Phelps will es in Rio noch einmal allen zeigen

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Michael Phels schreibt bei den US-Trials in Omaha/Nebraska Sport-Geschichte. Der US-Star qualifiziert sich als erster männlicher Schwimmer überhaupt zum fünften Mal für Olympische Spiele.

Einen Tag vor seinem 31. Geburtstag gewinnt er das Finale über 200 m Delfin in 1:54,84 Minuten. "Mit allem, was war, wurde diese Qualifikation für Rio wohl zur schwierigsten Mission meines Lebens", freut sich der 18-fache Olympiasieger. Phelps war nach seinem Rücktritt 2012 in ein tiefes Loch gefallen.

"Ich wollte unbedingt in dieses Olympiateam. Ich will meine Karriere mit einem Erfolg beenden." Denn auch nach den Sommerspielen in Brasilien wird Phelps wieder seine Karriere für beendet erklären, "diesmal aber endgültig". Phelps hält bei 18 Olympiasiegen bzw. 22 -Medaillen.

Baby Boomer am Beckenrand

"Das waren meine letzten 200 m Delfin auf amerikanischem Boden", meinte Phelps. Es war sein erster Titel im Beisein von Sohn Boomer. Das sieben Wochen alte Baby war in den Armen seiner Mutter Nicole Johnson und trug dicke Ohrenschützer. Auf dem Weg in die Mixed-Zone schrieb er, wie alle Rio-Reisenden, seinen Namen auf einen riesigen Flip-Flop in den brasilianischen Nationalfarben. "Imstande zu sein, die Sache so zu Ende zu bringen, wie ich es möchte, ist mir ganz wichtig", betonte Phelps.

Nachdem er im Anschluss an die Spiele von London 2012 seine Laufbahn bereits für beendet erklärt hatte, fiel der Rekord-Olympiasieger in ein Loch. Der Tiefpunkt war eine Alkoholfahrt mit überhöhter Geschwindigkeit im Herbst 2014. Phelps wurde zu eineinhalb Jahren auf Bewährung verurteilt und verbrachte 45 Tage in einer Entzugsklinik. Durch professionelle Hilfe und Einsicht fand er langsam den Weg aus der Krise. In Omaha ging es für Phelps am (heutigen) Donnerstag über 200 m Lagen weiter.

Er schwimmt jetzt, weil er es will, und nicht weil es in Sponsoren-Verträgen so vereinbart wurde. Phelps betont, im Vorfeld der nationalen Titelkämpfe so hart trainiert zu haben, "wie wohl seit zehn Jahren nicht mehr." Denn in Rio will er es allen noch einmal zeigen. Den Grundstein dafür hat Phelps nun gelegt. Bei den knallharten US-Trials zählen keine Medaillen und Meriten der Vergangenheit, sondern nur das Ergebnis. Die beiden ersten auf jeder Strecke starten bei Olympia, alle anderen schauen zu.

"Rennen meiner Karriere"

Während Phelps im Stillen genoss, konnte Missy Franklin ihre Freude nicht zurückhalten.

Nachdem sie tags zuvor als Olympiasiegerin über 100 m Rücken nur Siebente geworden war, schlug die vierfache Goldmedaillen-Gewinnerin von London über 200 m als Zweite (1:56,18) hinter Weltmeisterin Katie Ledecky (1:54,88) an. "Das war wahrscheinlich das Rennen meiner Karriere", erklärte Franklin. Ledecky hat nun gute Chancen, sich für mindestens vier Einzeldisziplinen zu qualifizieren.

Textquelle: © APA/LAOLA1.at Zum Seitenanfang»
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