Ermittlungen gegen Seisenbacher abgeschlossen

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Die strafrechtlichen Ermittlungen gegen Peter Seisenbacher wegen angeblichen sexuellen Missbrauchs Minderjähriger sind abgeschlossen.

"Der Vorhabensbericht wird nun von der Oberstaatsanwaltschaft und dem Justizministerium geprüft", erklärt Staatsanwaltschafts-Sprecherin Nina Bussek der APA.

Ob darin eine Anklage-Erhebung oder die Einstellung des Verfahrens vorgeschlagen wird, ist nicht bekannt. Für den zweifachen Judo-Olympiasieger gilt die Unschuldsvermutung.


Wann Entscheidung über Anklage fällt, ist ungewiss

Aufgrund der Prominenz des Verdächtigen ist diese Causa berichtspflichtig. Das bedeutet, dass die weisungsgebundene Anklagebehörde ihre Ermittlungsergebnisse zunächst den übergeordneten Stellen präsentieren und sich ihr weiteres Vorgehen absegnen lassen muss.

Der Inhalt des Vorhabensberichts unterliegt dem Amtsgeheimnis. Wie lange die Prüfung des Konvoluts dauern wird, vermochte Bussek nicht vorherzusagen.

Massive Vorwürfe

Die Staatsanwaltschaft Wien hatte seit Herbst 2013 gegen Seisenbacher ermittelt, weil er sich als Vereinstrainer Anfang der 2000er-Jahre in der Bundeshauptstadt angeblich an mindestens vier im Tatzeitraum minderjährigen Mädchen vergangen haben soll.

Die strafrechtlichen Untersuchungen waren ins Laufen gekommen, nachdem Betroffene direkt an die Staatsanwaltschaft herangetreten waren. Die mittlerweile erwachsenen jungen Frauen belasteten dabei den 56-Jährigen dem Vernehmen nach teilweise

massiv. Eine Betroffene soll sich zum Tatzeitpunkt noch im Volksschulalter befunden haben und damit deutlich unter 14 Jahre alt gewesen sein.

Prüfung der Glaubwürdigkeit

Seisenbacher und sein Rechtsvertreter haben sich bisher nicht öffentlich zu den Vorwürfen geäußert.

Dass die Ermittlungen zweieinhalb Jahre in Anspruch nahmen, dürfte sich damit erklären, dass in diesem Fall die Glaubwürdigkeit der Zeuginnen besonders eingehend überprüft wurde.

Eine der jungen Frauen soll nach dem von ihr behaupteten Missbrauch weiter Kontakt zu Seisenbacher bzw. dessen Familie gehalten haben.

Textquelle: © LAOLA1/APA Zum Seitenanfang»
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