Arch: "Offene Rechnungen gehören beglichen"

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Air-Race-Pilot Hannes Arch will bei seinem Heimrennen in Spielberg am Sonntag im dritten Anlauf endlich den ersten Sieg feiern.

2014 verspielte er beim Saisonfinale in der Steiermark noch den WM-Titel, im Vorjahr scheiterte er bereits in der Round of 14, womit die WM-Hoffnungen ebenfalls zunichte waren.

"Es nervt natürlich. Aber ich gehe nicht mit dem Gefühl: 'Scheiße, jetzt kommt Spielberg' ins Wochenende. Ich habe dort noch eine offene Rechnung und offene Rechnungen gehören beglichen", stellt der Lokalmatador klar.

"Natürlich ist das Heimrennen eine besondere Herausforderung, ich setze mich selbst mehr unter Druck. Aber ich freue mich und bin motiviert, in Spielberg besonders Gas zu geben, so wie ich es bis jetzt immer gemacht habe. Man muss nur aufpassen, dass man nicht zu viel Gas gibt und dann wieder das gleiche passiert wie zuletzt", weiß der Routinier um die Tücken des Tracks in der Steiermark.

"Spielberg ist der geilste Kurs" 

Eine besondere Herausforderung stellen für die Piloten die außergewöhnlichen geographischen Gegebenheiten im Murtal dar. Bei einer Seehöhe von 677 Metern ist der zweite von acht WM-Bewerben des Jahres der höchstgelegene der Saison und aufgrund der hügeligen Landschaft weisen die Air Gates einen Höhenunterschied von bis zu 60 Metern auf. Der richtige Level, die korrekte Höhe und die optimale Linie spielen somit eine große Rolle. 

Der Kurs rund um den "Stier von Spielberg" wird gegenüber der Boxengasse des Red Bull Rings gestartet, danach warten fünf Air Gates mit je zwei Pylonen und eine mit drei Pylonen markierte Schikane. Im Highspeed-Abschnitt werden bis zu 370 km/h erreicht.

"Spielberg ist der geilste Kurs, weil es ein echter Rennkurs ist, so wie ich ihn gerne mag. Du kannst in der Linie viel rausholen, musst in jeder Kurve aufpassen, wie du den Schwung ansetzt, wie du ihn ausführst", erklärt Arch gegenüber LAOLA1.

"Mit den Gedanken an die tollen Fans und das Ambiente steigt die Vorfreude. Es ist super, so viele Leute unterstützend hinter einem zu haben. Wenn ich da draußen im Track bin, kann ich die ganze Energie der Zuschauer spüren. Für mich ist das der geilste Rennkurs und das sage ich nicht, weil ich dort herkomme. Auch von den anderen Piloten wird er als solcher respektiert."

Vorjahressieger unter Druck 

So zum Beispiel von Matt Hall, der mit besonders guten Erinnerungen in die Steiermark kommt. Der Australier feierte 2015 in Spielberg seinen ersten Air-Race-Erfolg überhaupt.

"Es war ein fantastisches Rennen im Vorjahr, es war mein erster Sieg. Bedeutet das automatisch, dass ich dort wieder gewinne? Nein! Aber wir wissen, wo dort die schnelle Linie ist. Es geht darum, die aggressivste Linie zu fliegen. Das können mehrere Piloten sehr gut", sagt Hall, der beim ersten Saisonrennen in Abu Dhabi überraschend in der Round of 14 scheiterte und nun einiges gutzumachen hat, gegenüber LAOLA1.

Der Gesamt-Zweite der vergangenen Saison gilt nach dem Karriere-Ende von Weltmeister Paul Bonhomme als großer Favorit auf den Titel 2016. Nach dem enttäuschenden Auftakt steht der Australier in Spielberg bereits leicht unter Druck. Sein Rückstand auf Abu-Dhabi-Sieger Nicolas Ivanoff beträgt 13 Punkte.

Das Qualifying in Spielberg geht am Samstag um 16 Uhr über die Bühne, das Rennen steigt am Sonntag um 13 Uhr.

Textquelle: © LAOLA1.at Zum Seitenanfang»
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