Suljovic übt heftige Kritik an Österreichs Medien

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Mensur Suljovic lässt mit Kritik an den heimischen Medien aufhorchen.

In Österreich werde nur während der WM über seinen Sport berichtet. "Danach vergisst in Österreich jeder Darts. Das wird uns nicht gerecht, wir bestreiten über das ganze Jahr hinweg viele Turniere und verdienen viel mehr Anerkennung", meint Suljovic gegenüber "Spox".

Deutschland sei in dieser Beziehung fortschrittlicher. "Wenn dort ein Spieler herauskommt und gute Leistungen liefert, wird er sofort unterstützt."

Als Beispiel dafür nennt der Wiener den 20-jährigen Deutschen Max Hopp. "Er ist ein super Freund von mir und ein toller Darts-Spieler, aber ohne die Medien wäre er noch nicht so weit", so Suljovic. "Hätten wir in Österreich eine ähnliche Medienlandschaft, hätten wir auch hierzulande mehr Darts-Profis."

Suljovic vermisst Darts-Boom

Von einem "Darts-Boom" sei man in Österreich aufgrund der fehlenden Unterstützung durch die Medien meilenweit entfernt. Suljovic hat aber eigene Pläne, wie er seinen Sport populärer machen will: "Bis ich meine Karriere beende, will ich die Jugend von der Straße holen und zum Darts bringen. Dafür habe ich extra ein Gebäude mit 150 Quadratmetern gekauft und irgendwann mache ich da eine Darts-Schule auf."

Der 44-Jährige sorgte zuletzt in Riesa mit seinem ersten Sieg bei einem PDC-Turnier für Aufsehen. Hier siehst du das Video von seinem Erfolg und seiner emotionalen Reaktion: 

 

Nur eine Woche später gelang ihm auch in Mülheim der Einzug ins Finale, wo er jedoch an Michael van Gerwen scheiterte.

Aktuell belegt Suljovic in der Weltrangliste den 13. Platz. Der in Serbien geborene Wiener gilt als bester Spieler des deutschsprachigen Raums.

Am Wochenende tritt er beim World Grand Prix of Darts in Dublin an.

 

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