Vettel äußert sich zu Mercedes-Gerücht

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Immer wieder wird Sebastian Vettel mit einem Wechsel zu Mercedes in Verbindung gebracht, zuletzt gab es Gerüchte über einen Vorvertrag bei den Silberpfeilen.

"Wer hat das geschrieben? Die Italiener?", fragt Vettel bei der Pressekonferenz vor dem Grand Prix von Spanien in Barcelona und stellt klar: "Ernsthaft: Da gibt es nichts."

"Wir konzentrieren uns ganz auf dieses Jahr, um zu sehen, ob wir 2017 unser großes Ziel erreichen. Alles andere ist zweitrangig und reine Spekulation", so der Deutsche.

Der Ferrari-Pilot beteuert, für 2018 bislang "bei niemandem" unterschrieben zu haben. "Diese Mercedes-Gerüchte hat es die letzten Jahre immer gegeben."

Vettel führ "keine psychologischen Kriege"

In Hinblick auf das Rennen am Sonntag (14 Uhr) meint Vettel: "Sie sind noch immer die, die es zu schlagen gilt." Auf einen Psychokrieg gegen Lewis Hamilton will er sich nicht einlassen. "Da hat er wahrscheinlich die Oberhand. Ich bin dafür nicht clever genug", meinte er schmunzelnd.

Das Duell der zwei Topteams steht auch vor dem fünften Grand Prix der neuen Saison in Montmelo nördlich von Barcelona im Mittelpunkt. WM-Leader Vettel hat als Gewinner der Rennen in Melbourne und Bahrain 13 Punkte Vorsprung auf seinen Mercedes-Rivalen Hamilton. Zuletzt in Sotschi siegte Valtteri Bottas, der finnische Stallkollege von Hamilton, der in Shanghai triumphiert hatte.

"Wir sind in einer besseren Position als in den vergangenen Jahren, das ist sicher. Aber es ist immer noch ein bisschen früh in der Saison", ließ sich Vettel nicht zur einer Aussage verleiten, wie er seine Chancen in einem möglichen Kampf um den WM-Titel einschätzen würde. Understatement sei dies keines, betonte er. Denn von Psychospielchen halte er grundsätzlich wenig. "Ich führe keine psychologischen Kriege."

Hamilton hofft auf Besserung

Hamilton war vor knapp zwei Wochen in Sotschi in Probleme verstrickt, bekam seine Reifen während des Rennens nicht auf die optimale Betriebstemperatur. Mit dem vierten Platz konnte der dreifache Weltmeister am Ende nicht zufrieden sein. "Es waren viele kleine Dinge, die zusammengekommen sind. Es war nicht das eine große Problem", erklärte er bei der Pressekonferenz der Fahrer, zu der er mit seiner Bulldogge Roscoe erschienen war. 

Nach eingehender Analyse der Daten sei sein Team nun besser aufgestellt, was das Verhalten seines Wagens angeht. "Wir haben ein besseres Verständnis jetzt, was schiefgelaufen ist", versicherte Hamilton. "Ob es besser sein wird, kann ich nicht sagen."



Auf dem Circuit de Barcelona-Catalunya gab es in den vergangenen zehn Jahren zehn verschiedene Sieger. Red Bull und Ferrari waren mit jeweils drei Triumphen am erfolgreichsten, Mercedes gewann durch Hamilton und Weltmeister Nico Rosberg zweimal.

Updates bei Red Bull

2016 sorgte Max Verstappen hier für eine Sensation, indem er in seinem ersten Rennen für Red Bull erstmals anschrieb - als bisher jüngster Grand-Prix-Sieger überhaupt, mit 18 Jahren und 228 Tagen.

Für eine Wiederholung müssten heuer noch mehr glückliche Umstände zusammentreffen als im Vorjahr, als sich die Mercedes-Stars Hamilton und Rosberg in der ersten Runde durch einen Crash aus dem Rennen nahmen. Denn dem RB13 fehlt es an Geschwindigkeit, das Team von Energy-Drink-Milliardär Dietrich Mateschitz ist in der Hackordnung mit Respektabstand Dritter. Ob die zahlreichen neuen Teile, die Red Bull beim ersten Europa-Grand-Prix bringt, daran etwas Wesentliches verändern werden, darf bezweifelt werden.

"Hoffentlich bringen uns die Updates etwas weiter nach vorne. Wir können uns immer verbessern", sagte Verstappen, der dem Erfolg von vor einem Jahr keine große Bedeutung beimessen will. "Es ist 2017 jetzt. Es war schön, aber ich will mehr Rennen gewinnen. Ich bin nicht hier für nur einen einzigen Sieg." Und er stellte klar: "Ich bin stärker als letztes Jahr."

Textquelle: © LAOLA1.at/APA

Formel 1: Zeitplan für den GP von Spanien 2017

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