Skandalrennen mit bösen Folgen

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Die Zeitfahr-Staatsmeisterschaften sorgen auch am Tag danach noch für heftige Diskussionen.

Die Athleten wurden bei Starkregen, teils überfluteten und mit umgestürzten Bäumen übersäten Straßen ins Rennen geschickt. Mehrere Athleten stürzten, darunter Felix Großschartner.

Der CCC-Profi wurde von einer Windböe erwischt und flog bei 80 km/h ab. Er "landete 50 m weiter in einem Feld. Ich hatte sofort starke Schmerzen." Beim Röntgen wurde eine Hüftprellung diagnostiziert, sein Ö-Tour-Start wackelt.

"Uns fahren zu lassen, war schon fahrlässig", ärgert sich Großschartner, der bei der Österreich-Rundfahrt (2. bis 9. Juli) gemeinsam mit Vorjahressieger Victor de la Parte ein schlagkräftiges Duo bilden wollte.

"Die Sicherheit muss einfach vorgehen, wir sind doch keine Maschinen", stellt er klar.

Graf: "Der reinste Horror!"

Unterstützung bekommt er etwas von Andreas Graf, der ebenfalls unfreiwillig zu Boden ging.

"Es war der reinste Horror, mein Begleitmotorrad wurde von einer Seitenwindböe erwischt, ich musste bremsen und rutschte ebenfalls weg - keine Chance die Zeitfahrmaschine irgendwie unter Kontrolle zu halten."

Der Steirer Georg Preidler, der knapp hinter Graf war, stieg daraufhin vom Rad, weil "so viele Baumstämme auf der Straße lagen, dass es fast schon fahrlässig war das Rennen nicht zu annullieren!"

Den Titel holte zum vierten Mal nach 2009, 2013 und 2014 der Vorarlberger Matthias Brändle.



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