Tour-Wahnsinn! Froome joggt den Berg hoch

Aufmacherbild Foto: © GEPA

Unglaubliche Szene bei der Tour de France! Bei der Vorentscheidung hinauf auf den Mont Ventoux läuft der Gesamtführende Chris Froome auf dem letzten Kilometer ein Stück weit zu Fuß den Berg hoch, da sein Rad bei einem Auffahr-Unfall beschädigt wird. Auslöser des Crashs ist ein Kamera-Motorrad, das wegen der Fans spontan abbremsen muss.

Erst auf den letzten Metern bekommt der 31-jährige Brite ein Ersatzrad.

Thomas de Gendt und Serge Pauwels (+2 Sekunden) sorgen für einen belgischen Doppelsieg.

Der Unfall aus der Heck-Perspektive des plötzlich stoppenden Kamera-Motorrads:


Zunächst ist unklar, wie die Rennleitung mit der Situation umgeht, doch am Ende entscheidet sich die Jury die Abstände vor dem Unfall für die Gesamtwertung heranzuziehen.

Auf normalen Etappen gilt die Regel, dass Fahrer, die auf den letzten drei Kilometern zu Sturz kommen, mit der gleichen Zeit wie ihre ursprüngliche Gruppe gewertet werden - für Zeitfahren und Bergankünfte gilt dies allerdings nicht. Die Jury zollt bei ihrer Entscheidung aber den speziellen Umständen des Sturzes Tribut.

Somit behält Froome, der eigentlich über 1 Minute und 40 Sekunden verloren hätte, das gelbe Trikot. 47 Sekunden dahinter liegt sein Landsmann Adam Yates, Bauke Mollema liegt weitere neun Sekunden zurück auf Rang drei.


Froome im Interview gegenüber letour.fr:

"Was für ein Finale! Der Ventoux steckt voller Überraschungen. Das Motorrad hat eine Vollbremsung gemacht und wir sind alle drei zusammengestoßen. Ein anderes Motorrad kam von hinten und hat mein Fahrrad zerstört. So war ich nur noch zu Fuß unterwegs. Ich wusste, dass das Auto mit meinem anderen Fahrrad fünf Minuten hintendrin war, daher musste ich laufen. Ich bin sehr glücklich über die Entscheidung der Jury, ich glaube, das war richtig so. Ich danke ihnen und den Organisatoren der Tour de France."


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