und hatten auf die krassen Bedingungen nicht immer die richtige Antwort parat. Das war zum Teil Unvermögen, zum Teil aber auch den Bedingungen geschuldet."

Auch Lara Vadlau ist aufgrund der Bedingungen auf der WM-Strecke gefordert: "Es war in jeder Hinsicht extrem, ich habe ununterbrochen das Schwert und Ruder rausnehmen müssen, weil sich irgendein Grünzeug verfangen hat. In der zweiten Wettfahrt hatten wir einen Ast im Schwertkasten, der uns um ein Haar eine Kenterung gekostet hätte."

Die Kärntnerin ist für das Finale zuversichtlich: "Unterm Strich sind wir halbwegs glimpflich, weil ohne Schaden über die Runden gekommen und haben nun die Möglichkeit, eine weitere Medaille zu holen. Die Ausgangsposition verspricht einen Nervenkrimi, wir werden zunächst auf uns schauen, unser eigenes Rennen segeln und während der Wettfahrt und je nach Verlauf verstärkt auf unsere Gegnerinnen eingehen."

Spannung bei 470er-Damen garantiert

Nachdem der leichte Wind auf dem mit grünen Pflanzen-Inseln überzogene Rio de la Plata bereits während der gesamten Woche für etliche Verzögerungen gesorgt hat, muss am Freitag erst ein Gewitter und starker Regen abgewartet werden, ehe die Flotten bei diesmal sehr lebhaften Winden auslaufen können.

Die Jury hat Lara Vadlau und Jolanta Ogar für einen Regelverstoß (Tonnenberührung) in der siebenten Wettfahrt disqualifiziert, der Gegenprotest wird aufgrund mangelhafter Beweise abgelehnt.

Die Österreicherinnen lassen sich dadurch nicht aus der Ruhe bringen und zeigten eine seglerisch abermals starke Leistung. Dank der Plätze zwei und fünf verbessert sich das Duo auf Zwischenrang zwei und greift damit im Medal Race, das am Samstag um 11 Uhr Ortszeit geplant ist, nach der vierten WM-Medaille in Folge.

Die Ausgangsposition garantiert einen spannenden Endspurt. Aufgrund der doppelten Punkte, die in der finalen Runde der Top-10 vergeben werden, sowie der knappen Abstände, kommen acht Boote für die Medaillen in Frage.

WM-Zwischenstand:

470er-Damen, 39Boote, 9Wettfahrten, 1Streicher:

1. Camile Lecointre/Helene Defrance (FRA, 44 Punkte)

2. Lara Vadlau/Jolanta Ogar (AUT, 50 - (21)/7/2/1/8/4/DSQ/2/6)

3. Jo Aleh/Polly Powrie (NZL, 51)

4. Xiaoli Wang/Lizhu Huang (CHN, 56)

5. Fernanda Oliveira/Ana Luiza Barbachan (BRA, 58)

6. Sydney Bolger/Carly Shevitz (USA, 63)

7. Agnieszka Skrzypulec/Irmina Gliszczynska (POL, 67)

8. Anne Harger/Briana Provancha (USA, 68)

 

470er-Herren, 43 Boote, 10Wettfahrten, 1Streicher:

1. Sime Fantela/Igor Marenic (CRO, 42 Punkte)

2. Paul Snow-Hansen/Daniel Wilcox (NZL, 55)

3. Mathew Belcher/Will Ryan (AUS, 58)

18. Matthias Schmid/Florian Reichstädter (AUT, 153 - 26/12/(27)/5/6/23/16/20/18/28)

25. David Bargehr/Lukas Mähr (AUT, 188  - 23/17/5/10/32/17/30/24/31/(BFD)

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