Unerhoffter Quotenplatz für Sargis Martirosyan

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Österreich hat bei den Olympischen Spielen einen Vertreter im Gewichtheben. Sargis Martirosyan, EM-Dritter im Reißen, erhält einen Quotenplatz in der Klasse bis 105 Kilogramm.

Im entscheidenden Zweikampf-Ranking ist er an Platz 16 und damit eine Position hinter den fix Qualifizierten geführt. Er rückt jedoch ohne Begründung des Weltverbands IWF auf.

Laut heimischem Verband sei mit den "Ergebnissen der Nachanalysen von Dopingproben Bewegung in die Qualifikationsranglisten" gekommen.

Ob ein Athlet oder Athleten aus dem Ranking genommen wurden, wurde dem ÖGV jedoch nicht mitgeteilt. Nach Rücksprache des ÖGV mit dem Österreichischen Olympischen Komitee (ÖOC) erhielt Martirosyan auch bereits grünes Licht für eine Nominierung, er darf für Rio planen.

Vier Verbände gefährdet

Der gebürtige Armenier hatte im April bei der EM in Förde (Norwegen) mit Bronze im Reißen für die erste österreichischen EM-Medaille sei 1982 gesorgt. Im Juni verbesserte er beim Weltcup in Teheran den österreichischen Rekord im Reißen auf 183 kg.

Laut Verband ist er weiterhin gut in Form, im bisher letzten Trainingslager stieß er erstmals 210 kg.

In einer auf der IWF-Website verbreiteten Erklärung heißt es, dass drei weitere Athleten bei IOC-Nachtests der Peking-Spiele positiv auffielen.

Es handelt sich um den Armenier Tigran Martirosyan (Bronze/bis 69 kg), die Türkin Sibel Özkan (Silber/bis 48 kg) und Sardar Hasanov aus Aserbaidschan (bis 69 kg). Sie werden suspendiert.

Den Gewichtheber-Verbänden aus Aserbaidschans, Russland, Kasachstan und Weißrussland droht generell das Olympia-Aus.

Das IOC will die Disziplinarverfahren zu den Doping-Nachtests von London und Peking Mitte Juli abgeschlossen haben. Bulgarien wurde bereits im November 2015 wegen zahlreicher Dopingfälle suspendiert.

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