"Schnelle Kurse sind immer gefährlich"

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Auch ohne Rennaction zog die MotoGP am Donnerstag viele Fans in Spielberg in ihren Bann. Die traurige Kulisse vor gut einem Monat bei der Formel 1 werden die Veranstalter bald vergessen haben.

Bei den Stars der Szene herrscht nicht nur aufgrund der neuen Umgebung Vorfreude. "Nach der Sommerpause brennen wir auf die zweite Saisonhälfte", sagt WM-Leader Marc Marquez.

Gegenüber den Tests muss Honda aber aufholen: "Ducati war schneller als wir, wir wollen aber so nah wie möglich an ihnen dran sein."

Spürbare Begeisterung

Bevor am Freitag die Trainingsfahrten los gehen, wurden beim Pit Lane Walk noch Fanwünsche erfüllt - und das waren einige.

Marquez hatte bereits in den Tagen davor alle Hände voll zu tun. Dass die Begeisterung in Österreich über die Königsklasse auf zwei Rädern derart groß sein würde, hätte der zweifache MotoGP-Champion nicht gedacht.

"Ich war schon zwei Tage in Graz und hätte nicht damit gerechnet, dass uns die Fans überall hin folgen. Als ich am Dienstag angekommen bin, waren sofort Leute um mich", wundert sich der Katalane.

"Kurvendiskussionen" gehen weiter

Noch ein gutes Stück mehr Anhänger kann mit Sicherheit Valentino Rossi hinter sich vereinen. Der charismatische Routinier ist der einzige aktive MotoGP-Pilot, der auf der Strecke in Spielberg schon Rennen gefahren ist. 

1996 hat er in der 125er-Klasse seinen ersten Podestplatz erreicht. Was folgte ist Motorsport-Geschichte.

20 Jahre später hat sich einiges verändert. "Der Asphalt ist jetzt ganz neu, sehr glatt. Es gibt überhaupt keine Unebenheiten. Und man ist sehr lange am Gas", analysiert der "Doctor".

Diese hohen Geschwindigkeiten führen weiterhin zu "Kurvendiskussionen" im Fahrerfeld. Besonders jene Kurve vor der Start-Ziel-Gerade bereitet Kopfzerbrechen.

Nun wurde sie verschmälert, damit die Fahrer einer dahinter verlaufenden Mauer nicht zu nahe kommen und die Passage langsamer angefahren werden muss.

Rossi ortet weiter Gefahrenstelle

Ob die Modifizierung eine signifikante Verbesserung darstellt, wagt Marquez zu bezweifeln: "Es ist fraglich, ob es ausreicht oder nicht."

"Es ist ein schneller Kurs und schnelle Kurse sind immer gefährlich", meint Rossi. 

Für den Italiener ist die Zielkurve nicht der einzige heikle Teil: "Der Ausgang der zweiten Linkskurve ist nach wie vor sehr gefährlich. Man fährt normalerweise mit Vollgas durch die Kurve und erreicht hohe Geschwindigkeiten. Die Mauer ist sehr nah an der Strecke. Das ist meiner Meinung nach die gefährlichste Stelle, an der wir für die kommenden Jahre arbeiten sollten."

Nach den ersten Trainingsfahrten am Freitag werden die Problemzonen des Red Bull Rings in der Sicherheitskommission garantiert intensiv besprochen werden.

 

Aus Spielberg berichtet Andreas Terler

Textquelle: © LAOLA1.at Zum Seitenanfang»
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