Zuckerhut & Peitsche: Zika nicht in Olympia-Form

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Hot or not. Top oder Flop.

Oder im Falle von Rio de Janeiro eben "Zuckerhut und Peitsche".

Die LAOLA1-Rubrik zu den Olympischen Spielen, die erklärt, was richtig olympisch und was zum Vergessen ist.


5 Ringe, 5 Fragen: Jördis Steinegger


Zuckerhut: Die Sonnenseite der "Winterspiele"

Die Panik um das Zika-Virus flaut innerhalb der Delegationen nach der Ankunft in Rio de Janeiro gehörig ab. Der Grund dafür ist das geringe Auftreten der für die Ansteckung verantwortlichen Moskitos.

Winter sei dank! Schließlich wütet auf der südlichen Halbkugel gerade der Winter. Wenngleich das Verb "wüten" angesichts Temperaturen zwischen 20 und 30 Grad Celsius definitv unterkühlt wirkt, das Moskito-Aufkommen unterbietet es jedenfalls entscheidend.


Peitsche: Nicht bereit für Spiele

Kabelbrand im Wildwasser-Kanal, unvollendete Verkehrs-Verbindungen und Stadien-Tribünen – Provisiorien, wohin das Auge reicht. Bürgermeister Eduardo Paes sprach nicht umsonst im Vorfeld gegenüber dem „Guardian“ von einer "vertanen Chance". Dass die Spiele zum falschen Zeitpunkt kommen. Denn Rio – oder besser gesagt – Brasilien ist nicht bereit dafür.

Einfach deshalb, weil der Hut ganz woanders brennt. Wenn noch vor sieben Wochen die Finanz-Verwaltung den Notstand ausruft, weil das Geld ausgegangen ist und öffentlichen Einrichtungen wie Hospitälern die Schließung droht, drängt sich die Frage auf, ob dies tatsächlich der geeignete Ort für ein Sportfest ist. Wobei freilich die Ausgangslage zum Zeitpunkt der Vergabe vor sieben Jahren noch eine ganz andere war. An den aktuellen Problemen ändert dies nichtsdestotrotz wenig.

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